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                  Wie Peter   doch noch  auf der   MAK Militärakademie in Dresden war .

                  Und es werden noch immer NVA Handtücher ausgegeben.

 

Im Jahre 2009, 10  und 2011  war es soweit. Ich fuhr nach Dresden . Im Kompetenz - Zentrum IT ( KIT ) erhielt ich eine Weiterbildung auf Computer und Netzwerktechnik .

Der alte Wehrmachtsbau und frühere Stab des Luftkreiskommando III  ( Luftgau 3 , Wehrmacht ) mit Sitz in Dresden wurde in der DDR und für die NVA als höhere Weiterbildungseinrichtung ( Akademie ) für Offiziere genutzt .

Ich laufe über die dunklen Gänge und studiere Türschilder . Heute schaffen  hier Beamte . Einige Teile der Gebäude gehören zu verschiedenen Ämtern oder werden zur Ausbildung von Soldaten auf Computer Grundlagen genutzt . Im Wohnheim erinnert nicht mehr an die NVA . Allerdings wird mit Bettwäsche und Handtüchern auch ein braunes Handtuch  ausgegeben. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.  Diese Farben kenne ich doch : braun , orange  und siehe da , es steht drauf :  NVA .

Die Kasernenmauer ist in großen Teilen weg . Wenn man mit den Augen sucht , findet man  Kfz Park , Unterkünfte und Küche. Der Speiseraum ist renoviert und hier kann man gut Essen .Im Jahr 2009 gab es noch Essbesteck aus der DDR. Salzstreuer und Senfbehälter : Made in GDR .

 

                       

                           Hörsäle                           Küche                          Stab                              Kino 

Im Stab findet man noch in Räumen die Holzvertäfelung .Im Wohnheim gibt es kleine Einzelstuben. Unten im Erdgeschoss ein freundliches Wandbild aus Ton und Keramik. Man fühlt sich irgendwie an ein NVA oder FDGB Ferienheim erinnert. Das war es auch schon mit dem Militär. Alles ist zivil. Eine öffentliche Strasse geht mittendurch. Das KDL Wachgebäude steht verloren da.

                       

                      KIT / MAK                        KdL                                 im Stab

                                  

                             Wohnheim                                                    ja, hier wird noch NVA Ausrüstung ausgegeben.

                        Bilder : Autor  Mai , Juli 2011 Dresden

 

Ich hatte kein Mitleid . Heute führt eine belebte  Strasse quer durch die MAK . Auf dem Sportplatz drehen Berufsschüler ihre Runden. Im Hochhaus leben Studenten der Uni. Neben dem Kino in der ehemaligen Schule der MaK haben nun Studenten der Uni  ihre Unterrichte. Die Studentinnen sind eilig unterwegs und bis zum späten Nachmittag am Lernen. Alle sind unbeschwert , offen und freundlich.

Die MAK, NVA und Wehrmacht  sind vergessen. Und das ist gut so.

 

Peters  Juli 2011.

 

 

 

 

Hintergrund zur Geschichte

Der Autor wurde für in der NVA für die Weiterbildung an höherer Schule der Streitkräfte nicht zugelassen . Es fehlte die Unterordnung in das politische System NVA und DDR  mit Lippenbekenntnis . In der NVA war die " politische Zuverlässigkeit " das Wichtigste. Das war im Jahr 1988 bei der NVA .

Die Kader für die Militärakademie in Dresden oder in Russland waren  typischerweise " Einsen Schüler " beim Studium  , gepaart mit völliger politischer Hingabe zum System. Im Übrigen wurden junge Soldaten der NVA mit Studium in Russland gern als Berufsoffizier in die Bundeswehr übernommen.

Der Autor war ab Dezember 1989 aktiv in der 4133 an der geforderten Umgestaltung der Streitkräfte beteiligt. 
Der Autor nahm das Angebot der Bw an . Nach 2 Jahren lernen und Weiterbildung mit " Bewährung " als Zeitsoldat wurde der Autor Soldat der Bw . Der NVA Dienstgrad Oberleutnant wurde auf Feldwebel abgesetzt. Nach  langem USA  Aufenthalt in den USA tat er Dienst in der Fla Rak Luftverteidigung der Luftwaffe .                                  

Der Autor ist als 50j auf dem 2. Bildungsweg im Studium zum Informatiker ( Master ) und wird das Studium voraussichtlich in diesem Jahr erfolgreich beenden .

Der Diplom-Ingenieur ( FH ) Elektronik  wurde von der Bundeswehr konsequent ignoriert. Es gab keine Bezahlung mit höherer Gehaltstufe.

So kam Peter doch noch auf die MAK.

 

 

                  Die letzten Tage in der NVA , Herbst 1989 bis zum Sommer 1991                      

Die mit dem Übergang zur "Perestroika" verbundenen Orientierungsschwierigkeiten und die Ereignisse im Herbst 1989 gingen relativ unberührt am Leben in der Fla Abteilung 4133 vorbei. Wie auch immer zuvor wurde Schwerpunkt auf Disziplin, Ordnung und Sauberkeit ( wir sind hier beim Militär) gelegt. 

Alle Soldaten versahen weiterhin ihren Dienst. Schwerpunkt war der hohe Ausbildungsstand. In der FRA 4133 kam es zu keinen Unruhen und Arbeitsverweigerungen durch Soldaten .

Eines Tages kamen 3 Angehörige der Bundeswehr  in die FRA 4133. Wir hatten Tage zuvor im B Objekt alles gefegt , gepinselt und vor allem die Kampftechnik vorbereitet und abgestimmt . Mit der Trainingskabine AKKORD führten wir ein typisches Training der Funkorter und Gefechtsstandbesatzung vor. Die Trainingskabine kann nur 6 Ziele gleichzeitig auf die Raketenleitstation darstellen .

Ziele flogen , wurden dem Leitoffizier  vom Schiessenden zugewiesen , aufgefasst und begleitet. Danach kam das Vernichtungskommando , die elektronische Rakete flog. Nach K3 kam die Abmeldung an den Schiessenden.

Im Herbst 1990 , nach einem Jahr Ungewissheit , wurde die  Auflösung der Abteilung befohlen. Die Fla Raketenabteilung wurde in 14 ( ! ) Tagen von allem militärischen befreit .    

Das Waffensystem, einschließlich Flugkörper, wurde am 5. Dezember 1990 nach Ladeburg überführt . In der technischen Zone  der 41. FRB  Ladeburg  wurden die Flugkörper vollständig demontiert und verpackt .

Die Truppenunterkunft dient heute einer kleinen Firma als Produktionsräume. Die Stellung mit Bunkern etc. wird von einer Baufirma genutzt.  

Ein System NEVA steht jedoch heute in den USA, Nähe El Paso und wird für die Ausbildung des fliegenden Personals genutzt. Ein weiteres wird in England zur Ausbildung betrieben.

 

 

 

Die letzten Tage in der NVA , Herbst 1989 bis zum Sommer 1991     II

Aus dem Leben der FRA  4133 , 41.FRB Berlin

Am Seminar in den alten Bundesländern nahmen aus der Fla Raketenabteilung 4133 die lebensälteren Vorgesetzten teil . Die jungen und dem Neuen aufgeschlossenen BU und Offze wurden nicht mitgenommen.

Bezeichnenderweise waren von diesen Vorgesetzten in höheren Dienstgraden ab Herbst 1991 niemand mehr dabei. Es blieben die jungen BU und Offiziere.

Einige Herren der alten Garde versuchten in der neuen PDS Partei ihren Einfluss und die alte Politik weiter zu verbreiten. Erst eine Beschwerde an das Ministerium setzte dem Treiben ein Ende. Die Parteiversammlungen fanden ab jetzt außerhalb der Kaserne statt.

Die alte Obrigkeit nahm bis zum letzten Tag Einfluss. Schnell waren die Entscheidungsträger der Bundeswehr ausgemacht. Gegenseitige Besuche und Einladungen bis in den privaten Bereich brachten wertvolle Beziehungsgeflechte. Die Obrigkeit der 4133 beriet den Personalstabsoffizier , wer von den seinen Unterstellten für die Bundeswehr ( ! ) geeignet wäre und wer nicht.

Plötzlich hatte die Obrigkeit die Demokratie erfunden. 180 ° gedreht und weiter , genauso wie bisher. Wir jungen Vorgesetzten waren die Deppen und rieben uns die Augen . Jetzt wurde mir von den selben Herrschern , genau das Gegenteil erzählt von dem erzählt, was bis vor einem Jahr lautstark und gegen Widerstand und Abweichler durchgesetzt wurde . Wir wollten den Umschwung , jetzt wurde uns erklärt wie der Umschwung geht ...
Dabei hatte ich schon längst meine eigene Meinung gebildet ... Aber die Wortführer waren wieder die alten Herrscher.

Ab Juli 1991 war sich selbst überlassen, der Chef war weg in die alten Bundesländern zu höheren Weihen auf dem Weg zum Berufssoldaten der Bundeswehr.

 

Peters  3 /2010

 

 

                                   

 

                                TORNADO über der Ostsee.

 

Offiziersschüler  Skarus als Praktikant in der Fla Raketenabteilung Nienhagen     FRA  4332

Im 2. Lehrjahr wurde ich zum Praktikum an die Ostsee kommandiert. 4 Wochen Dienst in einer Fla Raketenabteilung sollten uns die Sinne für den Job in einer NEVA S 125  Abteilung schärfen. Im August 1983 war es dann soweit. Die Abteilung geht in eine 3 tägige Übung .Wir machen mit. In der UNK darf ich die DHS Überprüfung gleich hinter dem Leitoffizier life erleben. Ein Luftziel wird über das automatische Führungssystem zugewiesen ( Klingelton , LO legt Schalter um) das Ziel ist sofort drauf. Kurzes Drehen am rechten Handrad, Maximum finden. Klack macht das Handrad. Funkorter drücken RS. F1 RS übernommen, F2 RS übernommen. TVK ! Nun wird optisch über TVK begleitet. RLK bleibt an ( RADAR ) Ein Tornado der Bundeslufwaffe fliegt parallel ab. Die Rampen sind nicht in Vorbereitung . Es ist nur ein Auffasstraining . Das Wasser ist im TVK zu sehen. Er fliegt in 12 Km vorbei. Ob den beiden Piloten bewusst ist , dass sie von einer Raketenleitstation  begleitet  werden ?  Der Tornado wird über das AFS in den Gefechtstand der Brigade weiter gereicht. In Minsk im Gefechtstand der Luftverteidigung für Europa erscheint dieser Tornado auf allen Luftlagekarten.

Auf dem Leitsichtgerät fällt mir eines  auf : der Tornado stellt ein riesiges ( ! ) Zielzeichen dar, fast ohne fading.  So lernte ich als Offiziersschüler auch den Tornado am Leitsichtgerät kennen. Spannend . Kein Hass , eher Neugierde und Ehrfurcht. Bald war wieder Frieden. Wir gingen an den eigenen Strand zum baden . Den Tornado habe ich bis heute ( 2008 ) nicht vergessen .

                                Leutnant 1985

                             

geschrieben 10/2008       Peter

 


 

 

               Aus dem Leben an der OHS

                                       

          2. Studienjahr , noch soooooo viele Tage .... Bis zum nächsten VKU noch 3 Wochen. Welche Grausamkeit...

Alkohol spielte so gut wie keine Rolle. Man kam selten genug raus... Im HDA nebenan hat man anständig gegessen, max. 1 Bier gezischt und das war es auch ...  Die Krönung war , als Manne ein volles Bier zur den KdL bis ins Zimmer brachte... Oberfähnrich Darr pumpte wie ein Maikäfer.

Vorn beim Antreten war er wie immer sehr laut , mit rotem Kopf und sein Notizbüchlein schwenkend sagte er ( wie so oft ) : " es geschehen Dinge in dieser Kompanie ??? "

Manne hatte die Dreistigkeit , das gefüllte Glas Bier auf dem Stubentisch abzustellen. Der Spieß sah  es  und  tobte...

 

Frühsport                Der Minister hat Härte befohlen ...

 

DV 010/0/002

Durch den Frühsport sind bei den AA die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu steigern, der Organismus an den Wechsel von Ruhe und Belastung anzupassen, Charakter und Willenseigenschaften herauszubilden und die Widerstandsfähigkeit zu stählen und zu erhöhen.

 

6 Uhr. Ich liege und döse. Ich bin wach und weis : gleich geht es wieder los. Und noch so lange bis zu Hause, zur Frau und zum kleinen Sohn.

Noch die letzten Minuten Privatsphäre für mich ganz allein. Einen zivilen Schlafanzug habe ich an. Der Rest vom zivilen Leben wurde mir genommen.

Triller , Triller. Der UVD brüllt : 63. Kompanie ! Nachtruhe beenden. Fertigmachen zum Frühsport. In genau 5 Minuten , um 6:05 Uhr ist anzutreten beim UvD.

Raus aus dem Bett , runter springen aus dem Doppelstockbett. Rot- gelb    anziehen, Socken und Stiefel an. Maskentasche umhängen.

Raus auf den Gang. Antreten. Die Neukranken haben nur die rote Hose an. Oberkörper frei ist befohlen. Handtuch und Waschtasche  sind bei. Der Zug rückt ab , die Kranken machen Morgenwäsche.

Rechts um , ohne Tritt- Marsch. November, Kälte am Morgen. Es ist dunkel draußen. Stille. Niemand spricht. Alle sind noch beduselt von der Nacht. 90 Mann in 3er Reihe . Auf geht's. Die Runde rechts lang , dann hoch zum Feuerlöschteich bei FID. Links lang und wieder runter. 3 Runden.. Pflastersteine.

Keuchen und stampfen auf dem Kopfsteinpflaster. Die Maskentasche drückt. Laufen mit Stiefeln ist so anstrengend.

Ran an den Waschtrog , Zähne putzen. Duschen gibt es nicht. Gesicht und Oberkörper mit kaltem Wasser abwaschen.

Ich laufe diese Strecke 5 mal die Woche. Auf dem Sportplatz bei Oberstleutnant Pönisch laufe ich die    3000 m unter 11: 10 . Mit Maske und Stiefeln sind es nur  ( ! ) 2000 m zu laufen am Morgen. Mit Turnschuhen 3000 m oder 3 Lange ewige Runden.

Pönisch mag uns. Wir sind Diamanten, er schleift uns zurecht.

Auf dem Sportplatz , hinten zum Nebentor raus. 3000 m Lauf. Er steht am Zieleinlauf und zählt laut an. Wer bis 11 Minuten 10 Sekunden  nicht an ihm vorbei ist -   "darf "weiter laufen. Noch einmal die 3000 m . Für die anderen " Glücklichen " , die die Norm geschafft haben , gibt es eine Überraschung und Leckerbissen : Fussball. Oh  welch " Freude ".

An einem Freitag geht es in den VKU. Früh 7: 30 Uhr  stehen wir entspannt oben auf dem Ex Platz . Pönisch steht vor uns. Der Zughelfer macht zackig Meldung  ( OS Hahn ). Die schwarze Truppe ( Schwarzkombi) steht in 3er Reihe . Unsere Unterkunft ist gleich neben an. Noch einmal Sturmbahn , dann 50 m zum Gebäude und dann ist Urlauberappell . Ab nach Hause...

Denkste , Nö.

Wer die Sturmbahn 7 mal ( ! ) am Stück bewältigt hat darf sofort losfahren in den Urlaub.  "Argh " , Schluck. Nach dem 3 mal denkt man es geht nicht mehr. Doch es geht irgendwie .Wie ein Zombie laufe ich unter Maske und Fecht Mpi zurück . Hinlegen , in Anschlag gehen mit der Waffe. Maske abnehmen im Liegen. Jetzt aufstehen und die Maske verpacken. Das Herz pumpt.   Auf zur nächsten Runde...

 

                                                

Bis zum Jahr 1983 hatte ich das Ding , ab 1984 gab es das neue Modell aus CSSR TSM 10. Genauso ekelig .

 

Bis zum heutigen Tage zehre ich von Pönisch. Ich laufe die 3000 m als alter Mann mit fast 50 Jahren noch in 15 Minuten. OSL Pönisch ... Du hast es gut mit uns gemeint .

Peter s    11/ 2008

 

Norbert L .  schreibt :

Mein erster Abfaller rückwärts, vom 3m Brett: A-zusammen* , Arme strecken, Knie durchdrücken (das ist bei diesem Sprung das wichtigste) steif werden wie ein Stock  und dann nach hinten kippen lassen. Theoretisch alles klar, beim ersten mal alles falsch gemacht, irgendwie ganz dumm aufgeklatscht und hatte danach ein blaues Auge. Frage von jeden Lehroffizier: was haben sie gemacht, sich geprügelt? Antwort nein gen OSL: beim Abfaller rückwärts in der Schwimmhalle passiert. und dann immer die Frage: war wohl kein Wasser drin? Übrigens der Abfaller rückwärts war danach meine leichteste Übung vom Brett, kann ihn immer noch    .

 

* AZ   :  Arsch zusammen         

 

 

 

 

Erinnerungen an das Feldlager Liberose

Eine ( für mich als Offiziersschüler  lustige ) Begebenheit ereignete  1983 in Liberose. Die     OHS , Sektion 6     ( Offiziersschule der Luftverteidigung aus Kamenz )   verlegte nach Lieberose.   Da waren die richtigen Soldaten. Wir wollte auch mal so werden wie die... ( grins ).

Es gab einen Wolchow und einen NEVA . Es gab ein großes Zelt . Darin  war der Gefechtstand der Schule. Ein Rundsichtgerät , Plexiglasplatten ,                Planzeichner und" gaaaaaaahns"    wichtige  Stabsschranzen...

Das Zielaufkommen beim Realflug war beeindruckend. Es flogen deutsche und russische Maschinen . Die wollten zeigen , wer hier der Cheffe ist.

Wir Offz-Schüler haben wahrgenommen wie unser Sektions-Kdr- Oberst Balcerowiak aus dem Zeklt heraus getragen wurde. Kreislauf.

Tun nicht , was eine Maschine besser kann als Du ...

Das war damals bereits bekannt und deckt sich mit heutigen Erkenntnissen vom dynamischen Fla Raketengefecht : manuelle Führung von Fla Raketenabteilungen  , Zuweisung von Zielen nach Gefühl übersteigt alle intellektuellen Ressourcen .Der Mensch muss versagen , es übersteigt jegliche Vorstellungskraft  Dafür gibt es Maschinen.

So etwas heißt heute  SAMOC oder automatisches  Führungsystem.

Alle grinsen , es ist das Gespräch der nächsten Tage ... Der Oberst hatte Kreislauf... , der Mensch kann komplexe Vorgänge unter Zeitnot und Stress nicht bewältigen. Nach 20 Minuten war Schluss.... ( grins )

 

 

 


 

 

Für mich persönlich habe ich etwas Erinnerung und Tradition aufbewahrt:

Die Geschichtsschreibung über die NVA soll nicht der Bildzeitung überlassen sein. Deswegen schreibe ich so gut ich kann. Ich selbst habe härtesten Dienst in der Luftverteidigung verrichtet. In Feldlagern im Zelt oder im Gelände übernachtet. Märsche und Härteteste.   Ich habe ABC Übungen und Entaktivierungs - Punkte    " überlebt ".

Die Sturmbahn und die Napalm- Brandbahn habe ich nicht vergessen. Die Ausbildung war kriegsnah. Darauf bin ich stolz.

Erlebte Härte in der Ausbildung und Erlebnisse im Dienst begründen keine Tradition.

Ich habe Raketenschüsse in Russland erlebt. Die Kadettenanstalt Offiziershochschule kann ich nicht vergessen. Hier wurden Militärs  geschmiedet. Davon zehre ich noch heute .

Das Leben beim Militär der NVA war sehr hart. Alles war auf einen möglichen Abwehr - Krieg ausgerichtet.

Die "Rampenknechte" der Startbatterie haben wie Tiere unter härtesten körperlichen Belastungen geschuftet und Raketen auf die Rampe gekurbelt. Nachtverlegungen der Feuerabteilung und Marsch über 250 Km in das Feldlager... Training Tag und  Nacht. Geschenkt haben wir uns nichts. Ausbildung muss weh tun:  jeder in der Ausbildung vergossene Tropfen Schweiß - kann Tropfen Blut sparen.

Die Funktechnische Kompanie fasste unter unglaublichen psych. Belastungen mit der Raketenleitstation  Luftziele auf und eröffnete das Feuer. Planzeichner stellten die Luftlage dar, der Schiessende beurteilte die Luftlage und trug Verantwortung über zu verteidigende Schutzobjekte.

Der selbst gewählte Anspruch war sehr hoch :          jeder anfliegende Luftgegner wird vernichtet.

Es macht mich noch heute stolz bei der Luftabwehrtruppe  10 Jahre ehrlichen Job geleistet zu haben.

Für mich ist es Tradition, ....  Menschen zu berichten , was ich erlebt habe und wie ich die NVA heute wahrnehme . Leider ist außer einigen Bildern und Ausrüstungsgegenständen  wenig geblieben.

Wer schreibt , der bleibt.    

 © 2008- 2009 Skarus  

 

 

 

 


       

 

        DHS in der Fla Raketentruppen          Oberst AD Biederman

 

 

 


       

 Zum Sturm - vorwärts!



- Start aus dem Schützenloch
- Im Sommer gleiten durch die Betonröhren, im Winter Übersteigen der Stahlhürden
- Im Sommer Überspringen des "Wassergrabens
- Hochklettern am Vertikaltau und Hangeln am Seil
- Eskaladierwand
- Überwinden der Dreierkombination Betonröhre-Stempel-Betonröhre
- Fuchsbau
- Im Sommer Sprung über den Graben und durchkriechen des Kellerfensters
- Bezwingen der Häuserwand im Winter durch das untere Fenster; im Sommer mittels Tau durch das obere Fenster, balancieren auf dem schmalen Steg, Absprung über 3 Betonelemente nach unten
- Überwinden der Wippe
- Handgranatenweitwurf
- Rein ins Schützenloch und Schutzmaske aufsetzen
- Rücklauf unter aufgesetzter Schutzmaske
- An der Ziellinie in Stellung gehen, Fecht-MPi in Anschlag, und auf das  "Entwarnung" warten.


Die Länge der Sturmbahn beträgt 200m. Der Rücklauf fließt in die Zeit ein und ist mit aufgesetzter TSM (Truppenschutzmaske) zu absolvieren...

Sturmbahn Winter - Note 1 3:10 min; Note 2 3:35 min; Note 3 4:25 min

Sturmbahn Sommer - Note 1 4:20 min; Note 2 4:55 min; Note 3 5:50 min.
Die Länge der Sturmbahn beträgt 200m. Der Rücklauf fließt  in die Zeit ein und ist mit aufgesetzter TSM (Truppenschutzmaske) zu absolvieren...

Sturmbahn Winter - Note 1 3:10 min; Note 2 3:35 min; Note 3 4:25 min

Sturmbahn Sommer - Note 1 4:20 min; Note 2 4:55 min; Note 3 5:50 min.


1 Startlöcher,
2 Kriechhindernis aus Betonelementen (Ringe) - nur Sommer,
3 Steighindernis - nur Winter,
4 Wassergraben,
5 Klettergerüst (nur Sommer)- am Vertikaltau nach oben, am Horizontaltau bis zur Mitte und abspringen,
6 Eskaldierwand,
7 Sprungpodest,
8 Fuchsbau (Tunnelröhre mit Ein- und Ausstieg)
9 Grabenhürde, durch das obere Fenster
10 Gibelwand mit Sprungpodest - im Sommer am Seil zum oberen Fenster klettern und dann über Sprungpodest, im Winter durch das untere Fenster flanken,
11 Wippe
12 Schützenloch, Handgranatenzielwurf zum Wurfgraben (13) max. drei Versuche, Mindestweite 32 m, dann ins Schützenloch Schutzmaske aufsetzen und im Sprint zurück zum Ausgangspunkt

Für Offziersschüler ab 3. Lehrjahr galten folgende Normen:
Winter - Note 1 2:55 min; Note 2 3:20 min; Note 3 4:05 min
Sommer - Note 1 4:10 min; Note 2 4:45 min; Note 3 5:25 min

   Eskaladierwand                Fuchsbau           Hochtau

  Hauswand                         nach unten                        

   Kriechhindernis                 Handgranaten ...- Wurf !

 

 


 

 

 

 

 

 

Es gibt  Literatur über die NVA

Im Buch über die Fla Raketentruppen der NVA beschreiben 2 Autoren die Entwicklung dieser Waffengattung .

Peters wird als Quelle erwähnt.

 

                        

 

  

                                                                                           persönliche Widmung.