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                                41.Fla-Raketenbrigade Ladeburg        

                                                   

 

    aktuelle Artikel :

 

    Februar 2012

    Statement    Peters ADA   zur 41. FRB

 

Die Fla Raketenbrigade 41 hatte in den Jahren 1985 bis 1990 mit sich selbst zu tun.

Im Dezember 1985 wurden via Eisenbahn 3 nagelneue Fla Raketenkomplexe S 125 Neva M1 ausgeladen. In Fehrbelin wurden von russ. Werksvertreter die Systeme an die 3 KC der FRA 4132 , 4133 und 4131 übergebenen.

Die nächsten 6 Monate wurde nur geübt. Die Trainingskabine AKKORD wurde rundum in alle 4 neuen Stellungen gefahren Bereits  1986 fuhren die 4133 und 34 zum Schiessen auf das Staatspolygon nach Russland. die beiden anderen Feuerabteilungen ebenso.

Die Jahre bis 1990 ging es für die NEVA Abteilungen   darum ernst genommen zu werden. Keine der 4 Feuereinheiten ( ! ) war im DHS . Es ging all die Jahre darum sich in die 41. zu integrieren .

Die 41. FRB war all die Jahre mit sich selbst beschäftigt. Als das AFS   im Jahr 1986 eingeführt wurde ging es die nächsten 2 Jahre darum das System zu verstehen zu bedienen und alltäglich werden zu lassen .

 

Nein , in der 41. FRB gab es keine Fliegerleitoffiziere.   Das System der automatischen Feuerleitung   ( AFS ) erlaubte ua. auch die Führung von

Jagdflugzeugen innerhalb einer  Fla Raketenbrigade. In der DDR / NVA wurde das nicht praktiziert.

Im täglichen Dienst und den täglichen Überprüfungen des AFS ( jeden Morgen ab 7 Uhr ) wurde das AFS auf Festziele ( vorgegebene ) auf Funktion überprüft.

Bei Übungen am Standort wurden Flugzeuge im Korridor ( zivile Verkehrsmaschinen ) über das AFS zugewiesen. 

Nur einmal innerhalb 5 Jahren wurde bei einer Überprüfung ( angekündigt ) eine Formation von 4 Flugzeugen MIG 21 gegen die 41. FRB über AFS ein Ziel der 4133 zugewiesen. Das Ziel wurde nicht aufgefasst. Es kam aus Norden und da war der Deckungswinkel wegen dem Wald bei 5 ° . Es gab die Aufforderung durch die Brigade den Deckungswinkel via TVK zu bestimmen. Haben wir gemacht. Alle wussten , dass die Stellung auf dem Berg ( ! )  nach Norden und Osten keine Ziele auffassen konnte. Das wurde nie verfolgt ... keiner  sagte  etwas...

 

Die 41. FRB arbeitete  nicht ( ! ) mit den Truppen der Luftverteidigung der russischen Streitkräfte ( GSSD ) zusammen. Die 41. FRB führte ihre 9 Feuerabeilungen und war an die 1.LVD angebunden.

Die 1. LVD war direkt mit der zentralen Führung der Luftverteidigung  in Minsk verbunden.   Auch die 1. LVD wurde noch von Deutschen geführt.

Zusammenarbeit mit der GSSD wurde weder im DHS noch sonst wie praktiziert.  In den Jahren 86 oder 87 gab es ein Treffen der 4133 und der

4132 bei einer russischen S 125 NEVA Einheit  in Bärenklau ( an der Autobahn. )  Es beruhte auf einer privaten Initiative des Kdr. der 4132 Schönermark.

Außer   " god will " und Vorführung der Funktionskontrolle war nichts.... Das System war alt und heruntergekommen. Unser eigenes war moderner.

Es gab für und Gäste Nudeln mit Schnitzel zum Mittagessen. Das muss die Russen alle Ressourcen und Reserven gefordert haben .

Deren AFS Führungssystem war wie unseres: es hatte den Charme der späten 70er Jahre. Altbacken und so altmodisch.

Flugplätze haben die auch nicht verteidigt. Das AFS war innerhalb des Regimentes ( 5 NEVA Abteilungen ) das technische Führungsmittel für Zielzuweisungen und Einspielung der Tracking Daten der Feuerabteilung rückwärts in das AFS.

Heute wird von " Spezialisten " behauptet , die S 125 NEVA Systeme würden Flugplätze decken . Dabei handelt es sich um Wissen seit den 60er Jahren.

Wir ( ! ) Neva Leute wissen es doch schon immer .Wir waren dabei . Wir haben es gelernt . Wir haben am System S 125 NEVA geschafft .

Nein   Systeme    S 125 NEVA ( NATO SA 3 ) decken eben nicht ( ! ) Flugplätze . Solche Systeme werden immer an prägnanten Stellen aufgebaut . SA 3 Systeme  können gegen Luftziele in 20 m Höhe handeln. In der NVA / DDR wurden im übrigen Flugplätze auch nicht durch die Truppen der Luftverteidigung gedeckt.

Interessant ist aber sie Friedens- Entfaltung der russ. SA 3 Regimenter. Alle liegen in unmittelbarer Nähe von Flugplätzen. Hier gibt es die notwendige

Infrastruktur , die fernmeldetechnische Anbindung für das Führungssystem. Wie die Struktur nach 6 Stunden Krieg ausgesehen hätte weiß kein Deutscher.

Warum die deutschen S 125 Stellungen im Vorfeld von Potsdam aufgestellt wurden kann nur geraten werden. 3 Feuereinheiten haben beste RADAR Sicht

nach Westen und in das Havelland Richtung West.  Zwischen den 3 NEVA Stellungen lagen deutliche 40 Km... Die Fla Raketenabteilungen mittlerer Reichweite  ( S 75 Wolchow , SA 2 ) lagen weit ab . Das Layout der 41. FRB war für eine Verteidigung  von Berlin nicht geeignet.

3 Fla Raketenabteilungen der 41. FRB standen im Norden . 2 FRA standen hinter Berlin ( 1 x SA 2  und einmal SA 3 ).  3  NEVA Abteilungen standen

vor Berlin. Gegenseitiger Schutz und Abdeckung war nicht gegeben. Der Zweck , der Standort , die Aufgabe der 3 NEVAs wurden hinterfragt , es gab keine richtigen Antworten. Warum die 4134 bei Reichenwalde aufgebaut wurde war auch damals ein Rätsel .

Das Berlin von der 20 Gardearmee der Russen gedeckt wurde war immer bekannt. Das mag heutigen " Spezialisten " merkwürdig erscheinen. Fakt ist , dass es in den Jahren 1985 bis 90 ein Standart war und allgemein bekannt war. ( Alle Fla Raketensoldaten der 41. FRB) wissen das ).

Das System des AFS wurde in der 4133 im August 1986 innerhalb 6 Wochen aufgebaut. Die Werksvertreter waren in zivil. Aber alle hatten kurze Haare ...

Das AFS war stationär und nicht verlegebar.

Ein typisches Szenario   ( alle Fla Raketensoldaten der 41. FRB  wissen das ) war : nach Abwehr des ersten massiven Luftschlages verlegen 50 % der

Feuereinheiten in ihre Wechselstellung . Bis dahin wird ua. mit dem AFS geführt. In der Wechselstellung wird herkömmlich über Telefon geführt.

Die Wechselstellungen waren nur dem Kommandeur bekannt. Ganz bewusst wurden mögliche  Stellungen im Umkreis der Stellung ( 3 - 6 Km ) erkundet. Die Wechselstellung wurde nicht ( ! ) erkundet. Diese galt als geheim.

Verlegung des Gefechtsstandes außerhalb der 41. FRB gehören ins Reich der Märchen und Legenden. 

Bei allen jährlichen Verlegungen der 41. FRB nach Liberose wurde die verbleibende 41. FRB am Standort weiter geführt.

Der Wechselgefechtstand führte 2 FRA  S 125 NEVA und 2 FRA  S 75 Wolchow . Damit war der Gefechtstand  an seine ( intellektuellen )  Grenzen angelangt.

Eine ( für mich als Offiziersschüler  lustige ) Begebenheit ereignete  1983 in Liberose. Die     OHS , Sektion 6     ( Offiziersschule der Luftverteidigung aus Kamenz )   verlegte nach Lieberose.   Da waren die richtigen Soldaten. Wir wollte auch mal so werden wie die... ( grins ).

Es gab einen Wolchow und einen NEVA . Es gab ein großes Zelt . Darin  war der Gefechtstand der Schule. Ein Rundsichtgerät , Plexiglasplatten ,                Planzeichner und" gaaaaaaahns"    wichtige  Stabsschranzen...

Das Zielaufkommen beim Realflug war beeindruckend. Es flogen deutsche und russische Maschinen . Die wollten zeigen , wer hier der Cheffe ist.

Wir Offz-Schüler haben wahrgenommen wie unser Sektions-Kdr- Oberst Balcerowiak aus dem Zeklt heraus getragen wurde. Kreislauf.

Das war damals bereits bekannt und deckt sich mit heutigen Erkenntnissen vom dynamischen Fla Raketengefecht : manuelle Führung von Fla Raketenabteilungen  , Zuweisung von Zielen nach Gefühl übersteigt alle intellektuellen Ressourcen .Der Mensch muss versagen , es übersteigt jegliche Vorstellungskraft.  Dafür gibt es Maschinen.

So etwas heißt heute  SAMOC oder automatisches  Führungsystem.

Alle grinsen , es ist das Gespräch der nächsten Tage ... Der Oberst hatte Kreislauf... , der Mensch kann komplexe Vorgänge unter Zeitnot und Stress nicht bewältigen. Nach 20 Minuten war Schluss.... ( grins )

 

Im Feldlager Anbindung an die FUT der 41. über die große Entfernung ( 150 Km ) war nicht möglich. Geführt wurde mit eigenen RADAR Mitteln in Lieberose. Es herrschte Chaos und alles war provisorisch.

Absetzen eines Gefechtstandes außerhalb der Fla Raketenclusters ( Brigade ) wurde bis 1990 nicht geübt und war niemals ( ! ) eine Option .

(Alle Fla Raketensoldaten der 41. FRB ) wissen das )

Die Herauslösung einzelner Fla Raketenabteilungen aus der 41. FRB hätte zur Lähmung der Brigade geführt :

Die Brigade selbst hatte begrenzte Möglichkeiten in Richtung Nord zu handeln. Die 3 SA 3 NEVA Einheiten lagen außerhalb der 41. FRB und waren selbst isoliert  und als einzelne Feuereinheiten tätig.

Die Standorte der 41. FRB zur Unterstützung einer    " Berliner Operation " waren dafür nicht geeignet .

Es wäre ein Stellungswechsel der verbliebenen Kräfte ( 4  Abteilungen Wolchow ) in das westliche Vorfeld von Potsdam notwendig gewesen.

Ohne das AFS Führungssystem wäre die Effektivität der Luftverteidigung einer solchen Operation naturgemäß gering gewesen .

Die Verlegung und Umgruppierung der 41. FRB im Falle einer    " Berliner Operation "  ist illusorisch und wird bis zum heutigen Tag immer wieder von Nichtfachleuten der FRT Truppe behauptet.

Dabei gibt es eine einfache Lösung. Die 41. FRB wäre von der 20. Gardearmee kassiert worden und unter deren direkte Führung genommen worden.

Das war bei den Soldaten der 41. FRB auch so bekannt.  ( Alle Fla Raketensoldaten der 41. FRB) wissen das )

Eine Gruppe russ. Verbindungsoffiziere in den Gefechtstand hätte alle Probleme gelöst. Die Fernmeldeverbindungen wären innerhalb 24 Stunden gelegt worden.

 

Weitere Gerüchte um die Umgestaltung der 41. zu einer einzelnen Brigade... Neuaufstellung einer neuen Division ... Zuordnung der 41. FRB zu einem Luftverteidigungs-Sektor ( das wird heute gern behauptet ) gehören in das Reich der Legenden und Märchen.

Geplant war ( wahrscheinlich seit ca. . 1988 ) die Luftverteidigung umzubauen und Sektoren einzurichten . Dazu kam es bis zum Jahr 1990 nicht. Es muss aber auch gesagt werden , dass solches kein Thema in den Jahren 1985 bis 1990 war ( Alle Fla Raketensoldaten der 41. FRB ) wissen das )

Was  ..   wäre ... hätte ... könnte ... ist nicht von Belang.

Es gab es nicht     und es gab auch für die nähere Zukunft keine Absichten.

 

Nachsatz : weil es immer wieder behauptet wird :

Nein , die 4132 hatte kein Schutzobjekt FRAG 411. Auch der Kdr . ist heute sehr darüber erstaunt.

( Alle Fla Raketensoldaten der 41. FRB wissen das ) . Zum Schutz eines Punkzieles wie FRAG  411 sind für einen Sektor

ca.   6 - 8 Systeme SA 3 notwendig . Man geht dabei von einem Luftangriff mit 4 - 6 Flugzeugen oder 2 - 4 Marschflugkörpern aus.

Bei Rundum- Verteidigung werden ca. 25 Systeme SA 3 benötigt.( Vernichtungswahrscheinlichkeit für 80 % )

 

Peters . Februar 2012.

FRB 41 bei 4133 1985 - 1993 .

 


 

  FRA 4133 in der Zeitung

     Märkische Oderzeitung   http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/263119/

 

     aktuelle Bilder, Video der 41.FRB      September 2011

 

http://www.youtube.com/watch?v=7FPu3LYOEF8

http://www.youtube.com/watch?v=JyFQHs7PGwQ

http://www.youtube.com/watch?v=7uOUqTyblFg
 

 

 

                                                                  

                                                                Jeder kann alles lernen       

                                                                   Rampe mit 20 DSU vor dem Stabsgebäude in Ladeburg

 

Die Rampe mit der "Dwina "Fla Rakete am Stab befindet sich heute im Flugplatzmuseum Cottbus.
Die Rampe wurde ( leider ) farblich verändert und entspricht nicht mehr dem Original . 

                                http://www.flugplatzmuseumcottbus.de/

 

  

                                       Ladeburg . Mit freundlicher Genehmigung : Mike

 

                1. Oktober 1959       Aufstellung als Flakregiment 16     in Pinow  

                                    1962       FR - 16        in Pinow

                2. Oktober 1990        Auflösung der 41. FRB in Ladeburg

                                     1969      Ehrenname    Herrmann Dunker

 

                Aufgabe des FR-16 : Schutz des Berliner Raumes vor Grenzverletzungen und Luftschlägen.

                Dieser Schutzauftrag bestand bis zum Jahr 1990. Es lag aber kein expliziter Schutzauftrag für Berlin vor.

Struktur  FR-16 1960:
Ladeburg - Stab
Ladeburg Obj. 2       Technische Abteilung TA-160
Markgrafpieske        Fla-Raketen-Abteilung 161
Prötzel/Biesow         Fla-Raketen Abteilung 162
Klosterfelde              Fla-Raketen Abteilung 163
Kremmen/Bätz         Fla-Raketen Abteilung 164
Ladeburg                  Gefechtsstand FR-16

1962 :   Umbenennung von Flak-Regiment-16 ( FR-16) in Fla-Raketen-Regiment 16 ( FRR-16).
23.05.1962:  Unterstellung an  1. LVD
Januar 1961 :  Eingliederung in das DHS der Luftverteidigung .Seit dem jeden Tag im DHS bis zum 3. 10. 1990 .

1984 : Umbenennung und Umstrukturierung in 41. Fla Raketenbrigade.

1990 : Fla-Raketen-Geschwader 52

 


Ab 1984 wurden 4 Systeme S 125 NEVA ( davon 3 gekauft aus Russland ) in die Gefechtsordnung eingebunden.Diese Systeme befanden sich im Vorfeld , westlich Potsdam bzw. eine Einheit nord-östlich von Berlin.

Im Jahr 1985/86 wurde am Standort Badingen , nördlich Berlin ,ein System großer Reichweite in Betrieb genommen. Das System S 200 WEGA - Ä war mit 2 einzelnen Systemen ( Kanäle ) 1986 einsatzbereit. Die Soldaten der FRAG 411 trugen die Uniform der FRT ( Fla Raketen Truppe )

Ab dem 1. Juli 1984 wurde das  FR 16 in 41. Fla Raketenbrigade umbenannt .


Umbenennungen 1984 :
Technische Abteilung 160    wurde  4120
Funktechnische Abteilung     wurde  4101
FRA 161 wurde      FRA 4121
FRA 162 wurde      FRA 4122
FRA 163 wurde     FRA 4123
FRA 164 wurde     FRA 4124


gebaut wurden 4 neue Stellungen , 1983 - 85
FRA 4131     Schönermark...
FRA 4132     Fehrbellin.
FRA 4133     Zachow..
FRA 4134     Reichenwalde..

Neuer Gefechtsstand:
Wegen der Umstellung auf 3 unterschiedliche Waffensysteme wurde ien neues Führungsmittel ( AFS ) installiert. 

Dieser befand sich zwischen Ladeburg und Rüdnitz. Die Bezeichnung Gefechtstand Ladeburg wurde beibehalten .

Ab 1988 konnte der Gefechtsstand im  DHS die  automatisierten Führung der Fla-Raketen-Komplexe der 41. FRB gewährleisten .

Entgegen heutiger Behauptungen war das kein gemeinsamer  Gefechtsstand der 41. FRB mit dem JG-8 der Fliegerkräfte der Luftverteidigung .

Die Nachrichtenmittel und Leitungen waren verlegt und geschaltet , die technischen Arbeitsplätze im automatisierten Führungssystem waren vorhanden . Praktisch waren diese Arbeitsplätze im täglichen Einsatzbetrieb unbesetzt und währe erst in höheren Stufen der Einsatzbereitschaft Personal durch Soldaten des JG - 8 besetzt. worden. ( * Anmerkung Autor : Im praktischen täglichen Dienstbetrieb in der Feuereinheit mit Einsatz AFS , wöchentliche Besuche im Stab und Befragungen von Diensthabenden im GS lassen die Besetzung der Arbeitsplätze zum JG-8 nicht bestätigen. Der Autor dieses Artikels war 8 Jahre in der 41. FRB mit wöchentlichen dienstlichen Besuchen in Ladeburg  ).Es bestand eine ständige Verbindung zum GS-31in Kolkwitz .(automatisierte Jägerleitstelle)



 
41. FRBr im Jahre 1990:
Stab  Ladeburg = Fernsehprogramm
Gefechtsstand Rüderitz/Ladeburg  =Oberbau
Wechselgefechtsstand  Klosterfelde = Oberbau 1

Technische Abteilung 4120   Ladeburg = Fernsehprogramm 70
FRA-4121 bei Fürstenwalde / Raunsche Ziegelei = Fernsehprogramm 71
FRA-4122 bei Prötzel/Biesow = Fernsehprogramm 72
FRA-4123 bei Klosterfelde = Fernsehprogramm 73
FRA-4124 bei Kremmen/Bätz/Sommerfeld = Fernsehprogramm 74
FRA-4131 bei Schönermark = Fernsehprogramm 75
FRA-4132 bei Fehrbellin = Fernsehprogramm 76
FRA-4133 bei Zachow = Fernsehprogramm 77
FRA-4134 bei Reichenwalde = Fernsehprogramm 78
FuTA-4101 bei Rüderitz/Ladeburg  = Fernsehprogramm 79
FRAG-411 bei Osterne/Badingen/ = Fernsehprogramm 80
FRAG 411 hatte ein abgesetztes Fla-Raketen-Lager FRWL-411 bei Wolfsruh

Für den Fall des Einsatzes im Krieg war Gerät in Klosterfelde eingelagert und sollet aufgebaut werden in :


Technische Abteilung: Technische Abteilung 4140  in  Bochow  als  Fernsehprogramm 90
FRA- 4141 ... Luckow --- Fernsehprogramm 91
FRA- 4142.... Bochow ---- Fernsehprogramm 92
FRA- 4143.... Saarmund --- Fernsehprogramm 93
FRA- 4144.... Schenkendorf --- Fernsehprogramm 94

Die Systeme waren S 75 DWINA .





Ausrichtung der 41. FRBr:
Die Fla-Raketen-Abteilungen der Brigade waren in west-und nordwestlicher Richtung um Berlin ausgerichtet.
Daher ist davon auszugehen, dass von dort auch die Haupanfluglinien des Gegners vermutet wurden.
Entgegen eniger Spekulationen lag kein Luftverteidigungsauftrag für die Stadt Ostberlin vor.

Dabei hatten die alten FRA S-75 FRA-4122 und 4123 die Aufgabe zum Schutz des Luftraumes im Großraum Strausberg, da in diesem Raum wichtige milit. Einrichtungen lagen wie MfNV und seine Führungsstelle, Kdo LSK/LV und seine Führungsstelle, der Flugplatz Strausberg, sowie die Führungsstellen von Bevollmächtigten des Nationalen Verteidigungsrates in Müncheberg und Buckow.

Für die FRA -4123 und 4124 stand zudem die Aufgabe der Deckung Ostberlin aus der Richtung Nordwest- hinsichtlich der Führungsstellen Prenden und Biesenthal wurden deren Aufgaben auf den Großraum Bernau präzisiert.

Für die FRA-4121 stand als Aufgabe die Deckung des Luftraumes des Gebietes der Stadt Fürstenwalde, da dort das für die Verteidigungswirtschaft wichtige Reifenwerk produzierte. Ab 1978 erfolgte dann dort auch die Einrichtung des ZGS LSK/LV NVA. Außerdem lag im nahen Bad Saarow das Zentrale Lazarett der NVA.
Gleiche Aufgabe hatte die FRA-4134 Reichenwalde halt nur für Ziele ab 25 m = tieffliegende CM.

 

Besonderheiten :

Auffällig ist , dass es keine deutsche Luftverteidigung südlich Berlin gibt. In westlicher Richtung ( Potsdam ) befanden sich 3 Fla Raketenabteilungen Typ S 125 NEVA. Die Räume zwischen diesen Feuerabteilungen warn nicht gedeckt , nicht überlappt und ungeschützt.

Vermutet wird heute , dass die 133. FRB des Oberkommando der Gruppe der russ- Streitkräfte diese Aufgabe übernommen hätte (?) 

Für den Einfall und die Eroberung der Stadt Berlin West hätte die 41.FRB auf Grund der räumlichen Lage die Luftverteidigung gewährleistet. Vermutet wird, das die 41. FRB aus dem LV Auftrag herausgelöst worden wäre und die Einnahme von Berlin West gedeckt hätte.

Papierlage gibt es nicht, vermutet wird es auf Grund von vorbereiteten Fernmeldemitten und vorbereiteten Schaltungen zu verschiedenen Verbänden der NVA und GSSD , die im Frieden nichts miteinander zu tun hatten .

Die 20. Gardearmee der russ. Streitkräfte hätte sehr wohl der Verteidigung von Berlin übernommen. ( * Autor : das war in den Feuereinheiten die einhellige Meinung , diese wurde von den Kommandeuren so vertreten und gehörte zum allg. Wissen der Soldaten in der Feuereinheit . Leider werden solche Aussagen heute angezweifelt. ) Die 41. FRB wäre von der 20. Gardearmee geführt worden.

Es bestanden keine Fernmeldeverbindungen von den Feuereinheiten zur GSSD . Ob es Verbindungen vom GS Ladeburg / Rüdnitz Verbindungen zur GSSD gab ist stark anzuzweifeln. ( *Autor  : Gespräche mit ehemaligen Diensthabenden im GS Ladeburg bestätigen , dass es keine Meldewege zur GSSD gab .)


 
                Kommandeure des Truppenteils von Beginn bis zum 02.10.1990  

 

0berstleutnant  Horst Gorlt
Oberst  Naumann
Oberst  Kahle
Oberst  Werner Scholz

 

Ab 1990

OTL    von Wolff   Bundeswehr

 

                

Arbeitsplatz des Schiessenden. Es handelt sich hier um den  Kommandeur der 41. Fla Raketenbrigade Berlin   ( Scholz  , hier noch OSL , später Oberst )  in Funktion als Schiessender ( S 75    /   SA2     "Wolchow "   ) .

Der Schiessende beurteilt an seinem Rundsichtgerät die Luftlage ( Tochtersichtgerät )  und weist dem Leitoffizier Ziele zum Auffassen zu. Die Arbeitsplätze des S75 "Wolchow" und S125 Neva sind ähnlich aufgebaut. Rechts neben ihm sitzt einer der   3 Funkorter zum Begleiten des Zieles. Der Leitoffizier sitzt halb rechts hinter dem Schiessenden und beurteilt die Möglichkeiten der Feuereröffnung an seinen 2 Feuerleitsichtgeräten und startet die Flugkörper.

Tochtersichtgerät Schiessender mit Bild von P 18 RADAR    http://sites.google.com/site/samsimulator1972/home

 


                                              

                              Einbindung der 41. Fla Raketenbrigade

Die Truppen der LV wurden im diensthabenden System zentral geführt. Die Luftlage der FUTT , Truppen der FUTT der Landstreitkräfte im DHS und eigener Luftraumaufklärungsmittel wurde über Sprache , Funk oder automatisiert ein verschiedene Luftlage Netze eingelesen.

        Zentraler Gefechtsstand                                  Moskau

        Hauptgefechtsstand West                               Minsk
        Hauptgefechtsstand Süd-West                       Kiew


        ZGS der LSK/LV der DDR                            Fürstenwalde
        ZGS der LV Polen                                          Warschau
        ZGS der LV der CSSR                                   Prny
        ZGS der LV Ungarn                                        Budapest
        ZGS der LV Rumänien
        ZGS der LV Bulgarien


ZGS-14 der LSK/LV der DDR hatte eine Führungsverbindung mit  Minsk und Moskau. Mit dem  Warschau und Prag bestanden Verbindungen des Zusammenwirkens und des Informationsaustausches.

Der ZGS-14 der LSK/LV sicherte aus dem Schutzbauwerk Fuchsbau bei Fürstenwalde die Führung des Diensthabenden Systems der LSK/LV, der diensthabenden Mittel der Truppenluftabwehr der Landstreitkräfte und den Informationsaustausch mit den Luftverteidigungsmitteln der russischen GSSD.

                                     Bilder : http://www.lv-wv.de/  

                                                                                 "Die Streitkräfte der NATO auf dem Territorium der BRD" Militärvarlag NVA , 1982

 

 Die 41. Fla Raketenbrigade im Falle des Krieges  

 

Mit dem Signal " Ausgangslage Abwehr " der Fla Raketentruppen wäre die 41. FRB aus der Frieden in die Kriegsstruktur überführt worden. Dauer und Abläufe können nur vermutet werden. 14 Tage sind eine gute Annahme. Es wären 3 zusätzliche Fla Raketeneinheiten aus dem Personalbestand      ( ! ) der 41. gebildet worden. Zusätzliche Fla Einheiten wären nicht zugeführt worden.... es gab keine.

Die Kriegsstruktur war  ausgeplant . Übungen erfolgten in Teilsegmenten: Mob Übungen für Reservisten etc. Niemals wurden die zusätzlichen ausersehenen Stellungen bezogen oder fernmeldetechnisch angeschlossen.

In den einzelnen FRA war bekannt, dass Personal in neu aufzustellende FRA abgegeben werden würden . Wer es genau war, konnte nur vermutet werden .

Die fernmeldetechnische Anbindung für den Krieg war ausgeplant. Aus erhaltenen Unterlagen lässt sich 25 Jahre nach dem Fall der Mauer und Auflösung der NVA  auf die  Kriegsstruktur schließen .

Typisches Training der FRA beinhaltete kurzfristige Verlegungen, Training der Verlegung bei Nacht und Verlegen im Kfz Marsch .

 

Gruppierung Berlin      Anteil der LSK/LV NVA:  ( die Hauptkräfte kamen von den russ. Streitkräften )

Jagdfliegergeschwader 8     (Marxwalde . )

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  :   Nein

Funktechnische Bataillon 61 (FuTB-61) Müncheberg zur Luftraumaufklärung und Jägerleitung ( insbesondere FuTK-611 Müncheberg und FuTK-612 Wusterwitz).         

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  : JA


Transporthubschraubergeschwader 34 (THG-34) Brandenburg-Briest.

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  : Nein

Zur Luftraumdeckung wurde eine eigenständige Luftverteidigungsbrigade aus 41. FRBr, JG-8 und FuTB-61 gebildet.

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  : Ja


Der bisherige Gefechtsstand der 41. FRBr in Ladeburg  wäre gemeinsamer Gefechtsstand 41. FRBr/JG-8/FuTB-61

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  : Nein ( JG 8 )


Der bisherige Gefechtsstand 8/61 in Müncheberg wäre der gemeinsame Wechsel-Gefechtsstand 41/8/61

Zusammenarbeit und gemeinsame Führung im Frieden mit der 41. FRB  : Ja


Es war durch nachrichtentechnische Maßnahmen vorbereitet, die 41. FRBr direkt aus dem ZGS LSK/LV zu führen und damit zeitweilig aus der Führung der 1. LvD heraus zu nehmen.

Bei Anforderung , Überforderung der Luftlage bei Massenanflug oder speziellen Luftverteidigungsoperationen wäre die 41. FRB mit Überspringung einer Führungsebene direkt aus der 1. LvD geführt worden. Eine Zusammenarbeit  mit den russ. Truppen wäre damit direkt möglich gewesen.



Richtfunknetz der Kriegstruktur   Bild . mit freundlicher Genehmigung :   http://nachrichtenbetriebsamt.de/

Fla Einheiten , die innerhalb der 41. FRB aufgebaut werden sollten . Die Stellung Saarmund wurde von Angehörigen der 4133 im Jahr 1988 besichtigt und als nicht brauchbar für die Fla Raketentruppen als Feuerstellung  eingeschätzt. Saarmund war  als Rifu und Funksendestelle für die  Berliner Gruppierung gedacht .

 

Die 41. FRB führte  im Frieden mit dem automatischen Führungssystem SENESH ihre 9 Fla Raketeneinheiten  . Im Frieden war die Zusammenarbeit mit den Jagdfliegerkräften der Luftverteidigung vorbereitet. Die Arbeitsplätze der Jägerleitung der 41. FRB waren nicht besetzt. Die Fernmeldeverbindungen zu den Jagdfliegern und Funktechnischen Truppen unterschieden sich deutlich von der Kriegsstruktur . Die einzunehmende Struktur war geheim .

Aus der Friedensstruktur ist erkennbar :

Auffällig ist , dass die 41. FRB ihr Schutzobjekt Berlin gegen Nord vereidigt . Die Fla Raketenabteilung FRAG 411 großer Reichweite verteidigt nicht das Schutzobjekt. Der FRAG werden Ziele bei 220 Km zugewiesen.

Die Fla Raketenabteilungen mittlerer Reichweite S 75 Wolchow sind stationär . Die aus der Reserve aufzubauenden 4 neuen Fla Raketenabteilungen waren technisch veraltet .( S 75 DWINA  ) . Diese  4 FRA im Süden Berlins wären nur begrenzt in der Lage massive Luftschläge abzuwehren .

3 Fla Raketenabteilungen   S 125 NEVA waren  im Vorfeld und westlich Potsdam in Stellung und auf  Abwehr tief fliegender Luftangriffsmittel spezialisiert . Die Abdeckung der Abstände zu den S 75  Systemen war nicht vorgesehen. Vielmehr wurden die S 125 Systeme an optimierten Standorten  aufgebaut .

 

Die typische Vernichtungswahrscheinlichkeit bei Schiessen mit Fla Raketen beträgt unter einfachen taktischen Bedingungen 0,4                               ( Marschflugkörper ) bis 0,8 auf taktische Flugzeuge  . Manövrierende Ziele im Endanflug der Fla Rakete, oder jamming gegen die Raketenleitstation ( elektronische Niederhaltung ) lassen die Vernichtungswahrscheinlichkeit auf 0,4 - 0,1 sinken. Bei Verdopplung der Anzahl der Fla Raketensysteme ( oder gar Verdreifachung ) steigt  die Vernichtungswahrscheinlichkeit   leider   nicht um den Faktor 2  bis  3  .

Trotzdem werden bei zu schützenden Hochwertobjekten eine größere Anzahl Fla Raketensysteme eingesetzt. die Begründung liegt in der zu erwartenden großen Anzahl von angreifender Flugzeugen gegen diese Objekte. Außerdem sind die Fla Mittel selbst Objekte , die angegriffen werden. 

Entgegen weitläufiger Meinungen decken sich Fla Raketensysteme nicht gegenseitig. So könnte man annehmen , Systeme geringer Reichweite würden im Nahbereich die "großen " Systeme gegen Luftangriffsmittel decken. Alle  Typen der Luftverteidigungssysteme haben Vor und Nachteile. So ist das System S 125 NEVA auf Anflüge in geringen Höhen    ( Untergrenze 20 m bis ca. 10 Km im Anflug ) technisch optimiert. Solche Systeme werden im Layout an tieffluggefährdeten Einflugschneisen positioniert. Die Eigenschaft geringe Reichweite und damit Deckung im Nahbereich für ein anderes LV Mittel ist nicht entscheidend.

Es handelt sich um einkanalige Systeme. Ein Ziel wird an der Startzone aufgefasst und bekämpft. Die fliegenden gelenkten Raketen treffen das sich annähernde Ziel im Idealfall an der äußeren Grenze der Vernichtungszone . Jetzt kann ein nachfolgendes Ziel bekämpft werden. Das Ziel wird in der Tiefe der Vernichtungszone getroffen. Ein weiteres     ( 3. ) Ziel wird bei einkanaligen Systemen nicht bekämpft , es kommt zum Überflug und Durchflug zum Schutzobjekt. Typischerweise werden solche Luftabwehrsysteme weit vor dem Schutzobjekt in der angenommenen Hauptanflugrichtung positioniert. Hinterher schießen wäre technisch möglich ( S 125 , S 75 , S 300 ) wird aber wegen Gefährdung des zu schützenden Objektes nicht angewendet.

Um anfliegende Luftziele mit hoher Anflugdichte ( zeitlich  und zahlenmäßig ) bekämpfen zu können werden Fla Raketensysteme in großer Anzahl   ( 4- 6 ) für den jeweiligen Anflugsektor positioniert. Über Zielverteilung über ein automatisches Führungssystem werden einzelne Ziele den jeweiligen Feuereinheiten zur Vernichtung zugewiesen. Hierbei wird nicht nach den technisch günstigsten Bedingungen ( an der fernen Grenze der Startzone ) , sondern nach der optimierten Zielverteilung das Feuer eröffnet. Nachschüsse sind bei dieser Methode des Feuerkampfes nicht möglich. Das automatische Führungssystem leitet auch Jagdfliegerkräfte an die Luftziele und führt die fliegende LV mit der bodengebundenen LV.

Hochwertziele tief in Russland ( Kernwaffeneinsatzmittel ) wurde je Sektor mit 20 Fla Raketensystemen ( ! ) mit Tiefenstaffelung  durch gemischte Luftverteidigung mit Jagdfliegerkräften gedeckt.

 

Aus den Erfahrungen lokaler Kriege war anzunehmen :

Innerhalb 24 Stunden bei Kriegsbeginn war die NATO in der Lage 3-5  massive Luftschläge mit jeweils 500 Flugzeugen gegen Räume innerhalb der DDR und  Richtung Polen zu führen . Diese Luftschläge selbst wären in einzelnen  Schlägen  a`  aller 20 min in Geschwaderstärke möglich gewesen. Die Luftverteidigung des Warschauer Paktes hatte eine maximale Abnutzung des Luftgegners herbeizuführen .

Unabhängig von den Flugzeugen wären Marschflugkörper in Gruppen von bis zu 40 Marschflugkörpern gegen einzelne Hochwertziele der Truppen und Luftverteidigung eingesetzt worden. Diese Mittel waren bereits im Frieden vorhanden und ständig einsatzbereit.

Die Luftverteidigung ging von eigenen Verlusten bis zu 30 % innerhalb der ersten 3 Tage Luftkrieg aus. Die Gefechtsausbildung ging von diesen Annahmen aus, die Ansprüche und Überprüfungen waren diesem Level geschuldet .

Probleme waren bereits im Frieden bekannt :

Die deutsche Luftverteidigung wäre unter russ. Führung gestellt worden. Beim Vormarsch der Truppen wären die Luftverteidigungstruppen  des Heeres mitgegangen. Wer hätte das Hinterland gegen Luftangriffe verteidigt. Die LV Truppen der NVA waren quantitativ nicht in der Lage gewesen.

Eine wesentliche Frage , die im Frieden nicht geklärt war, war die Kriegsstruktur der russ. Streitkräfte . Planungen für die deutsche LV waren damit nutzlos, da im Krieg die deutschen ( NVA ) Truppen der LV ( wahrscheinlich ) unter die Führung der Russen gegangen wären .

 

            

        Feuerzone / Vernichtungszone 41. Fla Raketenbrigade Berlin                                      

            Siegfried Horst  Oberst    aD
            http://www.lv-wv.de/    lesen Sie mehr über die NVA LSK / LV , GSSD und Jagdfliegerkräfte

Die Abbildung ist geschönt. Die Vernichtungszonen benachbarte FRA berührten sich nicht. Für Ziele bis um 500 m Flughöhe beträgt die seitliche Grenze der Vernichtungszone unter optimalen / selten )  Bedingungen 12 Km .Es bestanden Löcher mit 25 Km Abstand zueinander .

 

Die zusätzliche Stationierung von Luftabwehrmitteln vom Typ S 125 Neva konnte niemals eine vollständige Vernichtung eines Luftgegners gewährleisten  . Diese Stationierungen in den 80er Jahren dienten der weiteren " Verdichtung "  bereits vorhandener Vernichtungszonen der GSSD ( Russen ) für die ersten Luftschläge der ersten 2 - 6 Stunden im Krieg .

Die russ. Truppen in Deutschland hatten innerhalb der Berliner Gruppierung Luftabwehrmittel vom Typ S 300W Gladiator .  ( das russ. PATRIOT )  sowie SA11 und  SA 15 .( BUK und THOR )  . Die russ. Streitkräfte hatten in Deutschland ca. 200 ( ! ) Fla Raketensysteme im Bestand . Innerhalb der 41. FRB Berlin gab es auf deutscher Seite 10 Systeme .

Die Luftverteidigungszone der Berliner Gruppierung als Ganzes ( russ. und deutsch ) war eine der massivsten in Europa.

Die deutsche Fla Raketenbrigade Berlin spielte hier eine  ( wertvolle ) Nebenrolle . Die 4   Systeme  S 125 NEVA Luftabwehrsysteme der 41. FRB waren  eine (teure ) Episode gewesen.   Eine deutsche 41.FRB im Alleingang hätte den 2. Kriegstag nicht erlebt.

Die russ. Streitkräfte schätzen den sehr guten Ausbildungsstand deutscher Fla Raketensoldaten . Beim Besuch einer russ. NEVA  Abteilung durch die deutsche 4133 waren wir besser als die Russen.

Systeme S 125 NEVA wurden in Russland seit Mitte der 80er Jahre nicht mehr produziert. trotzdem wurden 1985 3 Systeme NEVA S 125 gekauft. Russland nahm im Jahr 1990 ihre letzte S 75 Feuerabteilung aus dem aktiven Betrieb.

 

S 125 NEVA // SA 3 .   Vernichtungszone ca. 25 Km nach vorn , ca. 12 nach den Seiten . Untere Grenze der Vernichtungszone 25 m Höhe  für den Nahbereich   und bis  50 - 500  Höhe  im Entfernungsbereich  bis ca. 17 Km Entfernung nach vorn

Das System war  einkanalig , dh . es kann jeweils nur ein Ziel mit 2 Raketen gleichzeitig bekämpft werden. Killwahrscheinlichkeit : 0,2 - 0,9  ,  je nach Schiessbedingungen

S 75 WOLCHOW // SA 2 .   VZ bis ca. . 55 Km , untere Grenze bei 300 m in der Höhe ,  obere Grenze bei 20 Km , seitliche Grenzen der Vernichtungszonen ca. 30  Km .
Einkanalig , dh . es kann jeweils nur ein Ziel mit 3 Raketen gleichzeitig bekämpft werden. Killwahrscheinlichkeit : 0,2 - 0,6  je nach Schiessbedingungen

S 200 WEGA // SA 5  . VZ  bis 240 Km , nach oben ca. 35 Km , untere Grenze bei 1000 m .
Einkanalig , dh . es kann jeweils nur ein Ziel mit 1 Rakete gleichzeitig bekämpft werden. Killwahrscheinlichkeit : 0,4 - 0,8 je nach Schiessbedingungen. Unter speziellen Schiessbedingungen 2 Ziele gleichzeitig mit 2 oder mehreren Flugkörpern .
 

                 

 

     Gefechtsstand LSK / LV             ZGS-14/Fuchsbau Fürstenwalde

       41. Fla-Raketenbrigade "Hermann Duncker" Ladeburg /Bernau  
                               Tarnbezeichnung " Fernsehprogramm "

     
     Fla-Raketenabteilung 4121  FRA-4121  Markgraf /Pieske S75
     Fla-Raketenabteilung 4122  FRA-4122  Prötzel (die grüne Hölle)S75  siehe Bilder bei Homepages FRA
     Fla-Raketenabteilung 4123  FRA-4123  Klosterfelde  S75             siehe Bilder bei Homepages FRA
     Fla-Raketenabteilung 4124  FRA-4124  Sommerfeld/Beetz     S75      siehe Bilder bei Homepages FRA

     Fla-Raketenabteilung 4131 FRA-4131   Schönermark      S125 Neva
     Fla-Raketenabteilung 4132 FRA-4132   Fehrbellin       S125 Neva    siehe Bilder bei Homepages FRA
     Fla-Raketenabteilung 4133 FRA-4133   Zachow ,Nauen    S125 Neva
      fertig gestellt Herbst 1985 , Technik empfangen : 5 .Dezember  1985

     Fla-Raketenabteilung 4134 FRA-4134   Reichenwalde     S125 Neva 
			  
     Fla-Raketenabteilungsgruppe 411 FRAG-411 Badingen  S200 Wega       siehe Bilder bei Homepages FRA
             gebaut 1986 vom Das Hochbauregiment 7001 
                                                        
 
    Technische Abteilung 4120  TA-4120 Ladeburg 

     Funktechnische Abteilung  4101  FuTA-4101 Ladeburg
 
    MOB Verband/ Nur bei Mobilmachung aufgestellt , nördlich Potsdam   
      Physisch und personell nicht vorhanden 
      Technische Abteilung 4140 TA-4140     Bochow / Potsdam
      Fla-Raketenabteilung 4141 FRA-4141    Luckow/Nauen            S75/Dwina 
      Fla-Raketenabteilung 4142 FRA-4142    Bochow                  S75/Dwina 
      Fla-Raketenabteilung 4143 FRA-4143    Saarmund /Potsdam       S75/Dwina 
      Fla-Raketenabteilung 4144 FRA-4144    Schenkendorf            S75/Dwina 
 
      Reservegerät war eingelagert :
      Fla-Raketenabteilung 4120 FRA-4120  Fürstenwalde           1 Komplex "Dwina" S75
      Fla-Raketenabteilung 4123 FRA-4123  Klosterfelde           2 Komplexe S75
      Fla-Raketenabteilung 4124 FRA-4124  Sommerfeld/Beetz       1 Komplex  S75
 

 
      Bild: Peters 

Ausrichtung der FRB 41 ist gegen Nordwest an Berlin West vorbei. Die 22 und 23 schützen das Kommando LSK / LV und den GS Fürstenwalde gegen Luftschläge . Die 23 und 24 schützen den Zugang zum Kommando LSK / LV .

Die FRA 4133 und 4132 handeln in tieffluggefährdeten Richtungen. Offensichtlich liegt die Hauptkampfrichtung der 41 FRB in Nordwestlicher Richtung .

Der Südliche Sektor links unten von Berlin wurde durch die 20. Gardearmee der russischen Truppen abgedeckt . Die 20. Gardearmee verfügte über 8000 Schiesskanäle allein für den Bereich Berlin  . Die 4133 und 4132 haben  sehr gute Auffassbedingungen gegen tief anfliegende Ziele . Die FRA 4121, 22, 23 24 haben Vernichtungszonen von ca. 30 Km in der Kartenebene für Ziele über 500 m Höhe.

Südlich Berlin wurde wegen auch wegen dem zentralen Kommando der russ. Streitkräfte die LV durch russ. Heeres Fla sichergestellt.

Die FRA 4131,32, 33 , 34 fassen bekämpfen Ziele ab 25 m Höhe über Grund auf bis 11 Km in der Kartenebene, über 500 m Höhe bis zu 17 Km in der Kartenebene )



                                                                          

                                                              Feuerkanäle

 

S-75

S-125

S-200

S-300

Strela-2

ZU-23/2

gesamt

Tag

Nacht

41. FRBr.

4

4

2

-

48

12

70

70

10

 Siegfried Horst  Oberst    aD       http://www.lv-wv.de/

Anmerkung   Peters -ada.de

Teleoptischer Kanal : Zielbegleitung nach Telekamera . Abstrahlung mit RADAR ( Feuerleitradar Raketenleitstation ) theoretisch nicht notwendig. Praktisch ist zur Zielsuche und Zielbeurteilung RADAR notwendig. In der Ausbildung wurde der teleoptische Kanal auch Nachts benutzt .Strehla2 und ZU23 wurden zentral gelagert und waren in der Feuerabteilung nicht vorhanden. Nach eigenen Beobachtungen    wurde     ( mindestens ab 1986 ) keine Strehla und Zu23 Ausbildung durchgeführt. Dieses Gerät sollte durch MOB Einheiten ( Reservisten ) zur Nah- Luftverteidigung der Fla Raketenabteilungen eingesetzt werden . Der S 300 wurde mit einem System  eingeführt ,geplant war die nächste Stationierung in der 41. FRB in Klosterfelde ( C  Objekt ). Der pioniertechnische Ausbau wurde  1990 eingestellt .Ein 3. System S 200 wurde bei Eckolstedt bis 1990 nicht mehr in Betrieb genommen. Das Personal wurde in die 41. FRB integriert. ( später Bw Luftwaffe )  FRR 13 wurde nur ausbildungsmässig am Leben gehalten .

Die MOB Reserve an Fla Raketensystemen S 75 Dwina ( Vorgänger des S 75 ) stellte symbolischen Wert dar. Personalbestand dafür sollte ua. aus NEVA Abteilungen der 41. FRB abgezogen werden.

Es verbleiben real   ca. 40 Zielkanäle für die LV der NVA .

Skarus 06/2009

 

 

 

 

                                         Allgemeiner Auftrag der 41. FRB

Die 41. Fla Raketenbrigade war in das Diensthabende System der Luftverteidigung des Warschauer Paktes eingebunden.

Es waren ständig  mit einer Übergangszeit von 4 min 30 sec  feuerbereit :

 

1 Kanal             FRAG 411    System S 200  / SA 5

2 Systeme       S 75   / SA2

Auf Anfrage wurden die    S125 NEVA    tageweise eingebunden.   " Lehr DHS "

Eine Schicht dauerte 10 Tage ( a 24 Stunden )

 

 

                         Allgemein lässt sich die Aufgabe der 41. FRB Ladeburg so beschreiben :

                        

                          Stabsgebäude FRA 4133 Zachow  . Es gibt keien expliziten Schutzauftrag , es heisst auch "um" Berlin.

 

Abwehr von Luftangriffen aus westlicher und nordwestlicher Richtung gegen  das Objekt A  ( gemeint ist Berlin ) und Schutz der militärischen Führungseinrichtungen der LSK / LV Strausberg und Fürstenwalde. Quantitativ konnte die 41. eine solche Aufgabe nicht erfüllen. Im Vorfeld von Berlin lagen mit den russischen Truppen bei Potsdam und südlich Berlin , Wunstdorf massive Luftabwehr des Heeres in Stellung. Die ab 1986 neu gekauften Luftabwehrsysteme    S125 NEVA deckten nicht (wie gern  von Laien behauptet wird ) Zwischenräume der S 75 Luftabwehrraketenkomplexe. Diese neuen Systeme konnten  mit verbesserten technischen Eigenschaften gegen Ziele in   geringen Höhen   gegen  Marschflugkörper  handeln .

Die Luftverteidigung wurde durch die 3. und 1. Luftverteidigungsdivision für den Norden bzw. den Süden organisiert. Die organisatorische Grenze befand sich deutlich nördlich von Berlin.

Die Hauptstadt der DDR wurde gegen Norden und Nordwesten durch die 41.FlaBrigade gedeckt.  Der Schutzauftrag : Hauptstadt der DDR ist nicht in der Papierlage nachzulesen. Bei Vergatterung zum DHS , aber auch im täglichen Dienst spielte die "Hauptstadt Berlin " keine Rolle ( ! )

Das System S 200 großer Reichweite hatte die Aufgabe auf einzelne hoch und schnell fliegende Ziele bzw. . auf einzelne Hochwertziele in Entfernungen um 200 Km zu handeln. Der südliche Zugang zu Berlin wurde durch russ. Heeres Fla gedeckt. Um den Raum nördlich und westlich Berlins zu decken und etwa 48 Stunden Luftverteidigung gegen massive Luftangriffe zu überleben und Abwehrschläge zu führen , wären ca. 20 Luftabwehrsysteme nötig gewesen. 

Auf den üblichen Propaganda-Plakaten tauchte " Berlin " nicht auf. Auf Urkunden und Belobigungen ( Fotografie vor der entfalteten Truppenfahne) ist Berlin als Hinweis nicht nachweisbar. Im jährlichen Feldlager Liberose tauchten allerdings Plakate mit dem Brandenburger Tor auf          .             ( Gruppenbild der FRA )

Heute ist es erstaunlich ( im Jahr 2009-13  geschrieben ) wie wenig die Armeeangehörigen über ihre Brigade wussten. So etwas wie Tradition gab es nicht. Das Traditionskabinett  im Stab hatte  den verruchten Ruf einer Propagandaveranstaltung. Über Geschichte der Brigade war im täglichen Leben nichts bekannt .

Offiziere und Berufsunteroffiziere kamen in der Brigade herum. Hier und da fand  eine zentrale Politschulung oder ABC Ausbildung statt. Im Feldlager traf man sich sowieso. In der FRA 4122 Prötzel  ( die grüne Hölle ) fand technische Ausbildung der FRID ( Fla Raketen- Ingenieurdienst ) statt. Hier war das Klassifizierungsabzeichen abzulegen .Die allgemeine Grundausbildung für die Neuzugänge der 41. fand in Prötzel statt. In der 4133 fand die zentrale Ausbildung aller Rampenknechte für das NEVA Luftabwehrsystem statt. In Schönermark wurde von allen NEVA Kampfbesatzungen gern die Kunstflugzone der Russen zum Training mit dem S125 NEVA genutzt. Zum Gefechtsschiessen fuhren immer 2 Besatzungen der NEVA Abteilungen.

Die Auflösung der 41. vollzog sich so wie es kommen musste. Jede FRA außerhalb Ladeburg war mit sich selbst beschäftigt. Irgendwann gab es die 41. nicht mehr.

Die Brigade führte die Feuerabteilungen via Sprache oder automatisiert. Das AFS automatische Führungssystem stellte an den Feuerleitantennen automatisch Entfernung , Seiten - und Höhenwinkel ein. Zielsuche wurde erheblich vereinfacht. Das System SENESCH ( so der Hersteller Name aus Russland ) konnte im Verbund mit Jagdfliegerkräften der Luftverteidigung zusammen wirken. Innerhalb der NVA war das so nicht vorgesehen, die Jagdfliegerkräfte wurde unabhängig von den Fla Raketentruppen geführt. Technisch wäre es aber möglich gewesen.


Die Gefechtsarbeit und DHS wurden automatisiert ( halbautomatisch oder vollautomatische Zielzuweisung durch die Rechenmaschine ) , via Sprache , Sektor, Höhenband oder Zeitfenster durchgeführt. Lokale  und selbständige Abarbeitung der Luftlage mit Zielvernichtung war möglich. Das AFS ( automatische Führungssystem)  war in den 60er und 70er Jahren für den gemeinsamen Einsatz von Fla Raketentruppen und Jagdfliegern der Luftverteidigung konzipiert worden . Die Arbeitsplätze im Gefechtsstand der 41. waren vorhanden.

Sehr wohl war aber das Zusammenwirken in der Vorschrift geregelt : 10 Km Sicherheitsabstand zu den Eigenen  beim Schiessen mit Fla Raketen , Handeln nach Höhenschichten , Sektoren und zeitlicher Beschränkung.      " Kowjör " war theoretisch bekannt .

Das AFS Senesch kann 17 FRA gleichzeitig führen :  S75 , S125 ,   S 200  und    S300   mit insgesamt    24 Zielen  gleichzeitig . 50 Ziele können gleichzeitig in einem LV Verbund mit den Fla Raketentruppen  für MIG 21 ,  MIG 23    und MIG 25 Abfangjäger führen .

  Siehe auch    AFS Führungssystem , allgemeine Beschreibung

 

 

                                   Bilder GS Ladeburg

 

 

                             

 

       

http://www.bunker-ladeburg.de/    41. Fla Raketenbrigade Berlin . Mit freundlicher Genehmigung Herr Stein .

Bilder :  Heinz Hesse 4333/Fük       für Peters.

FB75 Bunker. Ladeburg - Mit freundlicher Genehmigung : Mike

 

 

 

 

  Badingen   FRAG 411

                                 A Objekt       Wache , Unterkunft , Küche                                     

            Badingen Tor

     B Objekt :

        TLF Garage

                      

   Bilder :  mit freundlicher Genehmigung   Heinz Hesse 4333/Fük    für   Peters Juni 2009

                               

 

          Die FRAG 411 wurde pioniertechnisch vom Hochbauregiment 7001 Anfang 1986 fertig gestellt .
Die FRAG 411 wurde wie alle anderen Fla Raketenabteilungen vom Gefechtstand  41. FRB Ladeburg geführt.
Geführt wurde automatisiert, halbautomatisch , Daten oder über Sprache ( in 80 % im täglichen Friedensbetrieb für die gesamte FRB )
Die benachbarte Fla Raketenabteilung Schönermark wurde wie alle anderen FRA aus Ladeburg geführt. Schönermark hatte den Auftrag , 
den Luftraum um Berlin zu schützen. Sonderaufträge zum Schutz der FRAG sind nicht bekannt . Ehemalige Fla Raketensoldaten 
sind in der heutigen Zeit als Augenzeugen immer wieder erstaunt , was Laien und " Experten " alles über die Schönermarker und Badinger wissen.
( Der Autor war oft genug in Schönermark zur intensivierten Gefechtsausbildung und ab 1990 ständig in der FRAG 411 ) 
AFS  Arbeitsplatz in der 51. 
Fla Raketenbrigade. Mit freundlicher Genehmigung   http://www.frr-51.de/ 
Eine Internetseite über die 51. Fla Raketenbrigade im Raum Erfurt .
 
 
 
                                          

 

 

             41. Fla Raketenbrigade       http://www.bunker-ladeburg.de/

             

 

 

                          Siegfried Horst  Oberst    aD       http://www.lv-wv.de/

                         Chronik der 41. Fla Raketenbrigade

                  Zu beziehen : Intra- Net    Bundeswehr , Online Bibliothek   FITZ Portal

                        oder www.peters-ada.de   .  ( Erlaubnis des Verfassers  Herr Finger liegt vor ) .

                            http://www.bunker-ladeburg.de/     

                             beschäftigt sich mit dem Bunker und Geschichte der 41.FRB

 

                            Poster und Flyer vom Bunker Ladeburg. Beschreibung und Öffnungszeiten.

                                    PDF    

 

                            Presseartikel zum Bunker Ladeburg :

                                   hier   WORD             hier   TXT             hier      Direktlink

                           

 

       Bunkerbesichtigung: Gefechtsstand der 41. Fla-Raketenbrigade in Ladeburg (b. Berlin),
          Samstag und Sonntag nach telefonischer Voranmeldung unter    0 33 38 / 70 28 19
 

         Auf dem Gelände der 41. befindet sich heute ein Tierheim.

 

Die Rampe mit der "Dwina "Fla Rakete am Stab   befindet sich im Flugplatzmuseum Cottbus. Die Fla Rakete wird dort ebenfalls untergebracht. Die Rampe wurde ( leider ) farblich verändert und entspricht nicht mehr dem Original .

http://www.flugplatzmuseumcottbus.de/ 

 


Eine Frage , die immer wieder gestellt wird :

Gab  es folgende Fla Raketenabteilungen ?

 

     Technische Abteilung 4140 TA-4140       Bochow / Potsdam
      Fla-Raketenabteilung 4141 FRA-4141    Luckow/Nauen                
S75/Dwina
      Fla-Raketenabteilung 4142 FRA-4142    Bochow                             
S75/Dwina
      Fla-Raketenabteilung 4143 FRA-4143    Saarmund /Potsdam
      S75/Dwina
      Fla-Raketenabteilung 4144 FRA-4144    Schenkendorf                   
S75/Dwina

 

Nein , diese Fla Raketenabteilungen gab es physisch nicht.

Die Stellungen zu diesen FRA gab es physisch nicht.

Der Personalbestand für diese FRA war nicht vorhanden.

Im Falle einer Mobilisierung bei Kriegsgefahr wären aus  8  FRA  ( ohne FRAG 411 ) der 41. FRB Personal rekrutiert worden um  Systeme S 75 DWINA zu entkonservieren und in Betrieb zu nehmen. Diese  Fla Raketensysteme alter Bauart lagerten in der Fla-Raketenabteilung 4124  Sommerfeld /Beetz    als Mob-Reserve. Der vorgesehene Personalbestand wurde geheim gehalten.

Eine ausgebaute Stellung befand sich in Saarmund auf dem Berg .

Soldaten der 4133 ( S 125 NEVA ) beurteilten diese Stellung auf Eignung zur  Wechselstellung für das Luftabwehrsystem S 125 NEVA. / SA 3. Die Ausmaße der Stellungen ließen die Aufstellung der 4 Startrampen des Fla Raketenkomplexes nicht zu . Diese  Stellung wurde als mögliche Wechselstellung  abgelehnt .

Die Stellung war damit als S 75 Feuereinheit erst recht unbrauchbar.  Die Stellung in Saarmund war als Standort einer technischen Abteilung denkbar ungeeignet. Montage , Verladung , Prüfung oder gar Betankung von Fla Raketen war innerhalb der räumlichen Enge und Fahrwege nicht geeignet . Die Stellung war eine Sackgasse. Den geplanten Zweck konnte wir im Jahr 1988 nicht erkennen. Wir vermuteten einen möglichen Standort einer Fernmeldeanlage , Richtfunk oder Luftlage- RADAR der FUTT etc.

Westlich dieser Stellung befanden sich viele für den S 125 NEVA geeignete Stellungen .

Saarmund 

Bild.  Andre Riedel  , Danke

 

 


 

 

                                                          Traditionstreffen

 

                               Traditionsgemeinschaft Flugabwehrraketengeschwader 52

 

                                                          

 

           Traditionstreffen finden in Ladeburg oder Berlin Gatow statt .
           ( NVA, 41. FRB und Bundeswehr Flugabwehrraketengeschwader 52 ab 1991 )
 

Die 41. Fla Raketenbrigade Berlin wurde mit der Übernahme durch die Bundeswehr und Luftwaffe umbenannt und umstrukturiert in Flugabwehrraketengeschwader G 52.

Alle Einheiten / Feuerabteilungen / Staffeln S 125 NEVA und S 75 "Wolchow "wurden abgerüstet und aufgegeben. Am Standort Badingen verblieb das Waffensystem S 200 WEGA. Allein die technischen Parameter waren beeindruckend ( Vernichtungszone , Sendeleistung und Ausmaße der Feuerstellung )

Dieses System wurde aufgegeben und in die USA überführt. Ein Jahr vorher wurden 10 Flugkörper durch die US Streitkräfte abgeholt . ( Lager Wolfsruh bei Gransee ).

Das Geschwader mit seiner verbleibenden Dienstelle in Badingen wurde Auffangbecken für Soldaten der aufgelösten Einheiten und machte Dienstbetrieb bis 1994. Einige dieser Soldaten sind heute noch Bundeswehrangehörige.

 


 

         Waffensysteme       S 200 Wega                   SA5
                                        S 75 Wolchow               SA2
                                        S 125 Pechora / Neva    SA3

 

         1992-93  wurden verschenkt  :

 

                S125 NEVA nach Israel , USA , GB

                S 75 Nach USA

                S 200 : Israel , USA

      AFS  SENESCH  ( 43. FlaRaketenbrigade )  mit allen Kabinen aufgebaut  , 1995 in Huntsville USA

 

Historie :

Bernau war Standort einer Luftkriegsschule im 2. Weltkrieg. Fahnenjunker ( Anwärter für den Offizier ) wurden hier in 8 wöchigen Kursen zum Offizier ausgebildet.

 

links :

 http://www.lv-wv.de/                                                                                     

 http://www.bunker-ladeburg.de/                    

 http://s200-wega.de/                                         

                

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