Das Luftabwehrsystem GLADIATOR /
GIANT ist ein mobiles, allwetterfähiges Boden- Luft
Verteidigungssystem großer Reichweite mit der Option Kampfflugzeuge , Marschflugkörper
sowie ballistische Kurz- und Mittelstreckenraketen zu bekämpfen.
Hersteller : Russland , russ.
Föderation.
Nutzer
: Russland Belorussland , Ukraine , Aserbaidhan
Die Produktion wurde
im Jahr 2000 eingestellt. An der Weiternetwicklung wird gearbeitet.
Die originäre Bezeichnung ist Antey
2500. Mit der Zusammenlegung des Antey-Industriekomplexes mit dem ALMAZ
Konzern Moskau sind beide Konstruktionsbüros unter einem Dach vereint. Mit
Erlass / Befehl des damaligen russ. Präsidenten Herrn Putin wurden diese
Hochwert - Institute wieder unter die Hand des russ. Staates gestellt.
S300W / SA12 sollte die Systeme der
Truppenluftabwehr des Heeres ablösen. Das veraltete KRUG ( SA 4 ) des Heeres
sollte durch ein ebenso mobiles Luftabwehrsystem abgelöst werden. Aus der
Entwicklung des S300 Systems der Luftverteidigung des Landes wurde das
Antey2500 abgeleitet.
Im Mai 1969 gab die politische
Führung im Kreml der Sowjetunion den Entwicklungsauftrag. Die Forderung an die
Verteidigungsindustrie war schwer und hart :
Benötigt wird ein Luftabwehrsystem
für Heer , Marine und Luftverteidigung. Luftziele sollten bis zu einer
Geschwindigkeit von 3500 Km / h und einer Entfernung bis 80 Km
Entfernung bekämpft werden können . Die Vorgabe für den
Höhenbereich lautete : 25 m bis 25 Km .
Als Vorgabe galt : typische
Ziele sollten zu bekämpfen sein :
ballistische Kurz- und
Mittelstreckenlenkwaffen
ähnlich PERSHING
Überschall-
Abstandswaffen
AGM-69 SARM
tief fliegende Marschflugkörper
wie AGM - 86 ALCM
Bombenflugzeuge B-52
tief fliegende Bomber
F-111 und Tornado
Das Luftabwehrsystem sollte mobil
sein und die Heerestruppe auf dem Marsch begleiten können. Zeiten für
In-Stellung gehen und Feuereröffnung sollten unterhalb 15 Minuten liegen.
Mitte der 70er Jahre begannen erste Entwürfe und Forschungen.
Das System bekam den Namen S
500 U . ( U = universlany , universell oder unabhängig , je nach Wortsinn
, der Übersetzter, Skarus ) Das Konstruktionsbüro Antey ( damals Büro" "
NISMI " begann mit den Vorarbeiten.. Nach Streitigkeiten und
Nichterfüllung von Vorgaben wurde der gemeinsame Entwicklungsauftrag entzogen. Der Almaz Konzern entwickelte nun für sich einen
Luftabwehr- Raketenkomplex S 300 für die Luftverteidigung des Landes. Antey
baute für die Truppen des Heeres das System Gladiator S 300 W .
Die Flugkörper Raketen wurden/
werden im Konstruktionsbüro "Nowator" früher OKB 8 , in Jekaterinburg
( Ural ) entwickelt. Im Werk mit Namen " Kalinin" wurden
Flugkörper und Startgeräte gebaut. Man entschied sich frühzeitig für 2
unterschiedliche Flugkörper für verschiedene Zieltypen.
Andere Zulieferer und Betriebe
waren / sind ua. " Start " , Marieskie SMS
, " MSRIP " , " Kirowski Sawod "
Teste, Erprobungen und
Versuchsschiessen fanden auf dem russ. Schiessplatz
EMBA
statt. Das S 300 W System wurde mit 60 taktischen Boden Boden Flugkörpern
( SCUD ) TBM getestet. ( 60 bis 900 Km )
Im Jahre 1993 wurde auf den
TBM Typ SCUD C erfolgreich gehandelt. ( 550 Km ) Ab dem Jahr 1995
wurden 2 taktische Boden Boden Flugkörper TBM mit Reichweite von 900 Km
erfolgreich bekämpft. Bei den Testschüssen stellte sich heraus, dass neben der
vollständigen Zerstörung der Gefechtsköpfe der TBM diese Raketenköpfe 15
Km vom Kurs abgelenkt wurden.
Der Einsatz des Systems 9K81 /
S 300 W wurde von den russ. Streitkräften als mobiles taktisches System
angesehen. Mit der Auslieferung an die Truppe im Jahr 1983 war das Gladiator
System das weltweit erste Raketenabwehrsystem der Welt. Technische Mängel wurden
in den folgenden Jahren abgestellt. So war die untere Grenze der
Vernichtungszone mit 250 m über Grund nicht zufrieden stellend. (
Spiegelsignale und Reflexionen der Raketensignale über dem Erdboden etc. , Autor
) Für den Flugkörper 9M82 betrug die minimale Höhe der Vernichtungszone über
1000m . Darunter konnten keine Luftziele bekämpft werden.
Das erste von Mängeln befreite
System war im Jahr 1986 einsatzbereit. Flugkörper 9M82 wurden 1988 einsatzbereit
übergeben. Dem gingen Jahre der Entwicklung und Erprobungsschiessen voraus.
Ab diesem Zeitpunkt konnten
TBM Flugkörper mit max. Flugreiche 1000 km bekämpft werden. Der Footprint für
diese Ziele beträgt / betrug 40 Km nach vorn .
Nebenher begann man die im
praktischen Truppendienst aufkommenden Probleme zu erkennen. Es wurde an einer
3. Generation gearbeitet. Probleme am Feuerleitradar wurden abgestellt. Die
unter Grenze der Vernichtungszone wurde auf 25 m über Grund abgesenkt ( Software
im Flugkörper )
Ein Bataillon mit 4 Batterien
konnte im Datenverbund 48 Ziele gleichzeitig bekämpfen. Eine Feuereinheit konnte
12 Flugkörper gegen 6 Ziele gleichzeitig lenken. Luftraumaufklärung und TBM Such
Radar bekamen die Modifizierung " M " als Anhang.
Ab 1992 konnte das System S
300 W als Exportversion gekauft werden.
Nachfolgende Modifizierungen (
S 300 WM ) wurden durch die von den amerikanischen Streitkräften im Irak Krieg
gemachten Erfahrungen ausgelöst. Die Abwehr ballistischer Flugkörper wurde
als Schwerpunkt ausgebaut.
Ab 1997 wurde wiederum
Softwareupdates und Hardware implementiert. Das System wurde als S 300 W M D
bezeichnet. Das Sektor Radar wurde Hardware überarbeitet. Die Flugkörper wurden
( Software ) überarbeitet und als 9M82M / 9M83M bezeichnet.
Im Jahr 1997 wurden in
Ashuluk
erfolgreich Schiessversuche gegen eine ballistische Rakete mit Reichweite von
2000 bis 2500 Km durchgeführt. Zusätzlich wurden in Entfernungen von 200
Km 2 Flugzeuge TU 16 vernichtet.
Zur Zeit ist er das einzige Verteidigungssystem der Welt, das neben
Flugzeugen und Hubschraubern ( darunter AWACS- und Tarnkappen-Flugzeuge ) auch
nichtstrategische ballistische operativ-taktische und operative Raketen in einer
Entfernung von bis zu 200 Kilometern und in einer Höhe von 30 km vernichten
kann. Das System kann ballistische
Raketen (mit deren einer Reichweite von 2500 km) und Fluggeschwindigkeit
bis 4500
m/s vernichten.
Der Footprint beträgt hierbei
40 Km . Es werden gleichzeitig 16 ballistische Raketen
bekämpft . ( vom Typ " Stealth " ) .
Potentielle Ziele für das
System sind ua.
E-3 AWACS, E-8 JSTARS , U-2.
Finanzielle Probleme während
der Entwicklung des Antey 2500 wurden durch den Verkauf von 2 Systemen S 300 PMU
gelöst. Der Verkauf löste große Diskussionen in Russland aus. Es wurden 23
Flugkörper nach den USA verkauft.
Artikel hier
Probleme mit der Finanzierung
ließ die Entwicklung seit den frühen 80er
Jahren immer wieder stocken. Auch heute ist Russlands Industrie
nicht in der Lage seine LV Truppen mit ausreichende Anzahl von S 300 Systemen
auszurüsten. Es wurden sogar S 300 Systeme aus der Truppe fremden Nationen zum
Kauf angeboten.
Bewertung und
Artikel zur russ. Fla
Raketentechnik
Der S 300 W ist das
beeindruckende Ergebnis von 80 Jahren Entwicklung von
Radar und Luftabwehrsystemen in Russland.
Zu gleichnamigen
Luftabwehrsystemen S 300 der
Luftverteidigung besteht kein Zusammenhang. Es handelt sich um
eigenständige Entwicklungen.

Vernichtungszone
Einordnung und historische Entwicklung
|
S 300 W |
Nachfolger für SA 4 KRUG
der russ. Heeres Fla |
| |
|
|
|
S 300 W1 |
S 300
W1 |
Systeme des Heeres sind : OSA , BUG , TUNGUSTA , PANTASIR , TOR |
| |
|
|
|
S300 WM |
hier |
| |
|
|
| S 300 WM1 |
S 300 WM2 |
|
| |
|
|
|
S 300 WMD |
|