sa2 historie
neu kontakt forum leserbrief gastbuch site map impressum

 

Home
Nach oben

 

 

    

   Neu

   Gastbuch

    Forum

             

      

    ADA 

         ADA  news

       

 

 

 

    SAM 

     TBM

    Krieg  

      

                      

     Theorie Fla  

 

 

 

     S F R
    Taktik
     
Radar
     
ELOKA
     
basic
     
FAQ

  

 

      Historie

          

 

     Raketenbau           

      Modellbau  

     Fun

    

 

       Links

      Buch

 

        

         

      NVA

 

     S 125   SA 3

       

      S200   SA 5

       S 75    SA 2

       PATRIOT       

   

 

                                       Vorwort

Nach dem 2. Weltkrieg begann  in Russland die Entwicklung von Flugabwehrraketen. Anfang der 50er Jahre entbrannte unter Militärs ein Streit ,welche Waffensysteme und Entwicklungen künftig die Luftverteidigung des Landes bestimmen werden . Gegen Widerstand einiger Militärs , die am alten hingen und die Flak bevorzugten , wurde das Kind Fla Rakete mühsam aus der Wiege gehoben. Ein letzter Versuch wurde mit einer Super Flak gestartet. Gegen moderne und strahlgetriebe Flugzeuge hatte diese  keine Chancen mehr.

Auf ihrem Vormarsch sammelte die Rote Armee im 2. Weltkrieg Technologie der deutschen Wehrmacht ein. Auf Schiessplätzen in Polen , an der Ostssee, in Thüringen , im Harz , vor allem aber in Peenemünde wurde man fündig : deutsche Raketen-Technologie. Flugabwehrraketen und RADAR. Diese Systeme waren einsatzbereit und seit Jahren in Entwicklung. Durch das Kassieren dieser Technik gewann Russland  einen  Vorsprung von 10 Jahren.

Deutsche Techniker wurden ( soweit diese nicht von den Amerikanern kassiert wurden ) zwangsweise nach Russland verschleppt. Unter idealen Bedingungen lernten die Russen von den Deutschen. Und sie lernten schnell. Bereits 1946 flogen erste deutsche Raketen im Kapustin Jar in Russland.
Deutsche Technologie bestimmte am Anfang der 50er Jahre russische Raketentechnik. Ab Mitte der 50er Jahre war Russland in der Lage selbständig diese komplexe und schwierige Technologie zu beherrschen. Ergebnisse der Grundlagenforschung flossen ständig in die Entwicklung neuer Raketensysteme ein.

Der S 75 "Wolchow" war das Ergebnis einer sehr langen Entwicklung und steht am Ende einer großen Ahnengalerie. Alles begann mit der Entwicklung eines Raketensystems der Luftverteidigung   um Moskau.   Dieses System wurde vom Hersteller S 25 "Berkut"  ( Adler ) genannt. Das System  S 50   war für die Luftverteidigung von Leningrad ( St. Petersburg ) vorgesehen. 

Am 1. Mai 1960 wurde der S75 weltweit bekannt :
Nach einem dramatischen Luftabwehrgefecht und eigenen Verlusten wurde ein amerikanischer U2 Aufklärer über Mittelrussland abgeschossen. Der Befehl zum Abschuss wurde von Staatschef Chrustchow persönlich  von der Tribüne während der Maiparade auf dem Roten Platz gegeben.

Der Haupthersteller  ALMAZ Konzern.   http://www.raspletin.ru/  besteht bis in die heutige Zeit und ist der Hersteller eines nicht weniger bekannten Systems der Luftabwehr dem " S 300 Favorit  " , dem russ. PATRIOT. ( Raspletin war ein russ. Ingenieur, nach ihm wurde die Firma benannt ) Der  S 400 wurde am 15 . Juli 2007 in Betrieb genommen.



                                                                             

Der erste weltweite Abschuss eines Flugzeuges erfolgte 1959 durch die chinesische Luftverteidigung mit dem S75 DWINA

 

 

  Einsatzzahlen  

  Russland :

 

  1957             30  Systeme  SA 75  ,   ca. 620 Flugkörper    W- 750

  1961             431  Systeme  in Russland

  1967             68.000 Flugkörper produziert

  1969             800 Systeme in Russland

  80er Jahre  465  Systeme in Russland

 

 Nationale Volksarme /  DDR        26 Systeme   und8   eingelagerte DWINA

Der erste Flugkörper B-750 wurde am 7.11.1957 während der Militärparade zum 40. Jahrestag der Oktoberrevolution gezeigt.( höchster Feiertag der Kommunisten )

 

Land

Systeme

Startgeräte *

 

 

 

 

 

Afghanistan

 

 

 

Abanien

6

24

dabei  4 Systme HQ ( China )

Algerien

5

30

 

Angola

7

42

 

Weissrussland

 

 

ehemals Russland

Jugoslawien

6

36

 

Bulgarien

22

132

 

China

25

 

 HQ 1 , 2, 3, 4

Kuba

24

144

 

CSR

 

 

ehemals CSSR mit Slowakei

Ägypten

60

360

 

Äthopien

4

24

 

Georgien

 

 

ehemals Russland

Ungarn

16

96

 

Indien

25

96

Reseve, eingemottet

Iran

8

60

HQ2B   Chinas System

Irak

 

 

 

Kasachstan

 

 

ehemals Russland

Kirgistan

 

 

ehemals Russland

Korea

45

270

auch HQ Systeme

Libyen

18

108

 

Mongolei

1

6

 

Mosambique

 

 

 

Pakistan

2

12

HQ System

Peru

3

18

 

Polen

40

240

 

Rumänien

20

120

 

Russland

800

ca. 4800

ehemals Russland , Sowjetunion

Slowakei

 

 

ehmals CSSR

Sudan

5

30

 

Syrien

23

138

 

Tadschikistan

 

 

ehemals Russland , Sowjetunion

Turkmenistan

 

 

ehemals Russland , Sowjetunion

Ukraine

 

 

ehemals Russland , Sowjetunion

Vietnam

95

+ Trainingsgeräte

 1972  nur noch 39 einsatzbereit

Jemen

20

120

 

USA

1

 

AFB Nellis

DDR Deutschland

26

 

 sowie 8x DWINA als Reserve

 

*  Die Anzahl der Startgeräte ist belanglos. Westliche  „Experten „  halten  die Anzahl der Rampen für das wesentliche Merkmal eines Fla Systems.          Der  S 75  besteht aus   :  1  Antenne PW  , 1 Kabine UW , 1 Kabine AW , 1 Kabine Stromversorgung , 1 System P18 Radar ,  System Höhenfinder  und   mindestens 1 Startrampe , optimal 6 Startgeräte.                

Skarus , Autor   Peters-ada.  Tabelle Stand  August 2009

 

 Typen :

  • SA 75         СА-75 DWINA                                      Dwina
    SA 75         СА-75М "Двина" с ракетой В-750В    Dwina mit Rakete W 750W
    SA 75         CA-75M "Двина-А"                              Dwina-A
    SA 75 M      CA-75M "Двина" и CA-75MК "Двина" Dwina MK
    S 75            С-75 "Десна"                                      Desna
    S 75 M        С-75М "Волхов"                                 Wolchow
    S 75M         С-75М "Волхов" с ракетой В-760      Wolchow mit Rakete W-760
    S 75 D        С-75Д    
    S 75 M        С-75М "Десна"                                   Desna
    S 75 M1      С-75М1 "Волхов"                               Wolchow
    S 75 M2      С-75М2 "Волхов"                               Wolchow
    S 75 M3      С-75МЗ "Волхов"                               Wolchow
    S 75 M4      С-75М4 "Волхов"                               Wolchow
    S 75           С-75 "Волга"                                       Wolga
    S 75           С-75 "Волга-М"                                   Wolga -M

 

  • Fla Raketen  für den S75     Versuchsraketen mit  Staustrahltriebwerk
    • Rakete  W751 Versuchsrakete  В-751
    • Rakete  W757  ( В-757 )
    • Rakete  W758  ( В-758 )

 

 

             Original russische Bezeichnungen

 

Typ W

В-750 (1 Д)           W 750    1D   erste in die Bewaffnung aufgenommene Rakete          7 - 29 Km         3 - 23 Km Höhe

В-750П                 W 750  P      Experimentalrakete 

В-750ИР               W 750 IR      Variante , Impuls- Funkzünder

В-750 Р               W 750 R     ???

В-750В (11Д)        W 750 W      11D  T   Typ W   Steigerung der Flughöhe                   7 - 29 Km         3 - 25 Km Höhe

В-750ВK  (11Д)      Modernisierung  11D

В-750ВM  (11ДM)  11 DM    Flugkörper gegen Störträger , jammer

В-750ВM  (11ДU)   11DU      Modernisierung

В-750ВM  (11ДA)   11DA      Modernisierung

В-750ВM  (11ДT)   11DT       Modernisierung

В-750ВM  (11CM)   11SM      Modernisierung

В-750ВM  (11ДU)   11DU      Modernisierung

 

Typ N

В-750Н                 W 750 N   Typ N                                                                           7 - 34 Km        3 - 25 Km Höhe

В-750ВН (13Д)      W 750 WN  gesteigerte Flughöhe                                                   7 - 34 Km        3 - 27 Km Höhe

13ДА                   13DA     gesteigerter Gefechtskopf 191 Kg

В-750AK  (13Д)    ???

В-751 KM            W 751  Versuchsrakete mit neuem Booster  und Staustrahltreibwerk

В-752                   W 752  Booster an Seite / Rumpf 

В-753 13ДМ         W 753   13 DM    Schiffsvariante M-2  , Teste

В-754                   W 754 halbaktiver Flugkörper  mit Zielsuchkopf GSN   ГСН ПАРГ-6-3В

В-??? (18Д)         18 D   Experimental , Staustrahltriebwerk

В-755 (20Д)          W 755 20 D  umfassende Modernisierung Rakete W 750 WN            7 - 43  Km       3 - 30  Km Höhe

 

20ДА             20 DA  Verbesserung der  Lagerfähigkeit

20ДП             20 DP  Verbesserung Flugeigenschaften auf passivem Flugabschnitt    7 - 56  Km

20ДС             20 DS  Verbesserung des Schiessens auf Flugziele kleiner 200 m Höhe

20ДСУ           20 DSU Verkürzung der Startvorbereitungszeiten      auf 2min 30 sec             3 - 35  Km Höhe

 

В-755У                 W 755 U   Verkürzung der Herstellung Startbereitschaft Rakete  W 755

В-755С                 W 755 S  Variante Zieldarstellung für  SATURN M  Raketensystem

В-756                   W 756 Variante für Schiffskomplex M-26 

В-755 0В (20ДО)   W 755 OW 20 DO  ???

В-757 (17Д)          W 757 17 D   2 stufige Rakete und Staustrahltreibwerk

В-757КР (3М10)   W 757 KR 3M10   Variante für Heeres Fla Rakete W 757 für KRUG  SA 4  , Staustrahltreibwerk  

В-758 (22Д)          W 758     22 D      3 stufige Rakete  und Staustrahltreibwerk

В-759 (5Я23)        W 759     5Ja 23    Modernisierung Rakete W 755 

В-760 (15Д)          W 760  Variante , nukleares Gefechtsteil 

760В (5В29)         W 760 5W29        nukleares Gefechtsteil 

RM75                   Zieldarstellung für Luftabwehrschiessen

RM75MV              Zieldarstellung für Luftabwehrschiessen geringe Höhen

                                       

                           5W29 war die 2. Generation Fla Raketen mit nuklearen Gefechtskopf . siehe auch Technik

 

                                      W 760   15 D

Autopilot gedoppelt
Stabilisatoren an Spitze entfernt

2450 Kg

Jede Feuereinheit mit Fla Raketen 15 D hatte 3 Nukleare Flugkörper im Bestand.
Diese wurden in einer Anlage mit Klimaanlage gelagert

Transport der 15 D , ohne zusätzlichen Aufwand für den NUK Gefechtskopf .

 

 

                                       W 759   5 Ja23

 

 

 

 

                          22 D  W 758

                          17 D  W 757

 

                  Text und Bilder : http://www.pvo.su/s75/s75.htm

 

 

 


                            Historische Entwicklung des S75

 

Der S 75 wurde ab ca. 1955 in Russland entwickelt.

Es wurde statt eines stationären und teueren System ( wie das um Moskau ) ein billiges und bewegliches System gefordert. Der Konstrukteur und Ingenieur Lawotschkin    war mit der Entwicklung und Inbetriebnahme des S 50 und mit der Forschung am         "DAL S 175"beschäftigt. Pjotr Grushin wurde mit der neuen Entwicklung beauftragt :

Das Konstruktionsbüro "Almaz" und "Fakel" erschufen 1957 den weltweit ersten funktionstüchtigen Fla Raketenkomplex der Welt. Hauptkonstrukteure des S 75  waren :     Saizew , Gruschin , Grienstein und Rudijak .

Ohne Betrachtung der fast fertigen deutschen Fla Raketen  ( 1945  in  Peenemünde ) ,  die allerdings auch nicht mehr zum Einsatz kamen. Es gibt deutliche Hinweise, dass die erste Generation Flugkörper ( Raketen ) aus der deutschen Wasserfall Flugabwehrrakete entwickelt / weiterentwickelt wurden ...

Vorgänger - Systeme des S75  waren der S 25  "Berkut " ( LV System für Moskau )  und das  S 50   Luftabwehrsystem (  um Leningrad / Petersburg ) 1955 .

Es wurde eine zweistufige Fla-Rakete Scha W  32 entworfen. Dieser Flugkörper bekam die Nomenklaturbezeichnung 1 D. ( W 750 )

Erprobung und Versuchsschiessen fanden April  1955  in  Ashuluk  ( Kasachstan statt ). An russ. Raketentechnik waren nach dem 2. Weltkrieg Deutsche beteiligt. Allerdings wurden deren Zwangsdienste nur bis zum Start eigener russ. Raketen ( R1 , Boden - Boden Rakete und spätere SCUD ) benötigt. An der Entwicklung der Antennetechnik und elektronischer Lenkung waren diese nicht beteiligt. Deutsche Fla Raketen wurden in Russland nach dem 2. Weltkrieg nachgebaut.

Am 11. Dezember 1957 wurde das System S 75 es von der  staatlichen Abnahmekommission bestätigt. ( SA 75 ) Noch in diesem Jahr wurden 30 Systeme gebaut sowie 621 Flugkörper gefertigt. Geplant waren erst einmal 40 Systeme mit 1200 Flugkörpern.

Das Originalsystem war mobil und wurde von Kettenfahrzeugen gezogen ( PR11 )    PR11 Bild

Wahrscheinlich wurde das Flüssigkeitstriebwerk der deutschen  Fla Rakete " Wasserfall  nachgebaut und für verschiedene russ. Raketen weiter entwickelt.

Nikolai N. Gorbatschow " Im Kreis des weißen Feuers " und " Die Schlacht " beschreiben in Romanform die Entwicklung des 1. Fla Raketenkomplexes in Ashuluk.   Militärverlag DDR , 1982

 

                                        S75 "DESNA"      SA 2

S75 "DWINA"      SA2

S 25 "Berkut"     SA1

System  S 50       

 


                                                                                      

 

                                  ALMAZ   http://www.raspletin.ru/      aus dem russ.


                                                  
ALMAZ http://www.raspletin.ru/

                                        1 Antenne Empfang Epsilon , Seitenwinkel scan
                                        2 Antenne  Beta , Höhenwinkel scan
                                        3 Sendeantenne , Lenkung Fla Raketen ( Pulscode )

                       " Abscannen"  von 2 Ebenen ( Höhenwinkel und Seitenwinkel )

Im Gegensatz zum S 25 System hatte der S 75 bereits automatische Zielbegleitung 
( Antenne auf Ziel und Raketenlenkung auf Ziel ) nach deren Winkelkoordinatenbestimmung .
Nach diesem  Verfahren begleitete die Antenne mechanisch nach dem Ziel und elektronisch in verschiedenen Blöcken in der Anlage.  Wie auch beim S 25 wurden durch Funkorter ( Operateure ) die beiden Winkelkoordinaten und die  Entfernung in Handbegleitung  ( RS     ручного сопровождения ) begleitet.

Der S 75 hat 3 Raketenkanäle zur gleichzeitigen Lenkung von 3 Raketen auf das Ziel. Der erste SA 75 " Dwina " hatte noch 6 Kabinen.  Nachfolge - Muster   S 75  "Desna "  und   "Wolchow" hatten  3 Kabinen.


Die Fla Raketen wurden im Konstruktionsbüro " Fakel " in Moskau konstruiert. Diese Fla Raketen waren 2 stufig ( Booster, Feststofftriebwerk und 2 . Stufe Flüssigkeitstriebwerk. ) 6 Rampen gehörten zu  einem Fla Raketenkomplex.

                          Damit war  Bekämpfung von 3 Flugzielen mit  a 2 Fla Raketen möglich.

                                          ALMAZ http://www.raspletin.ru/

                                      Antennenposten , Kabine PW  S 75 M3                 Antennenposten , Kabine PW  S 75 M4               
 


Der S 75 wurde ständig weiter modernisiert.    So wurde die Antenne um den" Uskie Lutsch"                          
( schmales    Antennendiagramm   узкий луч ) sowie " Beleuchtung " ( подсвет)  erweitert. Später wurden die 2  "Uskie Lutsch" Antennen zu einer zusammengefasst.  Als Modernisierung  wurde die teleoptische Begleitung möglich   ( TV Kamera " Karat 2 " )

 

 

Historie

         Haben vietnamesische  SAM  S 75 DWINA   gegen Flugzeuge vom Typ SR71 gehandelt ? 

Aufklärer SR 71    schwarze Drosseln   über Vietnam

Haben vietnamesische SAM auf    SR 71  gehandelt ?

 

ES werden Versuchsschiessen auf hoch und schnell fliegende Ziele durchgeführt.    Erforscht werden Möglichkeiten Ziele vom Typ A II / SR 71 zu bekämpfen.

       hier

 

 

 

     

 

ES werden Versuchsschiessen auf hoch und schnell fliegende Ziele durchgeführt.    Erforscht werden Möglichkeiten Ziele vom Typ A II / SR 71 zu bekämpfen.

       hier

 

Möglichkeiten des Fla Raketenkomplexes  S 75 (Antenne RSN 75W )  und der
Rundblickstation P 12 gegen Ziele vom Typ A II



Untersucht wurden die Möglichkeiten der

 Zielauffassung

 Zielerfassung

 tracking in verschiedenen Betriebsarten der Raketenleitstation    und

 Möglichkeiten der Vernichtung 

 

Von  April bis Oktober 1964 führten die russischen Streitkräfte  Schiessversuche mit dem Fla Raketenkomplex S 75 DWINA gegen verschiedene Ziele  MIG 17 und SU 9 durch. Diese Versuche untersuchten die potentiellen Möglichkeiten gegen amerikanische Ziele von Typ A II zu handeln. Solche Flugzeuge flogen in Höhen über 2o Km und handelten damit an den äußeresten technischen Grenzen dieses Fla Raketenkomplexes.

 

Flugzeuge vom Typ U2 wurden bereits im Jahr 1961 über Russland und 1962 über Kuba abgeschossen. Die Fla Raketenabteilung 03080 stellte die Versuche sicher.

Untersucht wurden die Möglichkeiten Ziele vom Typ A 12 / SR 71 mit     Zielgeschwindigkeiten um 1000 m/s  mit der Fla Rakete W755 zu  bekämpfen.
 

Das RADAR vom Typ P12 war das System zur Luftraumlagedarstellung und Zielsuche für den Fla Raketenkomplex S 75 DESNA.

Mit der Antenne RSN75W  (Feuerleitantenne)  wurde im Durchschnitt eine
stabile Zielbegleitung / tracking in Handbegleitung   ( RS )
bei 92 Km Entfernung ( Schrägentfernung)  zum Ziel .( mit 84 % Wahrscheinlichkeit )

Als Ziel diente ein Flugzeug vom Typ MIG 17.

 

Mit einer Sicherheit von 84 % im automatischen Regime der Zielbegleitung wird eine Entfernung mit 58 Km gerechnet. ( AS in allen 3 Koordinaten )


Zusätzliche Angaben gibt es für  die Betriebsart „Beleuchtung“ („podswet“)
 

Tracking nach RS, Handbegleitung und AS (automatisches Tracking) erfolgt
in der Betriebsart der Antenne „schmaler Strahl„ („uskie lutsch„ )während  die Betriebsart (breiter Strahl) Aufhellung  zur Zielsuche angewendet wird.

Das Radar P 12 fasste Ziele in Entfernungen bei  150 bis 180 Km  auf.
Die angegebenen Entfernungen gelten für  Höhen von 6000 bis 12.000 m Höhe.


 

Resümee

 

Es konnte festgestellt werden :
 

Zielbegleitung mit dem Feuerleitradar SNR75W ist ohne Betrachtung der  Zielvernichtungsmöglichkeiten in folgenden Fällen gegen Ziele vom Typ A II möglich :

Betriebsart Zielsuche                                  90 - 110 Km
Betriebsart Zielbegleitung /tracking in 3 Koordinaten  RS   90  Km
Betriebsart Zielbegleitung /tracking in 3 Koordinaten  AS   76  Km
Betriebsart Zielbegleitung /tracking in 3 Koordinaten  ASAP 70  Km


Die Rundblickstation P12 konnte Flugzeuge vom Typ  SU 9  in Höhen von 18 bis 20 Km auf Entfernungen von 105 bis 150 Km darstellen.
 

Des Weiteren werden Abweichungen / Fehler nach den Koordinaten in den Betriebsarten der RSN75W betrachtet.

Dazu erfolgten Abflüge in  Höhen um 12.000 m  mit Parametern für den Anflug um  0 Km                  ( Direktanflüge ) Die verschiedenen Fehler ,Fluktuation und systematischen Fehler wurden erfasst und beurteilt.

 

Es fanden 15 Starts mit Fla Raketen gegen Ziele MIG 17 statt.

 

Beispiel

Start  628

25.4. 1964

 

Ziel : Höhe 25 km , Parameter 15 Km Anflug

Geschwindigkeit: 1000 m/s

Fla Rakete 20TDP  W755 ( Fla Rakete 20D , Telemetrie - Rakete, Serien Nr.835457)

 

Betriebsart Begleiten der Antenne ASAP : 

Winkelfehler in Epsilon:  1,19 min ,  Beta:  0,66 min

Treffpunkt  0,86 ° nach unten ,  0,91°  nach links

Flugzeit bis Treffpunkt: 49,8 sec

Im Treffpunkt: Schrägentfernung : 33,6 Km   

Höhe :                            24,2 Km
Parameter :                       14,4 Km.

Treffer , Detonation Gefechtsteil

  Vertikale  Ebene :              plus 58 m

  Seite:                          plus 17 m.

 

Das Heranlenken der Fla Rakete nach dem Start an die Flugbahn erfolgte bei:

nahe Grenze : vertikale Ebene nach 11,6 sec bei      6 Km

              horizontale Ebene nach 8,7 sec  bei    4,2 Km

 

Dadurch ergibt sich die Nahen Grenze der Vernichtungszone ( Totbereich )  von 6 Km für die Vernichtungszone.

Während des Fluges der Fla Rakete wurde die Flugbahn messtechnisch (Telemetrie) erfasst.

 

Die Abweichungen von der laufend durch den Rechner (    System SKE, analoger Rechner in der Kabine AW , Autor ) bestimmten  Flugbahn betrug in der vertikalen Ebene nicht mehr als  0  plus minus 80 m, in der horizontalen Ebene nicht mehr als plus 30 m und minus 70 m.

 

Schlussfolgerungen

Ziele vom Typ A II mit Zielgeschwindigkeiten von  3600 Km/h können  aufgefasst, begleitet und vernichtet werden.

 

Die Vernichtungszone für den Fla Raketenkomplex  den Fla Raketenkomplex beträgt :



Beginnend mit 12 Km in der Entfernung für Höhen von 300 m bis 11 Km Höhe für maximale Zielgeschwindigkeiten bis 700 m/sec im Anflug .

Bei  Geschwindigkeiten  größer  700 m/sec beginnt die VZ bei 16 Km.

Die ferne Grenze wurde mit 27 Km  und Zielhöhen bis 30 Km bestimmt.

Die potenziellen Möglichkeiten Des Fla Raketenkomplexes erlauben eine
Startentfernung bei max. 85 Km für Zielhöhen bis 17 Km .

Der max. Parameter ist höhenabhängig und wurde für die  Hohen
15 20 25 27 Km    mit 24 20 15 und 21 Km bestimmt.

Für die Leitmethode  MHB / PS ( polowinoje sprjamlenie, „halbe Begradigung )und Betriebsart  AS wurden 5  bis 35 m systematische Lenkfehler bestimmt, bei AS-AP und AS  erfolgt die Zielvernichtung
in einem Kreis mit Radius 60 m mit 0,7 Wahrscheinlichkeit.

 

 

Autor

Das Dokument wurde vom Autor übersetzt ( Muttersprachler ). Es wurde dem Sinn nach übersetzt. Zusätzlich fließen Erkenntnisse aus dem persönlichen Kenntnisstand zum System S75 ein. ( Studium der Fla Raketentechnik und Lernen am S 75 original als Stundet an einer milt. Schule der Luftverteidigung ) , langjähriger Job als LO bei einer Feuereinheit S 125 )

Im übrigen handelt es sich hier um keine neuen Erkenntnisse. Der hier veröffentlichte Inhalt war täglich Brot im System S 75 , S 125 , S 200 und S 300 der NVA .


Das deckt sich auch mit späteren Erkenntnissen aus dem Vietnamkrieg.

 

Vietnamesen bekämpften in der Betriebsart Handbegleitung ( RS ) und Dreipunktmethode ( TT „trjöch totschek“ )einfliegende B-52 Bombenflugzeuge erfolglos wegen großer Ablagen. Nach tracking / Zielbegleitung in RS ( Handbegleitung der Antenne ) wurde während der Zielbegleitung mit Nachlassen des jamming ( Stören des RADAR ) am Wendepunkt auf die Betriebsart AS  ( automatische Begleitung )  übergegangen.

 

Der Fla Raketenkomplex S 75 DWINA konnte im Jahr 1964 Ziele mit maximaler Zielgeschwindigkeit von 400 m/sec mit gegebener Vernichtungswahrscheinlichkeit bekämpfen. Höhere Zielgeschwindigkeiten gingen zu Lasten der Vernichtungswahrscheinlichkeit .

 

Fazit

SR 71 lassen sich mit dem Fla Raketenkomplex S 75 DWINA und der    Fla Rakete 20D ( W755 В-755  20Д )    mit  Vernichtungszone 7 - 43  Km  und    3 - 30  Km Höhe) bekämpfen. Die Vernichtungswahrscheinlichkeit beträgt bei optimalen Bedingungen des Schiessens   70 % .

Die Zeiten zur Zielssuche , Auffassung , tracking und Feuereröffnung mit 3 Fla Raketen sind zeitlich begrenz.

Die vietnamesischen Streitkräften haben nicht wahllos auf Flugzeuge vom Typ SR71 gehandelt.

 

   

 

Vernichtungszone für Ziele 600 m bis 1000 m/s im Anflug .

Schiessregeln . System S 75 WOLCHOW .

 

 

 

 

 


 

SА - 75 Desna

S - 75 Dwina

S 75  Wolga
Wolchow

S 75  Wolga-2A

Jahr  der Einführung

1957

1959

1962

2000

Typ Fla Rakete

11D

13D

20D/5JA23

20D/5JA23

max. und min. Entfernung der Zielbekämpfung Km

22-29
7

29-34
7

43/56
7/6

60
7/6

max. und min. Höhe zur Zielbekämpfung

25-27
3

25-27
3/ 0,5

30
3/ 0,1

30
 0,1

max. Zielgeschwindigkeit  Km/h

1100

1500

2300 /3700

3700

Anzahl Ziele und gelenkte Fla Raketen

1/3

1/3

1/3

1/3

 

 

 

 

 

 

 

 

max. min. Entfernungen etc: gemeint sind die Ausmaße der Vernichtungszone. Der Flugkörper fliegt selbstverständlich bedeutend weiter und höher. Mit der Vernichtungszone wird in einem Raum unter bestimmten vorgegebenen Bedingungen die Zielvernichtung garantiert ( 5-95 % , je nach takt. Bedingungen ). Außerhalb der VZ wird die Zielvernichtung abnehmen, ist aber möglich.  Skarus . Peters-ada 2009

 

                                                                                      

 

                               СА-75   "Двина"    SA 75   " Dwina"

 

Die Entwicklung des S 75 erfolget in mehreren Etappen. Zu Beginn stand die Aufgabe administrative Zentren und militärische Objekte zu schützen.

Das Grundmuster wurde aus dem stationären Fla Raketenkomplex "Berkuit "S 25 entwickelt. Das erste Muster war beweglich ( Kfz Basis ) und als mit СА-75 "Двина" SA 75 "Dwina" bezeichnet. 1956 entwickelte sich daraus stationäre Fla raketenkomplex S 75 " "Desna " С-75 "Десна" .Später Varianten С-75М "Волхов", С-75М2, С-75М3, С-75М4 leiten sich alle vom S 75 "Desna" ab.       

Der SA 75 war ein stationäres einkanaliges  ( ein Ziel  wird  jeweils  einzeln bekämpft )  und 3 kanaliges System für die Raketenlenkung      ( 3 Flugkörper ließen sich gleichzeitig auf dieses Ziel lenken, Empfang und Verarbeitung der Raketensignale, Erarbeitung Lenksignale und Abstrahlung zu den Flugkörpern. Autor )

Februar 1955 wurde das erste funktionsfähige System auf dem Staatspolygon ( Asheluk . Autor ) fertig gestellt. Im April 1955 erfolge der erste Start der Fla Rakete В-750 ( W - 750 ). April 1956 entstand erstmalig ein bewegliches und transportables System. September / Oktober 1957 erfolge die Erprobung des transportablen ( 6 Kabinen ) Systems. Es wurde auf bereits vorhandene KFZ Technik                ( SIL ) zurückgegriffen. Die Rampen waren ebenfalls transportabel.

Im Oktober 1957 wurde der SA 75 in die Bewaffnung und in die Truppengattung Luftverteidigung des Landes ( PWO ) aufgenommen. Die Rampe SM 63 wurde im Petersburger ZKB 34 ( Leningrad ) hergestellt. Die Verlegung des Komplexes ( 6 Kabinen , 6 Rampen , Antenne ) dauerte 4- 5 Stunden im Gelände.

 

                            

 

Leitoffizier ,   Funkorter     Kabine UW  S 75 DWINA .

Es gibt noch kein TV Bildschirm. Das TV System Karat 2 9Scha38 kam erst im Jahr 1972 in die Modernisierung .

 http://sites.google.com/site/samsimulator1972/home  mit freundlicher Genehmigung für Peters-ada.de

 

 

 

                   

                                                                                      

 

            С-75 “Десна”           S 75     " Desna"         SA 2  ( USA und NATO )

1956 begannen die Entwicklungsarbeiten zum System " Desna " und     bereits 1957 wurde ein erstes Muster fertig gestellt. ( Polygon Asheluk ) .Dieses System war mobil und transportabel.  Im Mai 1959 wurde es in die Bewaffnung aufgenommen.

 

  Antennenposten PW  DESNA       

Dieses System hatte  3 Kabinen ( 6 Rampen und Antennenposten ) Es kam zu Mischformen beim Einsatz mit dem System "DESNA"    .

Am 1. Mai 1960 vernichteten 2 Feuerabteilungen  ein amerikanisches US Aufklärungsflugzeug vom Typ U2 mit dem Piloten  Powers       Die ganze Geschichte  

 

                                                                                      

 

С-75М “Волхов”      S 75M     " Wolchow"       SA2 

  ( USA  : SAM 2      NATO   : SA 2 )

 

Die Entwicklung begann bereits im Jahre 1958 auf der Basis des Desna Systems. Im Mai 1961 wurde "Wolchow" in die Bewaffnung der Luftverteidigung des Landes ( Russland ) eingeführt. Es wurde von der westlichen Welt als SA2 bezeichnet. 
Teilweise war das System auch in Teilen der Landstreitkräfte / Heer im Einsatz. ( Autor  : Die Luftverteidigung gehörte zur damaligen Zeit zum Heer ,und wurde später eine eigenen Haupttruppengattung neben Heer , Marine , Luftwaffe und den strategischen Raketentruppen als 5. Waffengattung : Truppen der Luftverteidigung des Landes ,  PWO  eingeführt. )

Der Fla Raketenkomplex "Wolchow" unterscheidet sich äußerlich nicht vom Vorgängergerät  S 75 " Desna ".


 

 

   

 

 

 

 

 PW  System  S 75 Wolchow  der   FRA Altwarp      Bild : http://www.altwarp.de/index.htm

Verbesserungen und Modernisierung erfolgte für das Schiessen unter aktiven und passiven Störungen. ( Düppel, Chaff , jamming ) Teile im Antennenposten PW  wurden verbessert und geändert.

Ankoppelung an die Brigade erfolgte mit der Kabine 5F 20 ( automatisches Führungssystem ) für die Betriebsart "Zielzuweisung" durch die Brigade und dem Zielzuweisungssystem  "АСУРК-1"und“Вектор”. ("AZURK" und "Vektor")

 

  Bild von Tamaz ,  / Ungarn  mit freundlicher Genehmigung für Peters-ada

Sofia 2010.     Mit freundlicher Genehmigung by St. Büttner

                            

Sender PW. "Hexenhaus" auf dem Dach - zum optischen Begleiten von Luftzielen. Damit wurde elektronische Niederhaltung umgangen .Hier wird über ein optisches Visier das Flugzeug begleitet und die Antenne bewegt. Für den S75 Wolchow wurde eine TV Kamera in das System integriert. Einsatz in dieser Form in Vietnam.

                                                                                      

Die Startrampe SM 90 wurde im Leningrader ( St. Petersburg ) Werk und Konstruktionsbüro ZKM 34 unter Leitung des Hauptkonstrukteurs Korobow gefertigt . Als Zugmittel für die Rampen kamen bereits vorhandene Fahrzeuge KRAZ 214 zum Einsatz.
 

 

 

                                                                                                                                                 
 

                                           Modernisierungen                                                           

S 75 M2 1971 eingeführt , neuer Flugkörper 5JA23 mit verbesserter Reichweite. und Flugkörper 20DS, 20DU,20DSU.
S 75 M3 1975 eingeführt neue Flugkörper W-760W und 5W29 mit modernisiertem Gefechtsteil
S 75 M4 1978 Teleoptischer Kanal , div. Ausbildungsblöcke / Imitator zur Ausbildung

Teleoptischer Kanal mit Standard Kamera 9 Scha 33 A . ( ebenso KUB und S 125 NEVA )  1973.
                                                        

                                                           С-75М “Волга”  S 75 " Wolga "                                                                 

Auf der russ. Messe MAKS 95 wurde durch das russ. Konstruktionsbüro   ALMAZ    http://www.raspletin.ru/ 
( Hersteller des S 75 ) der Fla Raketenkomplex S 75  " Wolga" vorgestellt .

 

 

 

 

                                      Modernisierungen durch Nutzer

 

Iran baute den Komplex 1999   um und modernisierte.

Ägypten hat den S 75 modernisiert.

Indien besaß  in den 60er und 70er Jahren den russ. S75.Während Pakistan den chinesischen S75 alias HQ2 nutzte.

 

                                           China

China hat den S 75 digitalisiert und fahrbar gemacht . HQ1  bis HQ 4  HQ   =  " Rote Fahne "

Ab 1957 wurde der S75 "DWINA " China  in Lizenz gebaut. Nach politischen Unstimmigkeiten wurden 1960 die russ. Berater aus China abgezogen.

 Ab 1961 wurde im Konstruktionsbüro Nr. 2 in Shanghai  das System HQ 1 entwickelt. 1963 fanden erste Schiesserprobungen statt. Bis zum Jahr 1969 wurden 4 Systeme hergestellt. Ursache waren technische und taktische Probleme. China nutze weiterhin die russ. Systeme für seine Luftverteidigung und eröffnete vielmals das Feuer auf amerikanische und kanadische  Aufklärer vom Typ U2.Die U2 wurde mit Selbstschutz und- jamming- Einrichtungen ausgerüstet. Die Bekämpfung durch die S75 / HQ1 wurden fast unmöglich .

Ab 1965 war ein verbessertes System HQ2 entwickelt und nach Abschlusstests 1966 in die Streitkräfte aufgenommen.

Am 8. September 1967 wurde mit dem neuen HQ2 System eine U2 über Ostchina abgeschossen. Dabei schossen 2 Systeme HQ2 und ein System HQ1 gegen die U2. Ein Flugkörper der HQ2 Abteilung vernichtete die U2. Das Feuergefecht fand unter elektronischen Gegenstörungen gegen die Luftverteidigung  durch den U2 Aufklärer statt.

Im Jahr 1970 wurden 4 weitere U2 Aufklärer über China vernichtet.

Der S 75 / HQ 2 stellte die Souveränität China über seinen Luftraum her und hielt diese.

Der erste Abschuss durch die chinesische Luftverteidigung  erfolgte am 8. Oktober 1960 . Dabei wurde ein taiwanesischer  Aufklärer RB 57D wurde mit den S 75 System abgeschossen.

Ab 1973 wurden die Flugkörper gegen elektronische Gegenstörungen und gegen Ziele in geringen Höhen verbessert. Hier wurden Erfahrungen der Vietnamesen mit ihren S 75 gegen die Amerikaner ausgewertet und in die Verbesserungen eingebaut. Neben russ. Beratern waren auch Chinesen als Berater der Vietnamesen tätig.

Das optische Trackingsysten wurde ebenfalls in die HQ2 ( RADAR ) eingebaut.

Am 5. Oktober 1987 schoss ein System HQ2 einen vietnamesischen Aufklärer vom Typ MIG 21 R ab.( Grenzgebiet zu Vietnam )

1978 erfolgte die Einführung des System HQ2B. Das neue System war grundsätzlich überarbeitet worden:     das Gefechtsteil wurde effektiver ( Splitterspreng, der Killradius vergrößert) . Der Raketenmotor wurde verbessert .         ( Booster : Feststoff, Marschtriebwerk : Flüssig ).  Die Lenkkommandos an die Flugkörper wurden nun digital gesendet. Die Lenkfähigkeit und Manövrierbarkeit des Flugkörpers wurde verbessert. ( 1,5 g )

Das Bodengerät , Kabinen und Antenne wurden digitalisiert. Die Sendefrequenz der Antenne ( PW ) wurde erhöht. 

An den Startgeräten wurden Verbesserungen eingeführt. Die Stargeräte waren nun mobil.  

Die Vernichtungszone wurde auf 27 Km erhöht. Die nahe Grenze betrug  5 Km.

Die Vernichtungswahrscheinlichkeit ( 1 Rakete ) wurde von 68 % ( HQ1 )   über  73 % ( HQ2 ) auf 93 % ( HQ2B ) erhöht.

Die Anzahl der Systeme stieg auf 25 . Chinesische Berater lernten auch im Vietnamkrieg dazu. Der Schwerpunkt weiterer Entwicklungen wurde auf die Störfestigkeit des Systems  ( ECCM ) gelegt. Die US airforce und NAVY  drückten die Effektivität der vietnamesischen SAM vom Typ S 75 entscheidend nach unten.

In den 80er Jahren erfolgte die Digitalisierung des HQ2B Systems und das System wurde mobil.

Um den ständigen Aufklärungsflügen durch die SR 71 begegnen zu können wurde die Entwicklung zum System HQ3 vorangetrieben. Mehr als 800 Flugkörper wurden gegen die SR 71 Blackbird  ohne jegliche Treffer gestartet.

Das HQ2 System war bis in die 80er Jahre das Hauptsystem der Luftverteidigung Chinas und schützte Militär und Wirtschaftszentren gegen Schläge und Aufklärung aus der Luft.

China verkaufte sein System HQ2 ( es basierte auf dem russ. S 75 / SA2 )  in den mittleren Osten , nach Nord-Korea , Pakistan , Ägypten  und Iran.

Quelle : Internetseiten über die chinesischen Streitkräfte.

Übersetzung : Skarus

 

                                      Projekt 8610                     China

 

Der russ S 75 besaß die Option des Schiessens gegen Boden Ziele. Im Jom Kippur Krieg wurde durch ägyptische S 75 gegen israelischen Militär im Boden Boden Einsatz geschossen.

Unter der Bezeichnung  Projekt 8610 wurde das HQ2 System in dieser Hinsicht verbessert.

Iran und Nordkorea nutzen diesen Flugkörper unter der Bezeichnung  M-7 .

 

                                      TBM  Fähigkeiten       China

 

1984 testete China sein HQ2 System gegen die taktische Boden Boden Rakete Tuqiang-3.Die Reichweite der TBM betrug 100 Km in der Entfernung ( 2/3 davon sind die Überhöhung und Flughöhe ). Diese TBM wurde mit 3 Flugkörpern bekämpft. 4 von 5 TBM wurden vernichtet.

 

 

China verkaufte sein System HQ2 ( es basierte auf dem russ. S 75 / SA2 )  in den mittleren Osten , nach Nord-Korea , Pakistan , Ägypten  und Iran.

Iran nutzte das HQ2 Luftabwehrsystem in Iran-Irak Krieg ( Februar 1986 ) mit 8 Systemen .

Bis zum Jahr 1992 wurden verbesserte chinesische System HQ2 nach Iran verkauft.

 


Polygon Spadeadam in Großbritannien

Die britischen Streitkräfteunterhalten  einen S 75 Wolchow  ( deutsches System ) zum Training

der fliegenden Luftwaffe. Auf dem Polygon Spadeadam befinden sich S 125 und ein S 75 System

zusätzlich ein OSA ( SA 8 ) und anderes Fla Gerät.

 http://www.raf.mod.uk/rafspadeadam/

 

Antennenposten S 75

 Bild : mit freundlicher schriftlicher Genehmigung für  peters-ada.de von   RAF Spadeadam

  © Crown copyright 2005, reproduced under the Open Government Licence  v 3.0

 

S 75 Wolchow mit Startrampen

  Bild : mit freundlicher schriftlicher Genehmigung für  peters-ada.de von   RAF Spadeadam

  © Crown copyright 2005, reproduced under the Open Government Licence  v 3.0

 

 

 

 http://www.raf.mod.uk/rafspadeadam/

 

                                                                                      

    

 

                      Quellen zum lesen und forschen :      russ.

ALMAZ                http://www.raspletin.ru/
Westnik PWO   http://pvo.guns.ru/
RPK                     http://www.vpk-news.ru/
PRO PWO          http://www.pro-pvo.ru/

  

Viele Informationen stammen aus WESTNIK PVO und wurden aus dem russ. übersetzt. Westnik PVO arbeitet sehr eng mit Herstellern russ. Luftverteidigungstechnik zusammen und bezieht auch historische Zusammenhänge von den Herstellern .

Viele  pensionierte Militärs und Techniker geben regelmäßig Artikel zur Geschichte des S 75 und dem Einsatz in lokalen Kriegen heraus. Der Webmaster dieser Seite korrespondiert regelmäßig mit  WESTNIK PWO .

Alle Artikel wurden selbst übersetzt. Obwohl Muttersprachler, wurde nicht immer wörtlich übersetzt. Vielmehr durch technisches Studium der Fla Technik wurde vom Autor der taktische und technische Hintergrund zusätzlich betrachtet und eingearbeitet. Eigenes Erleben und Kenntnis  des S75 wurde eingearbeitet.

Westnik PWO : www.pvo.guns.ru

 

Die Rakete , der Flugkörper wurde möglicherweise aus der ehemals deutschen Fla Rakete " Wasserfall " entwickelt. Der deutsche Raketenmotor ( Flüssigkeit-Motor ) der Wasserfall Rakete wurde durch Russen nach Kriegsende nachgebaut ( und verbessert. )
Dieser Motor sollte die Entwicklung der russ. Raketentechnik eindeutig beschleunigt haben. Deutsche Denker und Ingenieure haben bedeutende Entwicklungsarbeit geleistet und Hirnschmalz geschwitzt.

Die Wasserfall Rakete kam im 2. Weltkrieg nicht mehr zum Einsatz. Amerikaner , wie Russen sammelten Material und Menschen ein , um diese an eigenen Raketenprogrammen arbeiten zu lassen. Deutsche Arbeiter , Techniker und Ingenieure mit ihren Familien haben den USA einen gewaltigen Innovations- - und Technologie -Schub gegeben.
Die Deutschen , die für Russland ( Zwangsarbeit ) arbeiten  mussten ,haben die Grundlagen für die russ. Raketentechnik gelegt. Allerdings war nach einiger Zeit deutsche Mitarbeit nicht mehr notwendig. Deutsche waren an den eigentlichen späteren Entwicklungen ( USA , bzw.  Russlands Flugabwehrtechnologie )   nicht beteiligt.

Der Flüssigmotor für den S75 wurde aus der deutschen Fla Rakete Wasserfall entwickelt. Peenemünde ist die Geburtsstätte des Motors einer russischen Fla Rakete . Russland eignete sich nach dem 2 . Weltkrieg durch Eroberung   deutsche Technologie an. Russlands führende Rolle auf dem Gebiet der Raketentechnologie ( zivil und militärisch ) beruht auf dem Wissen Können und Erfindergeist deutscher Wissenschaftler und Militärs im 2. Weltkrieg.
Nach 1950 waren keine deutschen Wissenschaftler und Techniker in Russlands Raketenentwicklung beteiligt. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich Russland zu einer führenden Weltraummacht und ist bis heute auf dem militärischen Sektor der Raketentechnik weltweit führend.

Die Flugkörper des S75  werden seit 1958 wurden im Leningrader ( St . Petersburg ) Nordwerk hergestellt.

 

                                                        


                              
©   Skarus         1982 -  2007        08/ 2009      11/2015