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          Inhalt

bulletAllgemeines                                       basics and history
bulletTaktik                                                 tactics of troops TBM 
bulletTechnik   und Einsatz                          systems
bulletGefechtsordnung  empacement of TBM Systems
bulletFlugbahn    von TBM       trajektory
bulletFlugbahn , in Progress

 
bullet Start     Flug und Endanflug
bulletFlugbahn der SCUD  ( NVA )
bulletRaketenabwehr und Probleme
bullet Trennung Rakete und Täuschkörper durch RADAR
bulletPlasma
bulletjamming
bullet Pendeln  und "Korkenzieher "im Endanflug ?
bulletAblage    und Fehler im Treffpunkt

 

bulletWetterradar          weather radar ( LUNA system)
bulletFlugbahnberechnung  Rechenbeispiele     calculating trajektory
bulletSysteme
bulletISKANDER
bulletFROG / LUNA
bulletSCUD Flugbahn

 

      

*Taktische Boden Boden Flugkörper.

Historische Entwicklung. Ursprünglich Teil  
der Artillerie und zur Unterstützung der 
Landstreitkräfte entwickelt begann mit
neuer Technologie und Truppenerfahrung
eine weitere und nachhaltige Entwicklung         
zur eigenen Teilstreitkraft in Russland.

Typische Boden Boden FK hatten eine  
Reichweite von 30- 70 Km und relativ  
einfache Handhabung.
Mit der weiteren Entwicklung nach den 
Forderungen der Militärs entstanden 
Flugkörper mit Reichweiten bis 600 Km. 
Diese ließen sich in die taktischen 
Russlands Szenarien der Militärischen   
Doktrin und seiner Verbündeten einbauen .

Die militärische und politische Bedeutung 
stieg durch Einbau taktischer Kernwaffen 
und chemischer Gefechtsköpfe ins
unermessliche. Nun war man in der Lage
Massenvernichtungsmittel ohne 
Abwehrmöglichkeit
in Feindesland zu transportieren.

Russland verkauft seit den70er Jahren 
TBM in alle Welt. 
Die Technologie wurde durch jahrelanges
Studium und eifrigen Nachbau kopiert und verbessert. 
Heute sind Entwicklungsländer bzw. Länder
mit einem Mindestindustriestandart in 
der Lage , gekaufte TBM zu "verbessern".

TBM haben  militärische Bedeutung.

Mit TBM lassen sich politische , militärische
und industrielle Zentren aus der Ferne bekämpfen.

Die Abwehr , oder der Versuch der Abwehr
ist immer ein Politikum und erfordert einen 
technischen  großen Aufwand.

Ein sehr gutes Buch ( mit Mathematik ) :

Einführung in die Ballistik, Raketen und Raketenballistik.  
Prof. Dr. Wolff .Deutscher Militärverlag. Berlin 1964. 
Alles über Flugbahnen und Kinematik der Raketen
und TBMs

                                                                                     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                    

                            

 taktics

 

Taktik 

Die Einheiten der takt. Raketentruppen benötigen Zeitvorläufe für den Start de TBM Raketen.
Zuerst müssen Einsatzräume bezogen werden , Raketen montiert und betankt werden.
Nach Erhalt der Einsatzbefehle beziehen die Truppen die Räume für den vorgesehenen Abschuss.
Nach Verlegung in diese Räume wird innerhalb Stunden  die Starbereitschaft 
hergestellt.
Abschüsse erfolgen einzeln oder als Salvo. Nach dem Abschuss verlegen die Einheiten zum
Nachladen in den Technischen Raum  und beziehen später wieder ( neue ) Abschussstellungen.
Innerhalb Stunden können dann erneut TBM gegen Ziele gestartet werden.

  SS21   "Toschka"

                                                                                    

                                                                                     

Flugbahnen von TBM

Die Flugbahnen takt. ballistischer  
Flugkörperlassen sich berechnen. 
Schwierigkeiten entstehen durch:

Sehr kurze Flugzeiten , besonders der 
absteigende Ast der Flugbahn  
ist für die Raketenabwehr zeitkritisch.

Die Flugbahn lässt sich  vorhersagen.
( sowie das Einschlaggebiet,   Ellipse )

Siehe auch: 
Einführung in die Ballistik, Raketen und                  
Raketenballistik.  
Prof. Dr. Wolff  1964

Durch Abbremsung der TBM ( negative 
Beschleunigungen )
bzw. die unregelmäßige Abbremsung
verbunden mit Taumelbewegungen des  
eintretenden Flugkörpers kommt es zu
ständigen Bahnveränderungen.

Der  Gefechtskopf fliegt schneller 
als sich lösende und  abgesprengte  
Teile der Endstufe und Täuschkörper.

Rechengerät und Radar ermitteln die  
negativen Beschleunigungen dieser
Teile und bestimmenden den 
eigentlichen Gefechtskopf.

Bei Eintrittsgeschwindigkeiten
Mach 3- 5 werden diese Prozesse
zeitkritisch.

Die Möglichkeiten von Radar bezüglich 
Reichweite diese Objekte mit geringer 
effektiver Reflexionsfläche
unter fading aufzufassen sind begrenzt. 

Die Flugbahnen fallender und  
ungelenkter TBM sind ballistisch.  
Es kommt zusätzlich der Einfluss
der abbremsenden Atmosphäre
hinzu und diese verfälscht die
ballistische Flugbahn.

Entgegen landläufiger Meinung
werden diese Flugbahnen nicht
" loftet oder  depressed "
geschossen.

Eintrittswinkel solcher ungelenkter Raketen 
sollten sich zwischen 45 und 80 ° für den 
Endabschnitt bewegen.

Theoretisch ist es  möglich "depressed" die 
Reichweite zu verkürzen.  
"depressed" ist für reaktive Geschosse der 
Artillerie möglich, wird nicht  für ungelenkte 
TBM Raketen angewendet . ( SCUD )

Diese vertragen konstruktiv nur einen 
bestimmten Winkel der
Abweichung von der Senkrechten beim Start
und würden zerbrechen.

"loftet" ist eine Möglichkeit die Reichweite
( zu verkürzen ) zu beeinflussen, in dem die 
Rakete höher steigt
und mit weniger Vortrieb in der Entfernung 
auf ein näheres Ziel fällt.

Praktisch wird aber die Reichweite von TBM über
die Betankung und über die Laufzeit der Pumpen für 
den Treibstoff geregelt.

Die Truppen der TBM  kennen im übrigen 
solche Begriffe wie" lofted" oder" depressed" nicht .

Die Erdrotation hat auf die Flugbahn 
einen berechenbaren Einfluss ebenso wie Wind
in verschiedenen Höhenschichten,
Luftdichte und Temperatur.

Typische Ablagen für ungelenkte TBM 
( bis 1000 Km Reichweite ) liegen um 300 m.

 

          

 

 Beschleunigung/ boost
                     freier  Flug / midcourse
                                             Endanflug/ terminal


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                            © 2004 Peter Skarus

                                                                                    

 

Die Reichweite von flüssig getriebenen TBM kann über die Brennschlussgeschwindigkeit
eingestellt werden. Bei Erreichen einer bestimmten ( berechenbaren ) Geschwindigkeit der
Rakete wird der Motor abgestellt. Die Brennschlussgeschwindigkeit kann durch Messung
der anliegenden Beschleunigung gemessen werden. ( Integration über die Beschleunigung  )

 

               

            Typische Flugbahn mit Start und Beschleunigung ( 10- 45 ° Neigung, 
            Freier Flug ohne Raketenmotor und Endanflug mit Winkeln auf das 
            Ziel um 45 - 80 ° 

 

Die Abhängigkeit der Reichweite von der Brennschlussgeschwindigkeit/ zeitlicher
Länge der Beschleunigungsphase. dh. , je länger das Triebwerk arbeitet , desto
größer wird  die Reichweite , aber auch die Flughöhe , Scheitelpunkt  ) steigt an.
Die Flugzeit als solches nimmt zu , aber auch die Eintrittsgeschwindigkeit auf
dem absteigenden Ast und Annäherungsgeschwindigkeit zum Bodenziel / bzw.
zum System der Raketenabwehr.

Die Reichweite / Entfernung wird bei TBM offensichtlich im Bereich der Überhöhung
( looftet ) und Neigung der Flugbahn auf dem ansteigendem Ast gesteuert.

                     

                                            lofted , überhöht geschossen

 

 

bullet Start und Beschleunigungsphase

 

Ich behaupte als Standart- Neigung in der Beschleunigungsphase einen konstanten Winkel
von 45 ° und :

Die Reichweite wird  über die Geschwindigkeit im Brennschluss geregelt.
Verkürzung der Reichweite findet möglicherweise auch über die Beschleunigungszeit statt.
                                             
(Siehe Bild der Flugbahn der A4 )

Über die zu erreichende Höhe bis zur Einnahme der Neigung und Flugwinkel ( bzw. Flugdauer )
liegen mir ( noch ) keine Erkenntnisse vor. Auf alle Fälle werden durch diese Höhe Formeln
zur Flugbahnberechnung komplizierter.

Der Winkel von 45 ° verursacht eine quer liegende Ellipse ( ! ) für die Abweichung ( CEP )
im Treffpunkt .
Möglicherweise war das unseren deutschen Raketenpionieren der A4 bereits in den 40erJahren
bekannt.  ( Fehler in Schussrichtung ist hier minimal . )
                
Näheres bei // Ablage im Treffpunk für TBM.

Bei Nichteinnahme der Bahnneigung sollen A4 Flugkörper in der Erprobungsphase
in der Nähe des Startisches wieder aufgeschlagen sein.    ( nach seitlicher  Windabdrifft )

Möglicherweise befinden sich an Bord von TBM einige Sicherheitsmechanismen , die
Abweichungen der Flugbahn feststellen und die TBM im Flug zerstören.
( Ariane , SOJUS TM )

Möglicherweise lassen sich deswegen  theoretisch mögliche , aber technisch nicht umsetzbare
Flugbahnen von TBM praktisch nicht fliegen. ( depressed Flugbahnen )
 

   Deutsche A4     Quelle Bild : Wörterbuch zur Deutschen Militärgeschichte . Militärverlag DDR 1985                                                                                                 

1     Sprengladung
2     mechanischer Zünder 3 elektrischer Zünder
4     automatische Kreiselsteuerung
5     Leitstrahl u. Funkkommando Geräte
6     Methylalkohol
7     Zuleitung
8     Sauerstoff , flüssig
9     Zwischenbehälter Sauerstoff
10   Turbinen u. Pumpen
11    Abdampf
12    Sauerstoffhauptventil
13    Verbrennungskammer
14    Luftruder
15    Strahlruder
16    Alkohohl Hauptventil


                        Luftruder

                          Strahlruder

 

Nach dem Start werden durch die Luftruder ( 14 ) der einzunehmende Flugwinkel in
Schussrichtung ( zB. 45 ° ) eingenommen.
Über die Strahlruder ( 15 ) wird nun diese Lage beibehalten. Der Autopilot / über
Leitstrahl / Funkkommando -Gerät hält diesen Winkel. Abweichungen werden durch
den Kreisel festgestellt und über die Strahlruder abgestellt.

Der Kreisel stellt die Beschleunigung fest und über eine Elektrotechnik wird
über Integration die Geschwindigkeit berechnet.

Bei erreichen der vorausberechneten Geschwindigkeit werden die Pumpen abgestellt, die
Freiflugphase beginnt.


 



 

 

Start

Brennschluss

Raketenmotor arbeitet, Beschleunigung

Einnahme Flugbahnwinkel

freier Flug

 

 

                            

                                    

                      Flugbahn der deutschen V2. ( A4 )

          © 2005 www.peters-ada.de    White Sands Missile Range Museum , NM , bei El Paso
          Erlaubnis zum fotografieren wurde gegeben.      
http://www.wsmr.army.mil/   
 

        Sehr gut sieht man Steuerung der Reichweite über den
        Brennschluss und Überhöhung der Flugbahn.

        Der Eintrittswinkel ist immer gleich.

        Der Startwinkel ist immer gleich.

        Aus der Sicht des RADAR sieht die Flugbahn jedes Mal anders aus, möglicherweise
        sind so die Begriffe "looftet "und "depressed " entstanden.

                      

                                                             1, 2  Brennschluss 

 

 

Bei Schiessen der Fla Raketentruppe der NVA ( DDR ) wurde auf normale
Flugabwehr Raketen als Zieldarstellung geschossen. (TBM Abwehr bzw.
Training der Abwehr von Marschflugkörpern )
Diese Flugbahnen waren "depressed." ( 400 m/s . Aufstieg auf 2000m und Anflug
auf Gefechtsordnung.)

          depressed trajektory  für reaktive Geschosse    oder Feststoff- Raketen .

Allerdings sind Flugabwehrraketen  für Manöver bis  30 g konstruktiv ausgelegt.

"Depresste" Flugbahnen sind  vom Schiessplatz in Russland, in Ashuluk bekannt.

Hier wurden modifizierte Flugabwehrraketen ( S25 Berkuit )
flach geschossen, bzw. Belka Flugkörper mit Gipfelhöhe 2000 m und Geschwindigkeit
im Überschall geschossen.

Diese wurden durch die Flugabwehrsysteme S 125 NEVA ( SA3 ) und S 75 Wolchow ( SA2 )
seit den 70er Jahren bekämpft.

Es handelt sich um Flugabwehrraketen , die für diese Belastungen ( Lenkmanöver )
konstruiert wurden. Normale TBM  ( SCUD , flüssig getrieben zerbrechen wahrscheinlich )

Depressed Flugbahnen verursachen für den CEP eine Längsellipse .( Im Gegensatz zu 45 °
Abschuss eine Querellipse und geringere Fehler in Schussrichtung ).

Für in der Endanflugphase lenkbare TBM ist dieses Argument allerdings hinfällig.
 

        

Bei feststoffgetriebenen TBM muss die Reichweite über den Start und Abflugwinkel
geregelt werden.

Da die Brenndauer konstruktiv und für die Reichweite auskalkuliert vorliegt,
und nicht zu steuern ist - kann die Reichweite nur über den Startwinkel
geregelt werden.

Teilweise werden wie auf Bildern von TBM zu sehen ist ,flache Winkel
der Abschussschiene eingestellt. ( taktische und Kurzstrecken Raketen )

Für Mittelstrecken und U Boot Raketen wird der senkrechte Start mit
späterem Neigen für die Beschleunigungs- Phase in die Zielrichtung
bevorzugt.

Ob Kurzstrecken TBM ( 50 - 600 Km Reichweite ) möglicherweise auf depressed  oder
looftet Flugbahnen fliegen ist mir ( noch ) nicht bekannt.
 

 

Flugbahn SCUD Raketen der ehemaligen NVA

Start .
Nach 3 Sekunden Triebwerkdauer erfolgt Abschwenken in 45 ° Flug.( Luftruder )
Die Fluglageregelung erfolgt über 3 Kreisel, ein Kreisel integriert über die Beschleunigung
die Geschwindigkeit und stellt erforderliche Brennschlussgeschwindigkeit fest.

Die Reichweite wird über Brennschlussgeschwindigkeit V0 erreicht und nicht über
die Dauer der Beschleunigung.

Der Treibstoff ( 2 Komponenten Oxydator und Treibstoff wird reichlich bemessen .
Es verbleibt ein Rest nach Brennschluss ( die Bedeutung dessen konnte ich noch
nicht ergründen)
Ein Teil wird nach Brennschluss ausgeblasen und erzeugt eine Rotationsbewegung um
Längsachse.

Während der Beschleunigung erfolgt Lageregelung 45 ° über Strahlruder ( nicht über
Luftruder ).

Bei Überschreiten einer Abweichung von +- 10 ° zerlegt ein Sicherungsmechanismus
die Rakete ( Flugbahnabweichung. )
Über Luftbremse ( noch nicht ergründet ) lässt sich ebenfalls die Reichweite steuern .

 

Informationen habe ich von SCUD "Raketensoldaten "  Ich suche und Informationen.
Die Flugbahn lässt sich mit Mathe 11 Klasse leicht berechnen.
Was mir fehlt : wie hoch ist die TBM nach den 3 Sekunden , Wie lässt sich der
Luftwiderstand einfügen.
Muss ich die Formel für die veränderliche 9,81 benutzen ? ( oder ist das Vernachlässigbar )
Ist der Einschlagwinkel 45 ° ?

Peter Skarus
 

 

 

bulletFreier Flug , Mid course 

 

Nach Abschalten des Raketenmotors / Ausbrennen fliegt der Flugkörper
als ballistischer Körper auf Grund seiner Trägheit weiter. Er steigt bis zum Scheitelpunkt
und fällt danach wieder Richtung Erdoberfläche. Oberhalb der Erdatmosphäre
wirken keine Kräfte auf den Flugkörper.

Es gibt zum Verhalten der Rakete / Gefechtskopf verschiedenen Theorien.

Auf dem aufsteigendem Ast und Beschleunigungsphase wirken
Kräfte auf den Flugkörper ein ,um diesen im Winkel und in der Lage zu halten.
( Strahlruder ) Je nach Konstruktion sind Druckpunkt aller angreifenden Kräfte und
Schwerpunkt verschieden .

Zusätzlich  entsteht Auftrieb am Raketenkörper innerhalb der Atmosphäre.
Diese Kräfte werden durch die Strahlruder kompensiert.
( das Problem der Schwerpunkte wird beim Raketenmodellbau in diverser
Literatur ausführlich beschrieben und beinhaltet die Stabilität während des Fluges. )

Nach Einstellen der Arbeit des Motors gibt es keine Möglichkeiten der Lagekorrektur.
( Strahlruder bzw. aerodynamische Ruder in größeren Höhen ).

Die Rakete / Kopf überschlägt sich , fliegt dabei weiterhin auf einer ballistischen Flugbahn.
Einführung in die Ballistik, Raketen und Raketenballistik.  
Prof. Dr. Wolff .Deutscher Militärverlag. Berlin 1964. Seite 300 beschrieben und erwähnt.

Das Überschlagen soll ab einer Flughöhe von 100 km abnehmen ( mit dem Eindringen in die
Atmosphäre ) und in Pendeln übergehen.

Möglicherweise lässt sich das Überschlagen durch Rotation um die Längsachse unterdrücken.

Nach einer anderen Theorie behält der Flugkörper seine Lage im Raum mit dem Startwinkel
bei und mit Eindringen in die Atmosphäre findet Ausrichtung mit Spitze nach unten
wegen der aerodynamischen Kräfte statt.

Während der Freiflugphase wirkt in Schussrichtung der Vektor für die Geschwindigkeit.
Dieser Vektor nimmt mit Annäherung zum Ziel ab , während der Vektor für die Geschwindigkeit
in  zunimmt. Auf diesen wirkt die normale Schwerkraft.
 

 

Aus der Sicht eines Radar nimmt die Annäherungsgeschwindigkeit ab und die Fallgeschwindigkeit
zu.

Überschlagen während der Freiflug - Phase könnte der Raketenabwehr Probleme bereiten, da
sich die effektive Reflexionsfläche für RADAR ständig ändert und Tracking unter diesem
fading möglicherweise Probleme bereitet.
Ob sich Kurzstrecken TBM bis ca. 600 - 1000 Km überschlagen , ist mir ( noch ) nicht
bekannt .

 

bulletEndanflug , terminal

         wird mit Raketenabwehr und Probleme behandelt.

 

bullet Raketenabwehr und Probleme

 

                                     Ballistischer Koeffizient

Im Golfkrieg I schoss das Lufthabwehrsystem Patriot nach Vernichtung der TBM auf
weiter fliegende Trümmerstücke weiter.

Dieses Problem betrifft auch die seit den 60er Jahren existierende Raketenabwehr.
Wie kann man die Rakete von Trümmerstücken und Täuschkörpern auseinander halten ?
Dafür wurde der ballistische Koeffizient eingeführt.
( "Funkelektronischer Kampf" , Militärverlag DDR  1984 , aus dem russ.    Seite 222)

Der Begriff ballistischer Koeffizient wird in diesem Buch auch so genannt. Mir ist bekannt , das
heutige Waffensysteme den gleichen Begriff und Wortlaut verwenden.


Betrachtet werden Masse und Geometrische Ausmaße des eindringenden Flugkörpers.

Die geometrischen Ausmaße , wie sie sich für das Radar darstellen
( effektive Reflexionsfläche ) lassen sich manipulieren. So ist es mit Attrappen ,
Chaff und Winkelreflektoren möglich , gleiche Ausmaße ( für RADAR ) zu erzeugen.

Scheinziele können mit dem  Gefechtskopf ausgeworfen werden , um die
Überlebenswahrscheinlichkeit gegen die Raketenabwehr zu erhöhen .

Nach "Funkelektronischer Kampf" fliegen diese Attrappen bis in Höhen von 20 km
mit dem Gefechtskopf mit und erschweren die Raketenabwehr.

Untersucht wird mit dem ballistischen Koeffizienten , wie sich der Körper mit seiner
Masse in Bezug auf seine Querschnittsfläche unter Abbremsung verhält.( neg. Beschleunigung)

Gemessen wird fortlaufend die Entfernung . Berechnet wird daraus die Geschwindigkeit
und durch Integration ( 1. Ableitung ) die Beschleunigung ( negativ , weil Abbremsung).
Die 2. Ableitung ist die Änderung der Beschleunigung.

Bei einem Koeffizienten von 1 für das Masse / Flächeverhältnis einer einfliegenden SCUD werden Teile hinter dem Flugkörper zurückbleiben oder voraus fliegen.

Die Einheit oder Zahl ist unerheblich, wenn nur einmal durch Messung diese Eigenschaft einer TBM festgestellt wird . ( oder berechnet wird. )

Die Software ist anpassbar, so dass neue Typen von TBM einstellbar sind.

Schwere Köper bremsen auf Grund Trägheit weniger ab , als solche mit großer ( realer )
Fläche und geringere Masse.  ( Täuscher )
Täuschkörper und Scheinziele mit gleicher Masse und Ausmaßen wie die TBM lassen
sich nicht auseinander halten ; machen aber keinen Sinn . Mann kann dafür auch
scharfe Gefechtsköpfe fliegen lassen.

Typischerweise werden aber viele kleine Scheinziele ausgestoßen ( mit einer effektiven
Radarreflexionsfläche ) um den Gefechtskopf in einer großen Anzahl von Scheinzielen
zu verstecken.
ein einzelner Körper mit abweichendem ball. Koeffizienten unter einer Masse von
anderen Körpern mit annähernd gleichen könnte der Gefechtskopf sein.
Möglich wäre es auch zB. 3 Körper mit gleichem Koeffizienten auszusortieren .
3fach Gefechtskopf )
 

Laut " Funkelektronischer Kampf " Seite 223 ist bei einem Unterschied im Masseverhältnis
von 20 der Unterschied in den Flugbahnen erst ab Höhen von 80 - 60 Km festzustellen.

Es können nur Scheinziele von der Richtigen Rakete/ Gefechtskopf unterschieden
werden und der Booster , der Raketenmotor und Träger vom Kopf unterschieden werden.



Klassifizierung kann nur durch Rückrechnung der Flugbahn über den Eintrittswinkel ,
Geschwindigkeit und dann über Schussentfernung durchgeführt werden.


 

 

                                              Plasma

Durch Reibung im Überschallbereich entsteht Plasma . ( Ionisation. )
So wie Kernwaffendetonationen wegen der Ionisation der Luft auf Radargeräten sichtbar sind , sind auch Plasma durch Reflexion an diesem sichtbar.

Nachfolgende , in der Plasma - Spur des ersten Eindringkörpers fliegende Gefechtsköpfe
werden ( möglicherweise ) nicht vom Radar gesehen.

Laut " Funkelektronischer Kampf " beträgt die Zerfallszeit von Plasma 2 sec. und sollte deswegen bei einer Geschwindigkeit von 600 M/s eine Länge von 12 Km haben . ( S. 225  )

Es wird in der Literatur eine Reflexionsfläche von 100 - 200 qm angegeben.   ( siehe da )

Maßnahmen zur Erhöhung der Ionisation von einfliegenden Gefechtsköpfen machen
deswegen Sinn.

Plasma verzerrt das Antennenrichtdiagramm und liefert fehlerhafte Winkel und
Entfernungswerte.

Die beim Pershing Flugkörper vorhandenen Gasgeneratoren haben ( nach meiner laienhaften
Vorstellung ) die Aufgabe Plasma zu erzeugen und nicht einen Drall des Flugkörpers zu
bewirken.

( wie sollen bei Drall die Systeme der Selbstlenkung auf das Ziel via RADAR , Optik
etc. funktionieren, ? Auch lassen sich durch Gaskarttuschen nicht die notwendigen Kräfte aufbringen)

Ob bei Kurzstrecken TBM 50 bis 600- max.1000 Km überhaupt Plasma -Effekte auftreten
ist mir nicht bekannt.


 

 

                                               jamming und stealth

Technisch ist es möglich die Radarsysteme der Raketenabwehr elektronisch zu behindern.
( Polaris A1 und A2 mit Magnetron )
Möglich ist der Ausstoß von metallisierten aufblasbaren Körpern, und Chaff.
Da sich die ballistischen Koeffizienten ( Masse - Fläche ) deutlich unterscheiden,
wirken solche Maßnahmen als unterstützende Maßnahmen gegen die
Raketenabwehr.
Größere Schwierigkeiten für die Raketenabwehr sind nicht reflektierende Schutzüberzüge.
Diese verringern die Auffassmöglichkeiten für RADAR beträchtlich.
Bewusst werden bei der Gestaltung von Gefechtsköpfen kleine Radien und Abmessungen gewählt.
Die Auffassung durch RADAR wird so erschwert.
 

 

          Pendeln der Rakete im Endanflug ,    veränderliche Flugbahn

Amerikaner berichteten bei der Abwehr von irakischen SCUD Flugkörpern 1991 von
unruhigen und "Korkenzieher" Anflügen dieser TBM.

Ursache hierfür sind veränderte Scherpunktverhältnisse bei Verbrach der Raketentreibstoffe.
Der Schwerpunkt der Rakete und der Angriffspunkt aller aerodynamischen Kräfte liegen auseinander.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Solche Effekte sind sicherlich nicht gewollt und verschlechtern die Trefferwahrscheinlichkeit auf ausgewählte Bodenziele durch Erhöhung der Ablage ( CEP )

In "Raketenballistik "   ( Prof. Wolff, 1964 Militärverlag NVA  S. 300 ) werden diese
Schwingungen beschrieben.  In 30 km Höhe betragen diese noch immer 10 % .

Die Flugbahn ist damit ähnlich einer Spirale. Möglicherweise lassen sich durch
Drall eine gewisse Stabilisierung erreichen und der CEP verringern.

Vom amerikanischen Raketensystem Honest John ( 60er Jahre ) ist eine
Rotation durch den Raketenmotor ( Düsen im vorderen Teil der Rakete ) bekannt.

Masseschwerpunkt

aerodynamischer und geometrischer Schwerpunkt

kinematische , errechnete Flugbahn
target , Ziel
CEP
seitliches Schieben


 

 

 

 

 

 

Bild : © 2004 Peter Skarus , 02/2005

Durch Pendeln kommt es zu erhöhter Ablage. Dafür verantwortlich sind
Veränderungen an der Konstruktion um Z.B. Reichweiteverbesserungen durchzuführen .( irakische SCUD )
 

 

Der Zeitraum vom ersten Erfassen durch RADAR bis zum Einschlag kann > xx  min sein.
Die erste Auffassentfernung hängt neben der Senderleistung von der Empfindlichkeit der
Empfangsanlage ab.
Da Raketenabwehrsysteme seit den 60er Jahren auf elektronischer Strahlschwenkung
basieren kommen zusätzliche Faktoren auf das erstmalige Auffassen hinzu:
Regelmäßiges abscannen des Luftraumes lässt einfliegende Raketen nach Zeitverzögerung
erkennen. Abhilfe : "Fächer" die durchflogen werden oder Voreinweisdung des RADAR mit
seinem Beam ( oder Beams ) auf den voraussichtlichen Einflug beim Raketenabwehrsystem.
Da bei diesen Systemen die Hardware über Software gesteuert wird , lassen sich Anpassungen auf neue Verfahren und Bedrohungen anpassen.
Probleme bereiten aber Scheinziele und einfliegende Systemen die das RADAR elektronisch
stören , bzw. passiv stören ( Chaff , Reflexionsziele und Plasmageneratoren )

 

                                     Ablage von TBM im Treffpunkt

Abweichungen im Treffpunk entstehen durch äußere Einflüsse:
Wetter , Lufttemperatur ( Dichte ) Wind .
Toleranzen in der Fertigung der Flugkörper .

Hauptsächlich entscheiden Anfangsbedingungen beim Start und Beschleunigung
über die Genauigkeit im Treffpunkt.

Wind während der Aufstiegsphase versetzt den Flugkörper oder lässt diesen in den
Wind fliegen.    ( Abhängig von Schwerpunkt und Druckpunkt , konstruktiv bedingt.
( Das wird sehr gut in der Literatur über Raketenmodellbau erklärt. )

Die genaue Einnahme der Neigung im Höhenwinkel im Minutenbereich ( 1/60 ° )
ist entscheidend für die Ablage.

Genauso wichtig ist die Bestimmung des Brennschluss für flüssig getriebene Raketen,
bzw. der genaue Startwinkel für mit Feststoff getriebene Raketen.

Die Ablage kann mit Ellipsen beschrieben werden.
Eine "runde " Ablage entsteht durch statische Fehler

Für den länglichen teil der Ellipse sind dynamische Fehler verantwortlich.

Der Flugkörper ist ein Regelkreis , Abweichungen vom Sollwert werden bestimmt ,
erkannt und abgearbeitet. Diese Zeitverzögerungen und Ungenauigkeiten bewirken
Lenkfehler und zusätzliche Ablagen im Treffpunkt.

Entgegen landläufiger Meinung aus der Fla Rak Welt und Raketenabwehr ist die
Längsstreuung nicht wie in der Artillerie in Schussrichtung , sondern ist abhängig
vom Abschusswinkel und bei 45 ° eine Quer Ellipse ( ! )

Die Mathematik wird hierfür in Raketenballistik , Prof. Wolff , Militärverlag 1964 ,
Seite 222 ) ausführlich beschrieben .

Das Problem der Seitenstreuungen ist hier ab Seite 192 beschrieben. Diese sind scheinbar
abhängig von  Schussweite und Schusswinkel und lassen sich berechnen.

Seitenstreuungen sind größer als Längsstreuungen bei Raketen. ( im Gegensatz zu
Artillerie und Granaten .

Der Einfluss der Erdrotation ist erheblich und muss beim Kalkulieren von
Schussbahnen eingerechnet werden. ( Seite 291 ) Ebenso ist wichtig in welche Richtung
( entgegen Rotation oder nicht ) geschossen wird.

Dies alles geht in die Ablagebetrachtung (CEP ) ein.

 Die Ellipsen und Fehlerablagen sind abhängig vom Startwinkel.
 Die 45 ° Startlage verursacht geringere Fehlerablagen in der
 Entfernung als Flache Bahnen. Bei Granaten und Kanonen ist es umgekehrt.

 

Literatur und Nachlesen : Flug von Raketen , Fehler und Statistik

Neopokojew, Schiessen mit Fla Raketen Militärverlag NVA 1974
Geräte zur Lenkung von Fla Raketen ,Demidow , Militärverlag 1978
Raketenballistik , Prof. Wolff , Militärverlag 1964


Text und Bilder :   
Peter Skarus      Dipl. Ing. (FH)  © 2004 Peter Skarus , 02/2005

 

                                                                    

 

Mögliche Merkmale des bevorstehenden  Einsatzes von TBM

Alle Typen von Boden Boden Flugkörpern benötigen neben genauen Koordinaten
(eigenerer Standort ) zusätzlich Wetterdaten für große Höhen und diverse zusätzliche Angaben wie 
Windgeschwindigkeit etc.
Dazu werden mit Wasserstoff  gefüllte Wetterballons gestartet (Brigadeebene). Mit Wetterradar
werden die atmosphärische Bedingungen bzw. der Ballon untersucht und beobachtet.
Diese Daten (nicht älter als 2 Stunden) werden benötigt um die Treffgenauigkeit im Zielgebiet
zu erreichen.

Die Abstrahlung des Wetterradar kann als Anhalt für baldigen Verschuss von ballistischen
Flugkörpern angesehen werden und als Warnung für die bodengebundene Raketenabwehr
genutzt werden. Taktik

 

 

 systems

 

bulletIskander M , E           Kurzstreckenrakete    Russland       2005
bulletBULAWA

 


         Wetterradar  Systems FROG 7  / LUNA 

wpe1.jpg (26474 Byte)   wpe1.jpg (5073 Byte)  wpe3.jpg (7352 Byte)  

ARMS 1 Meteorologische Station 

misst Temperatur und Windgeschwindigkeiten bis in Höhen von 30 km. 

Erstellt Spezialwettermeldung für taktische Raketentruppe (u.a.)
Messentfernung 150 km, Leistung möglicherweise 10 Kw Puls geschätzt.

Bild    Dipl. Ing (FH) Christian Wolf    mit freundlicher Genehmigung   

 

Vorschrift und Lernunterlage der Wehrmacht ( nicht Luftwaffe ) zu A4 ( V2 Rakete )

                                     Foto : Autor , im  Besitz der Vorschrift .

 

 

Flugbahnberechnung  calculating trajektory

    

 

 

Gefechtsordnung   

 vorhanden , in Einarbeitung.

     

bullet Temperaturempfindlichkeit

 

Feststoffmotoren sind temperaturempfindlich.
Die Brenndauer ist von der Außentemperatur und damit der Anfangstemperatur im
Raketenmotor abhängig.
Üblich sind  , um diese Abhängigkeit zu kompensieren :
Veränderung des Schubkegels im Raketenmotor in Abhängigkeit der Temperatur ( S 125 NEVA , SA3 )
Beschichtung der Flugkörper mit abweisender Farbe , Beschichtung    ( S 125 NEVA , SA3 )
Beheizung auf optimale Temperatur des Raketenmotors durch elektrische Heizung ( PATRIOT )

 

Die Verbrennung eine Feststoffmotors hängt neben vielen Faktoren auch von der Starttemperatur zu Beginn der Verbrennung ab.

Raketenmotoren sind temperaturempfindlich.

Im militärischen Bereich wird mit elektrischem Vorheizen des Treibstoffes optimale Start - Brenn- Temperatur eingestellt. ( PATRIOT )

Mit zunehmender Temperatur brennt der Treibsatz ( im Inneren ) schneller. Der Gesamtimpuls ändert sich nicht , es verringert sich dafür die Brenndauer und der Brennkammerdruck steigt.
Üblich im militärischen Bereich ist eine Anpassung des Kegels im Motor an die Außentemperatur / Temperatur des Treibstoffes ( SA3 S 125 NEVA)

Einführung in die Ballistik, Raketen und Raketenballistik.  
Prof. Dr. Wolff .Deutscher Militärverlag. Berlin 1964. 

                                                                       

                  

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