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                                                                      ARM       anti radiation missile                  Anti Funkmess Rakete  AFR

                                                                      HARM    high speed anti radiation missile

 

      Dieser Artikel wurde populärwissenschaftlich geschrieben und enthält keine geheimen Informationen der Streitkräfte.

       

 

  Inhalt und Stichworte

  •  ARM Anti Radiation Missile -   HARM  High Speed  Anti Radiation Missile         Anti Funkmess Rakete ( AFR )    

  •  die typische russische ARM

 

ARM ist ein Flugkörper ,- der gegen  Luftabwehrsysteme oder deren Aufklärungsmittel  geschossen wird. Die Wirksamkeit ist nicht immer gegeben. Ausschalten des RADAR bringt aber auch nicht immer Überlebenserfolg , da durch passives Weiterfliegen oder fliegen nach GPS Koordinate das Radar trotzdem vernichtet werden kann. Direkte Treffer sind hierbei  nicht notwendig , da die ARM mit  Laserhöhenmesser vor und über dem RADAR detoniert .Die Zerstörung erfolgt durch Splitter.  Bekämpfung der ARM durch die Feuereinheit ist technisch möglich , lenkt aber vom Auftrag Flugzeug/TBM Abwehr ab. Eine ARM fliegt auf verschiedenen Flugprofilen auf eine Radarstellung oder Feuerleitradar zu. Abhängig davon , ob die ARM das RADAR erfasst und gefunden hat oder nicht ,- sind verschiedene Betriebsarten möglich. Die ARM steigt nach dem Start auf und lenkt sich von oben auf das Ziel. Zuvor muss über Triangulation ( das Trägerflugzeug fliegt einen Parallel- Flug seitwärts zum Ziel oder einen "S" förmigen Flug ) die ungefähre Entfernung bestimmt werden. Das Einmessen und Erfassen kann kurzfristig erfolgen. Die erste Generation ARM vom Typ "Shrike " war im Luftkrieg gegen Vietnam  im Einsatz.

Bild : Autor www.peters-ada.de

                                                                                                                               


 

Typische Vertreter :

           

                    AGM 78                             AGM 88 HARM              X58

 

HARM :

Einsatzreichweite :

Geringe Höhen :  bis 20 Km

maximal : 150 Km.   Dabei steigt  der Flugkörper im 45 ° Winkel auf.

Arbeitsfrequenzen :   programmierbar : 2 GHz - 40 GHz

Genauigkeit der Lenkung : bis zu  7 - 9 m im Treffpunkt. Abweichungen und Fehlschüsse nach Ausschalten RADAR werden durch GPS Koordinaten kompensiert. Lenkung :   2 Punkte Leitmethode , Proportionalnavigation.

Geschwindigkeit : 2200 km / h.  ( ca. 600 m/sec    )

Suchkopf ist auf seine Aufgabe und Frequenzbereich vorprogrammiert. ( 10 MHz - 40 GHz ist technisch möglich )  Der Suchkopf kann bis zu 4 unterschiedliche Ziele gleichzeitig auffassen. HARM ist keine Duellwaffe gegen die Fla Rak !

3 Arbeitsmodi :

- 150 Km Schuss mit Überhöhung, Zielsuche im Zielgebiet. Datenbank im Flugkörper, intelligente Suche nach Wertigkeit und Prioritäten .

- Selbstschutz. Trägerflugzeug schießt zum Eigenschutz gegen Feuerleitradar

- Zielsuche. HARM sucht selbst ständig mit eigenem Suchkopf. Mit Hilfe der Datenbank und Vorprogrammierung werden Ziele gesucht.
  Bis zu 4 Ziele können gleichzeitig beachtet werden,bis sich für ein Ziel entschieden wird.

- Gefechtskopf : 66 Kg mit 13.000 Wolframwürfeln

 

 

    download  PDF    Arbeitsblatt HARM

 


X58     Russland

Geeignet zur Bekämpfung    Patriot  

Einsatzreichweite :            10 - 250 Km

Genauigkeit der Lenkung : 5 -8 m im Treffpunkt

Geschwindigkeit                450 - 600 m/sec

Kill Radius :                       20 m

Die typische russische AFR ( Anti Funkmess Rakete )  wird in der Stückzahl 1  auf ein Radar gestartet. Die Reichweite ist beträchtlich, der Flugkörper wird beim Start vom Trägerflugzeug nicht festgestellt und daher auch nicht fortlaufend beobachtet und als Bedrohung eingestuft.

Der Gefechtskopf ist ( immer ) von der Masse überdimensioniert. Der Schwerpunkt bei der Entwicklung russ. Flugkörper gegen RADAR Systeme lag auf Zielvernichtung mit sehr hoher Erfolgsaussicht.

Die mangelnde Genauigkeit im Treffpunkt ( bis zu 50 m Ablage )  wird durch Masse im Gefechtskopf kompensiert. Reparatur unter Gefechtsbedingungen am getroffenen Objekt ( battle demage  repair ) sind zwecklos.

 

                                                                                                        

 

ARM gegen nordvietnamesisches RADAR im Krieg 1968 -73

Bei Treffern von ARM Type SHRIKE wurden folgende typische Ergebnisse gegen den SA-2 / S-75 Fla Raketenkomplex erreicht :

Bei Detonation der ARM in Entfernung con ca. 60 m vom Antenneposten ( PW ) der Raketenleitstation wurden bis 70  Löcher an der Sendekabine / Antenne  gezählt. 10 HF Kabel wurden beschädigt. An einer Startrampe wurden ein Powerkabel und ein Steuerkabel zerstört. Die Staffel war längere Zeit nicht mehr einsatzbereit. Personenschaden oder Verluste gab es immer.

 

   

 Typisches Verfahren 1968 -73 der US Airforce gegen nordvietnamesische Luftverteidigung.

 

                                                                                                                  

 

                                                   Anzeichen  für ARM Einsatz :

ARM lässt sich auf dem RADAR Bildschirm beobachten. Bei den alten  analogen sich drehenden RADAR Systemen werden ARM eine Antennenumdrehung auf dem Bildschirm beobachtet. Danach ist die fliegende ARM aus dem Höhenrichtdiagramm verschwunden. Auf den Leitsichtgeräten des Feuerleitradar werden ARM als deutliche Zielablösungen wahrgenommen. Das Triebwerk ionisiert die Luft, diese Vergrößerung der Reflexionsfläche ist am cm- RADAR ( 5 GHz und größer ) zu beobachten. Auch in CHAFF und Jamming- Umgebung wird das sich sehr schnell ablösende Zielzeichen dadurch erst  wahrgenommen. Bei schmalen Antennenrichtdiagrammen      ( 1-2 ° ) verschwinden diese Flugkörper nach 2- 3 sec aus dem Beobachtungssektor.

 

Der Wegfall aller aktiven Störungen ( jamming ) gilt als Indiz für die Vorbereitung zum ARM - Schuss. Bei einem Gespräch ( NATO Übung als eingeladener Berater für russ. SAM Systeme für  SA - 3 Luftabwehrsystem S-125 NEVA- M1 ) mit einer A6-Prowler Rottenführerin und Pilotin sah ich ihren Augen das Entsetzten, ich konnte sie aufklären.... das Wissen stammte von uns Deutschen, so haben wir immer geübt, Schade, dass sie erst jetzt erfuhren. Anzunehmen ist, dass fremdes jamming ( Z.B. vom ECR Tornado ) die Zielauffassung in der A6 Prowler selbst stört und der Suchkopf der ARM, HARM  ebenfalls gejammt und gestört wird. Antennen mit elektronischer Strahlschwenkung verbleiben nach Finden und Erfassen auf diesen Flugkörpern. ARM sind (theoretisch) bekämpfbar.  Bei " normalem " Einsatz gegen RADAR ( z.B. durch die A6 Prowler ) werden typischerweise bis zu 4 Flugkörper geschossen. Die Überlebungswahrscheinlichkeit für das RADAR geht gegen Null. Hier hilft nur rechtzeitiges Ausschalten des Senders ( Hochspannung ausschalten, Dummyload strahlt bis zu 5 Km weit * ) Der beste Schutz ist es, ohne aktive RADAR Abstrahlung zu arbeiten. Verschiedene  Heeres Fla- Systeme nutzen den teleoptischen Kanal : SA 3 , SA 8 OSA, KUB  SA 6, BUK SA 11, Roland und HAWK.                  

Die ARM fliegt nicht auf dem RADARSTRAHL in die Antenne der Raketenleitstation. Der Suchkopf der ARM erfasst die diffuse Abstrahlung über Nebenkeulen des RADAR. Ob sich eine Rundblickstation dreht ist belanglos.

* Messungen in der Stellung der NVA , FRA 4133 Standort Zachow ,ca.1988 am System S-125 NEVA , SA-3.

 

Der Radarstrahl eines Feuerleitradar ist sehr schmal, ähnlich einem Stift. Bei elektronischer Strahlschwenkung erfolgt nach einem eigenen Programm eine sehr schnell Auslenkung und Neuausrichtung dieses Strahles auf eine Vielzahl von Zielen im Sekunden / milisec. Takt. Ein Flugkörper ARM könnte daher gar nicht auf dem " Hauptstrahl " zum RADAR anfliegen . Der Suchkopf sieht vielmehr eine diffuse Abstrahlung aus seiner Sicht, da unabhängig von der Anstrahlung in alle Richtungen eine Art " Mittelwert " entsteht. Auf diese allgemeine Quelle der Abstrahlung fliegt der ARM Flugkörper zu.

HARM sieht über die Nebenkeulen die diffuse Quelle. Der Suchkopf sollte eine Empfindlichkeit von
50 - 70 dBm haben.
Bild : Autor www.peters-ada.de

 

Sehr wichtig ist die Abtastrate des RADAR ( elektronische Strahlschwenkung ) Wenn ein RADAR aller 1 sec alle Ziele im Beobachtungssektor einmal sieht, fliegt der ARM Flugkörper bei 250 m /sec diese Strecke bis das RADAR mit Rechner die Entscheidung gefällt hat , dass es sich um eine ARM handelt ( Flugprofil, Vektor , Flugbahn ). mehrere Km unentdeckt bzw. unbekämpft auf das RADAR zu. Abzüglich der Zeit bis Feuereröffnung und Flugzeit des /der Flugkörper zur ARM nähert sich eine ARM der Feuerstellung. Hinzu kommt , das die Auffassempfindlichkeit über die Entfernung und die Fals - Flag Rate ( Fehlerrate ) zur Zielauffassung überhaupt gegeben sein müssen.

Bild : Autor www.peters-ada.de

Der Start von ARM lässt sich von m- Stationen der Luftraumüberwachung , bzw. Auf den Sichtgeräten am Feuerleitradar ( cm - Station ) während der Start-Phase ( und nur hier in diesem Zustand ) für 2-3 sec. beobachten. Je nach gewähltem Flugprofil der ARM verlässt der ARM Flugkörper den Auffassbereich des Feuerleitradar und ist nicht sichtbar. In russ. Schiessregeln ( Autor kennt das aus den Schiessregeln am System S125 NEVA, SA- 3 ) soll der Schiessende je nach Flugzeit der eigenen Flugkörper zum Ziel in Betrachtung der Flugzeit der ARM ( doppelt so schnell) die Zielvernichtung fortsetzten. Das hat ( man möge Peters korrigieren ) in vergangenen Luftabwehrgefechten keine schießende Feuereinheit praktiziert. Auch die automatische Bekämpfung der ARM ( PATRIOT als Beispiel ) ist abzulehnen. Das einzige was hilft das RADAR für künftige Operrationen zu retten: abschalten der Abstrahlung

                                                 

 

Bild : Autor www.peters-ada.de

 

Mit Sektor - Such - RADAR ( wird bei den russ. Streitkräften für TBM Abwehr praktiziert )
oder automatischem Modus können ARM zeitnah ohne Zeitverlust bekämpft werden.


Es gilt als Lehrmeinung, dass der Flugkörper auf die Nebenkeulen fliegt. Bei bekannter Entfernung zum RADAR werden diese Angaben in den Rechner der ARM eingegeben, das Flugprofil wird optimiert. Der Flugkörper steigt nach Abschuss steil an ( 45 - 60 ° ) im Höhenwinkel und fällt über dem Radar im Winkel von 70 - 80 ° ein. RADAR Systeme haben je nach Zweck und Betriebsart Tot - Bereiche im Höhenwinkel und sehen die anfliegende ARM nicht. Eine andere Flugbahn ist der flache Schuss direkt auf der Sichtlinie zum RADAR. Ist der genaue Standort des RADAR nicht bekannt ,können ARM " vorbeugend " geschossen werden. Im vorprogrammierten Suchkopf sind die potentiellen Sendefrequenzen abgelegt. Der Flugkörper sucht selbständig. Werden keine RADAR Systeme gefunden ist die ARM verloren. Es besteht aus der Sicht der anfliegenden Luftwaffe immer die Option , dass diese ARM von der Luftverteidigung gesehen werden und diese Systeme ausschalten.                         

                                  

                                                                                   typische Flugbahn

 

Der Suchkopf der ARM weist eine sehr hohe Dynamik auf : es müssen sehr große Signale, wie auch sehr kleine Signale erfasst werden. Die Grenzempfindlichkeit für den Suchkopf sollte bei 60 - 40 dBm liegen ( siehe auch Rechnen mit dBm und Leistungen ).  Typische Auffassentfernungen sollten damit bei 60 -15  Km liegen ( zum Erfassen der RADAR -  Abstrahlung )

Die Leitmethode mit der der ARM Flugkörper zum Ziel ( feindliches RADAR ) bewegt wird ist die 2 Punkte Methode . Die Herleitung und Erarbeitung der Lenkkommandos an die Ruder kommen vom Monopulsverfahren. Die Antenne im Suchkopf findet durch " Pendeln"  das Maximum , bei genauer Abdeckung auf das Ziel werden keine Fehlersignale erarbeitet. Die Breite des Such -und Trackingbereiches sollte bei 1° liegen. Reflexionen am Erdboden durch das RADAR , auch an Erdhindernissen, erzeugen zusätzliche Lenkfehler im Suchkopf der ARM.

 

 Bild : Autor www.peters-ada.de

Der Monopuls Suchkopf arbeitet quasi mit "Flächenvergleich". Ein einziger Puls ( einfallende Welle, daher Mono ) überstreicht die 4 Feedhörner. Auf der Rückseite dieser mechanischen Antenne ( 4 , oder mehr ) Empfangshörner sind auf der Rückseite mit T - Schiebern und Kopplern verbunden und vollziehen die Addition und Subtraktion praktisch im System. HF Dioden erzeugen die Fehlerspannungen für Ablage Seite / Höhe. Diese sind Grundlage für den Stellmotor der die Antenne nachführt bzw. Grundlage für die Erarbeitung von Lenkkommandos an die Ruder des Flugkörpers. Nach Beachtung einer mathematischen Regel ( Leitmethode ) werden die Ruder gestellt.

 

  Bild : Autor www.peters-ada.de

Der Suchkopf als Feedhorn kann technisch auch als Feld von Schlitzantennen ausgeführt sein. Die Summen und Subtraktionsregel gilt dementsprechend.

Der Öffnungswinkel beträgt 40 -60 ° ( Kegel ), die Bandbreite kann mehr als 500 MHz betragen. Dadurch, dass nur ein Puls zur Erarbeitung einer  ( momentanen ) Fehlerspannung benötigt wird, ist der Suchkopf ( eigentlich ) nicht störbar. Sprünge in der Amplitude sind erfolglos, da die Signalgröße beim Flächenvergleich  keine Rolle spielt . Wegen der Bandbreite ( 200 - 500 MHz  ) sind sehr hohe Störleistungen notwendig um den Suchkopf zu " blenden " Zusätzlich fragt der Suchkopf im 10 mili-sec  mit Zeitfenstern im 100 nana-sec Bereich   ab, so dass ein Störer als Dauerstrich ein noch höhere Leistung aufbringen müsste. ( 100 KW . )  Sprünge in der Polarisation bewirken ebenfall wenig, da mit jedem neuen Puls und neuer Wellenfront neu gemessen wird.                                    

Sehr wohl bewirken aber gleichzeitig einfallende Signale vom Erdboden ( Reflexionen , Reflexionen vom Winkelreflektor ) Verzerrungen und Erarbeitung von Fehlerspannungen und Lenkkommandos die die Ablage im Treffpunkt erzielen.

Das Einspeisen von Rauschen ( moduliert im ms Takt ) könnte den Suchkopf stören.

Das Abändern der Pulsfolgeperiode  ( langsames Auswandern, und sprunghaftes Heranziehen , oder auch ständiges Ändern ) könnte zu Mehrdeutigkeiten bei der Entfernungsbestimmung führen und die Ablage vergrößern. ( Leitmethode benötigt die grobe Entfernung bzw. Ableitungen davon : Beschleunigung und Änderung der Beschleunigung )

Eine theoretische Möglichkeit ist folgende : In den Sendepuls ( ysec Bereich ) werden statt einer Welle, Wellenform ) 3 in der Phase verschobene zeitlich kürzere Pakete gesendet. Diese müssen zeitlich in das kleine Entfernungstor des Entfernungs - Selektors -und Abtasters der ARM passen. Jetzt könnte die " verbogene " , scheinbar "schräge" Welle den  Flächenvergleicher überlisten. 

Über den Einsatz von Chaff / Düppel zum Schutz von Fla Rak Systemen gegen ARM Suchköpfe ist nichts bekannt ( 2018).

 


  Bild : Autor www.peters-ada.de

 

 

 

                                                                                       

Frequenzsprünge erschweren die Erfassung durch ARM ( siehe auch Frequenzsprung ). Nach der Feststellung des Starts von ARM gegen RADAR sind Frequenzsprünge ein gutes Mittel die ARM "abzuschütteln". Übergangsprozesse im Empfängers des Flugkörpers bei Nachregeln ( ZF ) versprechen ( möglicherweise ) größere Ablagen im Treffpunkt. Frequenzsprünge am eigeneren Feuerleitradar beim gelenkten Flug der Fla- Rakete führen zu zusätzlichen Lenkfehlern und führen zum Absinken der Vernichtungswahrscheinlichkeit. Frequenzsprünge bewirken im Suchkopf / Empfänger Suchprozesse um den Empfänger nachzustimmen. Diese Regelungsprozesse haben zeitliche Ausmaße. Bei Geschwindigkeiten von 600 m/ sec sind Ablagen und Fehlschuss möglich.

 

           

Getroffene P15 / Flat Face RADAR für Luftraumaufklärung für Fla Raketenkomplex SA- 3 / S- 125 NEVA in  Serbien 1990. Über 2200 HARM wurden gegen die serbisch - yugoslawische  Luftverteidigung geschossen. Viele Hunde sind des Hasen Tod...

 

Die Verringerung der Sendeleistung bringt taktisch keine Vorteile. Die ARM erfassen nicht die Energie in Anstrahlrichtung, vielmehr werden die Zipfel und Abstrahlungen nach hinten und die Nebenkeulen erfasst. Eine Verringerung der Sendeleistung um 25 % kann aber zum Rückgang der Erfassungsentfernung für die ARM  um 50 % bringen.

Winkelreflektoren am Boden im Nahbereich des RADAR können zusätzliche Lenkfehler und Ungenauigkeiten im Suchkopf der ARM erzeugen. Die Reflexionen stören das RADAR selbst nicht, da hier der Nahbereich ( 1000 - 2000 m ) im Empfänger ausgeblendet werden .

Ein sehr guter Schutz gegen ARM ist die Trennung von Systemen der Luftraumaufklärung vom Feuerleitradar. Dh. unterschiedliche RADAR Systeme erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Nach Zielbeobachtung und Beurteilung wird ein zur Bekämpfung geeignetes Ziel an das Feuerleitradar " weiter gereicht ". Die Zeit für die eigentliche Zielbekämpfung ist damit sehr kurz und bewegt sich im 2stelligen Sekundenbereich. Führungssysteme können die vorherige Abstrahlung zur Zielsuche noch weiter verkürzen, Voreinweisungen lassen die Suchzeit für das Feuerleitradar weiter verkürzen.

 

              Quelle :http://vko.ru/  VKO wosduschno kosmitschekajaoje oborona

                          Luftkrieg 1999 gegen Jugoslawien .

          IRIS     imitator radiolokatzionowo isluschenija stanzii     Imitator zur Erzeugung von RADAR Abstrahlung

IRIS System. Hier wird aktiv gegen den Suchkopf der ARM ( MONOPULS Suchkopf ) gestrahlt. Im Suchkopf kommt es zu zusätzlichen Fehlern und zusätzlichen Lenkkommandos die zum Vorbeiflug und Fehlschuss gegen das RADAR führen. "IRIS" wird in Kombination mit Winkelreflektoren eingesetzt.

Der Monopuls Suchkopf der ARM wird elektronisch gejammt und gestört. Die Winkelkoordinaten im Suchkopf werden verstimmt , es entstehen Lenkkommandos , die die ARM ablenken und vorbei fliegen lassen. Genau solches vollbringen jammer in Flugzeugen und stören das tracking von Feuerleitsystemen der Luftverteidigung. Vom Waffensystem ROLAND ist die Empfindlichkeit und Empfänglichkeit gegen diese Art von Winkelabweichenden Störungen bekannt.

Einsatz von ARM- Ablenkern beim System SA-3 . In Kombination mit Winkelreflektoren wird eine Verbesserung der Abstrahlung durch den Ablenker / Störer erreicht. Die typische Startentfernung der HARM wird mit 35 - 45 Km angegeben. Winkelreflektoren stören auch die Erfassung und Beurteilung durch AWACS Aufklärung. Der Einsatz von Winkelreflektoren richtet sich aber auch gegen jammer, die Energie kommt zum Sender am Flugzeug zurück und "mischt " sich mit der eigentlichen Sendenergie des zu störenden RADAR. Intelligentes Stören wird dadurch erschwert.

 Grün : Abstrahlung ( auch drehend möglich ) Rot : Reflexionen   an Winkelreflektoren .  Bild : Autor www.peters-ada.de

Durch Rückreflexionen im Nahbereich wird das diffuse Nahfeld mit Nebenkeulen  weiter verzerrt. Der Suchkopf fliegt noch ungenauer . Zusätzlich wird jamming gegen den Verursacher und  Jammer rückgestrahlt  ( bei richtigem Aufstellen der Winkelreflektoren. )  Aktive Systeme wie AWACS erhalten sehr große Ziele und Mehrfachziele.

 

         Winkelreflektor, Jugoslawien 1999

Diese Art von passivem Schutz wurde im Krieg gegen Jugoslawien im Jahr 1999 durch die Serben / jugoslawische Armee angewendet. Der SA3 / S-125 NEVA wurde mit dem Funkmessvisier des Kampfflugzeuges  MIG - 21 nachgebildet, zusätzlich wurden Winkelreflektoren aufgestellt. Vernichtet wurde die Scheinstellung ... Bekannt ist , dass 8 HARM gegen eine P15 / Flat face geschossen wurden. Die P15 wurde nicht getroffen, eine ARM erwischte trotzdem eine Nebenkeule und kam  immerhin 3 Km vom RADAR zum Boden.


 

                               Typische Einsatzverfahren

 

         

                                                                                         Flugbahnen  HARM.

1.     Varianten     

1. Die RADAR Stellung wurde durch den Suchkopf erfasst. Die Entfernung ist durch den Suchkopf erfasst. Die Flugbahn ist eher direkt. Ca. 100. m über dem Boden wird über den Laserhöhenmesser das Gefechtsteil gezündet. Der Splitterstrom durchsiebt alles am Boden. Die Vernichtungswirkung beruht auf Splittern. Ausweichen auf ein anderes Ziel / Radar ist nicht vorgesehen. In der Datenbank muss für den Suchkopf dieses Ziel vorhanden sein. Zielsuche erfolgt durch den Träger              ( Flugzeug ) oder durch den Suchkopf selbst. Ausschalten des RADAR ( weil die den Start bemerkt haben ) führt zum Abriss der Lenkung für den Flugkörper. Neuere Modelle verfügen über GPS und fliegen auf die Koordinate weiter. Technisch möglich ist der Übergang auf Zweit - oder Drittziele wenn das zu vernichtende RADAR abschaltet. Durch die begrenzte Brenndauer des Marschtriebwerkes und passivem Weiterflug der HARM ist der Bereich zum Ausweichen auf ein anderes Ziel räumlich begrenzt  ( 2-5 Km, Abweichung vom Hauptziel  ).

2. Verschuß zum Selbstschutz oder Vernichtung von RADAR ist auch ohne Entfernungsbestimmung möglich. Das RADAR wurde durch den HARM Träger erfasst, die Daten an den Suchkopf durchgereicht. HARM fliegt auf direkter Flugbahn zum RADAR, die Entfernung ist dem Suchkopf nicht ( genau ) bekannt.

Für beide Varianten ist die Reichweite gering : 10 - 25 Km , die Flugzeiten zum RADAR sind für die Operatoren am RADAR extrem kurz ( < 1 Min ), wenn der Start der HARM denn überhaupt festgestellt wird...

 

2. RADAR Systeme schalten unregelmäßig an und ab. Die  Unterdrücker der SAM / Luftverteidigung müssen für nachfolgende Bomberflugzeuge die Luftverteidigung unterdrücken, lähmen und zerstören. ARM Flugkörper werden in das Vorfeld und " vorbeugend " geschossen. In de Datenbank sind die Ziele nach vorheriger Aufklärung abgelegt. Die SAM stellt den Start von ARM fest und schaltet aus. Unregelmäßig wird eingeschaltet oder kurz eingeschaltet, gekämpft und an einen neuen Standort verlegt. Der ARM Flugkörper sucht selbständig neue Ziele. Die ARM vom Typ " ALARM " sinkt am Fallschirm relativ langsam und sucht Ziele um den Motor zu starten und das RADAR zu bekämpfen.

 

3. Schuss auf maximale Entfernung ( 150 Km ) Das RADAR wurde vermessen und erkundet. In der Datenbank des Flugkörpers sind die spezifischen Angaben zu diesem RADAR vorhanden. Die Ablösung der ARM wird durch das RADAR am Boden nicht festgestellt. Der Flugkörper fliegt eine überhöhte Flugbahn ( + 45 ° Anstieg ) und fliegt nach Brennschluss passiv auf maximale Entfernung weiter. In Zielnähe sucht der Suchkopf nach bekannten Parametern sein RADAR. Bei Fluggeschwindigkeiten von 600 m/sec sind Flugzeiten von 1- 3 Min zu erwarten. Die Entfernung selbst ist dem Suchkopf nicht bekannt. Nach Programm wird Zielsuche ( passiv über Suchkopf ) durchgeführt. Stimmen Signale mit den Daten aus Datenbank überein wird RADAR erfasst und bekämpft.

 


 

     Technische Maßnahmen

  •         Frequenzsprung

  •         Unterdrückung Nebenkeulen

  •         Technische Maßnahmen gegen die Detonation / Auslösung Gefechtskopf ARM

  •         Jamming

  •         Winkelreflektoren

  •         Bauliche Maßnahmen

 

                                               

 

Technisch möglich sind vorprogrammierte Abwehr - Abläufe am RADAR bei anfliegenden ARM: Eine Kombination von Frequenzsprüngen, Verringerung der Sendeleistung und Anstrahlen von vorher aufgebauten Winkelreflektoren ( technische Maßnahmen der jugoslawischen Luftverteidigung im Krieg 1999 gegen die NATO  am System SA 6 KUB ).

Technische Gegenmaßnahmen wie mechanisches Abdichten der Antenne gegen Nebenkeulen erschwert das Auffassen der ARM auf das feindliche RADAR. Für das System PATRIOT ist diese Abdichtung als Nachrüstung ( "Shrout " ) bekannt. Elektrisch leitfähiges Material ( Kohlegruß in  Matten ) dämpft  HF.

Die Auffasswahrscheinlichkeit der ARM ist neben den technischen Eigenschaften auch vom Zufall abhängig. Bei analogen Sichtgeräten der alten Generation von Luftraum RADAR werden ARM als schnell fliegende Zielzeichen auf dem Rundsichtgerät dargestellt. Die momentane Entfernung ist ablesbar. Der Richtungsvektor muss dabei nicht auf das eigene Radar zeigen, dh. die ARM als solche wird gesehen. Je nach Umdrehungszahl der Antenne ( üblich 12 sec und Geschwindigkeit von 600 m/sec wird die ARM in 7 Km Sprüngen beobachtet( 600 m/sec x 12s   = ca. 7000 m). Bei modernen Luftraumaufklärungsmitteln drehen sich diese Systeme mit unterschiedlichen Drehgeschwindigkeiten. Gleichzeitig wird der sich drehende Sektor ( 20 - 120 ° ) von einem beweglichen elektronisch gesteuerten Strahl abgetastet.  Die geringe effektive Reflexionsfläche ist nicht das ( technische ) Problem, vielmehr der richtige Software - Algorithmus zur effektiven Abtastung des Luftraumes. Nach Auffassen und tracking kann die ARM an das Feuerleitradar weitergereicht werden.

Systeme der Luftraumaufklärung  lassen sich durch erhöhten Standort gegenüber dem Erdboden schützen. Der Laser - Höhenmesser richtet sich nach dem Erdboden. Optimal werden verschieden hohe Plattformen aufgestellt ( bis zu 45 m hoch). Damit ist man auch der Bedrohung durch Marschflugkörpern begegnet.

Das Gefechtsteil detoniert über ein Kommando vom Laser- Höhen- Messer. Dieser Bedrohung kann man durch unterschiedlich hoch aufgestellte RADAR Plattformen entgegnen.

           Quelle www.vko.ru

In Verbindung mit Winkelreflektoren und Verringerung der Sendeleistung ( zyklisch, oder  vorprogrammiert  für den ARM Fall ) wäre das zusätzliche Anstrahlen des Erdbodens ( Höhenwinkel 0° und kleiner ) möglich. Die Reflexionen am Erdboden führen zu zusätzlichen Lenkfehlern im Suchkopf der ARM. Im Vietnamkrieg1965 ff.  wurde nach Feststellen des Starts von SHRIKE- ARM -Flugkörpern gegen das Fla- Raketensystem System S-75 der Höhenwinkel in der Betriebsart tracking nach unten Richtung Erdboden langsam gedreht, gleichzeitig wurde der Seitenwinkel weggedreht. Danach wurden sofort alle RADAR- Sender ausgeschaltet. Die diffusen Reflexionen am Erdboden und Baumwipfeln ließen die AGM 45 "Shrike" ( manchmal ) in größerem Anstand detonieren. Als Optimierung wurde die "dummy load" als Modifizierung verbaut, so konnte man die Abstrahlung abmindern ,ohne den Sender auszuschalten.

Jammer gegen MONOPULS Suchköpfe der ARM lassen solche Flugkörper ablenken ( siehe IRIS Ablenksystem, oben ).

Zusätzliche Radar - Quellen lassen den Suchkopf ungenauer arbeiten und im besten Falle auf den Köder aufschalten. Solche Köder sollten im Abstand von 250 bis 500 um das zu schützende RADAR aufgebaut werden. In den russ. Streitkräften gibt es solche Köder zum Schutz eigener Fla Mittel seit 1960 (! ). Im Russ. Fla-System S-125 NEVA wurde vom Hersteller aus bereits Schutz vor ARM verrbaut. ( keine Modifizierung), wurde aber in der Exportversion nicht geliefert ( aber verkabelt und vorbereitet).
 


 


      russ. ARM Ablenker KRT3

Russland besitzt seit dem Jahr  2002  einen Ablenker gegen ARM  und wird zum Kauf angeboten. Es handelt sich um 4 - 12 Sender, die im Umkreis von ca. 250 bis 400 m  um das RADAR aufgebaut werden. Diese Sender sind nicht mit Kabel mit dem RADAR verbunden. Die Sender empfangen die RADAR Abstrahlung  und senden diese wieder ab. Versuchsschiessen ( live ! ) haben die Praxistauglichkeit bewiesen. SA 10 und SA11   nutzen das Schutzsystem. Die Leistung beträgt 6 KW. Abgestrahlt wird das vorher vom eigenen RADAR drahtlos empfangene Signal .

 

                        

KRT3  .    " Köder "      gegen HARM.    

Hersteller          
Oboronitelnyje sistemy
http://www.defensys.ru/

                           Bild :  Westnik wosduschnowo flotta  Ausgabe 4 Jahrgang 2005  .  Hat gegen den S 125 Pechora / SA- 3   ARM - Flugkörper um 400 m abgelenkt.

Dem russ. Verteidigungsminister wird der ARM Ablenker für das S-125 NEVA/  Pechora Luftabwehrsystem erklärt.

                                                             Quelle   http://www.defensys.ru/photogal_eng.html

                                                                            http://www.defensys.ru/press_club/press_club.html

 

             Transportfahrzeug zum Aufbau der jammer um das zu schützende RADAR

       

                                       Text Quelle Interfax 14. Mai 2005

                          Kurzübersetzung

Das Konstruktionsbüro  „Oboronitelnie Systemi“ ( Verteidigungssysteme )  schloss die Erprobungen und Tests zum Schutz des Fla Raketensystems SA- 3 Pechora ab. Die Überlebensfähigkeit  des Luftabwehrsystems Pechora wurde in den letzten 2 Jahren erhöht. Der Funktechnische Schutz gegen Flugkörper vom Typ HARM wurde dadurch erhöht. Dieses System wurde in den vergangenen 2 Jahren auf einem Schießplatz der russ. Föderation getestet und unter Gefechtsbedingungen  Bedingungen getestet. Gegen dieses Gerät wurden Flugkörper ähnlichen Typs wie  HARM gestartet. HARM wird zur Zerstörung von Antennenanlagen der Luftverteidigung eingesetzt.

Das Abwehrsystem KRT3 lenkte solche Flugkörper 400 m von der zu schützenden Antenne ab. Dieses Schutzsystem für den Luftabwehrkomplex  SA 3  /  S 125 NEVA / Pechora ist  ähnlichen ausländischen Entwicklungen ebenbürtig.

 

        

                             Original

                                      

                         WORD                      PDF

 

 

               AN/TLQ 32

Das amerikanische Gerät zum Schutz vor RADAR Systemen wird von der Fa. Raytheon hergestellt. Es wird zum Schutz des Fla Raketensystem PATRIOT bereit gehalten. Es wird als ARM Decoy - Falle gegen ARM bezeichnet.

AN/TLQ-32 ARM-D is a miniature radar transmitter designed to protect radars in the field from Anti-Radiation Missiles (ARMs) which are guided by homing in on the radar's own transmission signals. The ARM-D provides protection to the radar by emulating the transmission characteristics of the host radar, thereby deceiving and confusing the incoming missile. Features of ARM-D include its capability to emulate frequency-agile radars; 360º coverage; protection of both the radar and the decoy assets against ARMs; lightweight fibre optic interface between the radar and decoy emitter groups and low prime power operation. It also features rugged, lightweight modular packaging, extensive built-in test capability and rapid set up and tear down. It is claimed that the decoy can be transported by two people with individual decoys being deployable within 15 minutes. In operational use, three decoys are allocated to each radar system. The surveillance decoys are designed to be capable of protecting the radar site from multiple missile launches, whether simultaneous or consecutive.

 

 

  Fla -System THOR M1  der russ. Heeres - Fla

     http://www.kbradar.by/news/

         

Eigenschutz gegen  ARM Flugkörpern, je nach Feuerdoktrin gegen ARM.

Rundum- Suche gegen Flugkörper von Typ HARM  360 °

Scann im Höhenwinkel 10 ° bis  90°

Auffassentfernung HARM bei 7,5 Km

Kill-Wahrscheinlichkeit 0,95  ( 95 %)

Bekämpfung von Zielen bis 800 m/s

Abtastrate 0,15 sec  ( nicht ersichtlich , ob im Sektor  120° und Höhe 10-90 °, oder komplett 360 ° )

 

 

          


 

                           

                   Ablösung HARM, Trainingskabine AKKORD, System S-125 NEVAb

                   Bild : Autor www.peters-ada.de , Original   www.Tetraeder.com                

ARM attack  System SA3 / S 125 NEVA  Leitsichtgerät Leitoffizier Ebene F1. Nachträgliche Darstellung. Das sich ablösende Zielzeichen ist ca. 2-3 sec im aufgehellten Streifen ( 1 ° ) Antennenrichtdiagramm bei Regime "Begleiten / tracking " zu sehen. Die Reflexionsfläche sollte im Moment der Ablösung  1 m 2 betragen und geht auf 10 - 15 cm 2 zurück.

 


 

                                                                                      

         

 

                            

Jammer werden gegen den HARM Träger eingesetzt. Diese jammer können auch das Tiefflug-Folgeradar der Flugzeuge stören oder  GPS zur Koordinatenbestimmung stören .  Quelle   www.VKO. ru    07 /2007

 

                      

Störstation Akazia gegen HARM Träger , GPS und taktische Kommunikation der Luftangriffsmittel gegen Luftverteidigung


 

                             Bilder aus lokalen Kriegen

 

        

Amerikanische HARM, 1986 gegen lyrische Luftabwehr 1986. Hier durchsiebter S-200 ( SA-5 ) Flugabwehrkomplex. Zu beobachten ist die Dichte von 170 Splittern auf den qmtr.

 

 

 


         

         Autor : MSc. Informationstechnik     Peters    

         2008, 2010, 2018

Der Autor sah während seines Jobs am Luftabwehrsystem S 125 NEVA / SA3 mehr als 500 ARM. Diese Ausbildung wurde als Komplexausbildung mit der Trainingskabine AKKORD massiv zur Ausbildung von Operateuren, Funkorter, Schiessenden  und Leitoffizieren eingesetzt. Handlungen bei ARM gingen in "Arm und Bein"  über ..."   1987 wurde auf dem Staatspolygon beim Gefechtsschiessen an einem russ. SA3 / S125 durch gezielte Nachfrage des Autors die Vermutung eines vorbereiteten ARM Ablenkers in den neu gekauften Systemen der 41. Fla Raketenbrigade bestätigt. Der Block war verkabelt, nicht beschriftet und leer. Wie auch die Infrarotkamera wurde der Ablenker durch die DDR / NVA nicht gekauft.

siehe auch :  Kabine AKKORD

 

Autor und Quellen :    Peters himself

1985 Studium an einer  militärischer  Bildungseinrichtung der NVA,  Fla Raketentruppen. Dipl. Ing. (FH).

Hochfrequenz, Elektrotechnik, Taktik der Fla Raketentruppe. Diplomarbeit  zum Thema Leitmethoden der  Raketenlenkung.

MSc.   Master (univ)  Informationstechnik 2014   ( 6 Jahre Studium ).

Job als Operator am SA-3 / S- 125 NEVA Luftabwehrsystem. Praktische Beschäftigung mit jamming gegen den S-125.  Autor einer Trainingsvorschrift gegen jamming am System SA- 3. Der Autor war mehrmalig mit  praktischer Tätigkeit auf Schiessplatz in Russland und Schiessen gegen TBM und ähnliche Flugkörper beteiligt. Der Autor erlebte selbst jamming und Chaff in unterschiedlicher Formen und technischen Ausprägungsformen. Der Autor ist Verfasser einer technischen Beschreibung zur Analyse der Vernichtungszone / footprint mit mathematischer Aufarbeitung ( NVA ).

3x Teilnahme an taktischen Luftabwehrschiessen in Russland, System SA-3 // S-125 NEVA, 1x Firing Crew PATRIOT als TCA, 1x monitor  Firing Crew USA, 1x RGF auf Creta.

Lange Jahre  Dozent an der Technischen Schule der Luftwaffe auf dem Lechfeld zum Thema ELOKA und Einsatzverfahren der Fla-Rak / S-125 - SA-3. Einweisung von Piloten für das System S-125. Der Autor wurde vor dem Einsatz der deutschen Luftwaffe gegen den Luftkrieg in Jugoslawien 1999 identifiziert und zur Motivation und Einweisung deutscher Piloten bei JABOG 32 angefordert.

 

 

Themen  auf www.Peters-ada.de  waren Teil von technischen und taktischen Vorlesungen an dieser Hochschule für Luftverteidigung         OHS LSK / LV  Kamenz  Sektion 6.

Diese hier vorgestellten Grundlagen der technischen Taktik waren damals nicht als geheim eingestuft, allerdings waren diese Vorlesungen mit einem mathematischen Unterbau verfestigt. Literatur zu, Thema war offen zu erwerben.

Aus eigenem Erleben ( 20Jahre PATRIOT bei der deutschen Luftwaffe) ist der technische Bildungsstand zum Thema technische Taktik bei den Bedienern des Fla-Systems PATRIOT eher marginal. Schwerpunkt wird auf Crew-Drills gelegt, das abarbeiten von Schaltern und Einträgen in Tabellen auf dem Bildschirm wird pedantisch bewertet. Formal wird damit gewährleistet, dass ein sehr komplexes System in Betrieb genommen wird. Der typische Feuerleitfeldwebel mit Bildungshintergrund Hauptschule ( oft auch Realschule ) ist mit Theorie in Taktik und Elektronik nicht zu erreichen. Die grundsätzliche Funktionsweise des Waffensystems PATRIOT erschließt sich dem Bediener nicht. Der typische Feuerleitoffizier durchlebt ein ziviles ( ! ) Studium an einer Bundeswehr-Universität. PATRIOT erlebt er zum ersten male beim Militär. In 6 Monaten an einer technischen Schule  des Heeres in den USA wird dem Offizier die Bedienung des Systems PATRIOT vermittelt. Crew-Drill und formales abarbeiten nach Papier wird bewertet und entscheidet über die künftige Karriere. 

Die ehemalige technische Schule der Luftwaffe auf dem Lechfeld bei Augsburg vermittelt  bis zum heutigen Tag Grundlagen der Fla -Rak, Taktik und elektronischer Kampfführung. Der  typische Lehrgangsteilnehmer ist im Feldwebeldienstgrad ( Hauptschule, Realschule ). Vermittelt wird mit Herzblut und Eifer ELOKA. Mit vielen Formeln wird der Feldwebel "gequält". Den intellektuellen  Ansprüchen der modernen ELOKA wird man damit nicht gerecht, viel Halbwissen ist eher schädlich. Das Lehrpersonal setzt sich aus Feldwebeldienstgraden mit dem typischen Bildungshintergrund und Fachoffizieren zusammen. Der Fachoffizier kommt grundsätzlich aus der Feldwebellaufbahn  mit einer 2 jährigen Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker. Hier könnte für die Zukunft der Hebel angesetzt werden: Lehrpersonal sollten studierte Offiziere oder technische Beamte sein. Die Zusammenarbeit  zur Rüstungsindustrie ist zu suchen. Ein technischer Lehrstuhl an einer Universität der Bundeswehr sollte eingerichtet werden: ELOKA, Grundlagen der Hochfrequenz, RADAR , automatische Folgesysteme etc. Raketenballistik, Raketenlenkung etc. etc.

06/2018

Schreiben sie  Peters

 

 

  Beobachtungen.

Wie wirkt  sich chaff / Düppel auf automatische Folgesysteme unter RADAR aus:

Auf dem Polygon in Russland konnte die Auswirkung von chaff / Düppel im teleoptischen Kanal praktisch beobachtet werden :

Pendeln der Feuerleitantenne ( S 125 NEVA ) um das Ziel. Im 1-3 Hz Takt und unregelmäßigen Abweichungen und "nachziehen" wurde das Ziel unregelmäßig getrackt. ( Zielbegeleitung über RADAR im Funkmesskanal und ASAP / automatisches Zielbegleiten )

Die Genauigkeit der Begleitung nach den Winkeln wurde am optischen TV Bildschirm beobachtet. Neben den Pendelbewegungen im 1- 3 Hz Bereich wurden hochfrequente Schwingungen 15 - 50 Hz des Folgesystems als zusätzliches und ständiges Vibrieren beobachtet .beobachtet.

Frequenzsprünge ( von Hand , es gibt am S 125 NEVA System 2 Arbeitsfrequenzen ) nach automatischer Begleitung auf einen Kontrollmast ( Festziel ) bewirkten ruckartige Ablagen um 10 - 15 m und Abarbeiten mit nachziehen im Zeitbereich von 2- 6 sec.

 


Nachlesen :

ARM 1 Yugoslavien   ARM2      IRAK    1991      

 

Anhang :      Jugoslawien im Jahr 1999 HARM Einsätze der NATO

Der jugoslawischen Luftverteidigung standen 700  Flugzeuge der NATO gegenüber. Auf Schiffen und U Booten in der Adria befanden sich 206 Marschflugkörper. Der technische Stand der Fla Mittel Jugoslawiens entsprach dem der 70er Jahre. Der Fla Raketenkomplex geringer Reichweite S 125 NEVA / SA 3  wurde mit 14 Systemen zum Schutz der Hauptstadt Belgrad aufgebaut.

Behauptet wird, dass diese Systeme zusätzlich zum  vorhandenen teleoptischen Kanal eine Aufrüstung zum Infra- Rot Kanal bekamen. Dieses System gab es auch seit den 80er Jahren zu kaufen und stellte keine technische Neuheit dar. Mit dem " normalen " TV System konnte / kann man aber auch in der Nacht schießen ( auch wenn das Handbuch des Herstellers davon abrät ). Die Systeme KUB / SA6 waren in Stückzahl 10 präsent. Die gesamte Luftwaffe der westlichen Welt unternahm alle Anstrengungen um diese Handvoll Luftverteidigung zu vernichten. Nach den ersten Wellen von Marschflugkörpern ( 30 - 40  in 3 Wellen ) wurde die bis dahin zentral geführte LV zu 70 % zerschlagen. Die Marschflugköper flogen und bogen erst kurz vor den eigentlichen Zielen zu diesen ab. So wurde die Zeit für Entscheidungsfindung weiter zu Ungunsten der Luftverteidigung verkürzt. LV Mittel und Flugabwehr wurden vorrangig durch Marschflugkörper und  vorrangig  vernichtet. Alles was danach noch aufrecht stand und kämpfte wurde mit HARM unterdrückt und physisch zerstört. Die Truppen der LV und TLA ( Truppenluftabwehr des Heeres ) änderten ihre Taktik. Die S-125 NEVA wurden ständig verlegt. Die Straßentransporte fanden nur Nachts statt. Die SA-6 Systeme handelten entgegen der Schießregeln und passten ihre Taktik den Gegebenheiten an. Jede Abstrahlung der jugoslawischen Luftverteidigung wurde mit HARM bestraft. Die Tornado des JABOG 32 vom Lechfeld / Augsburg waren auf diese Aufgabe spezialisiert. Allein die Präsenz dieser SAM- Zerstörer im Luftraum reichte aus. Nachfolgende Bomber verließen sich auf die Vorhut der SAM -Killer und darauf das keine SAM Systeme schießen würde. Über die amerikanische Satellitenaufklärung wurde jede Emission der Funktechnischen Truppen und der SAM Systeme sofort festgestellt.  Die meisten HARM wurden "vorbeugend" geschossen. Mit Beginn des Luftangriffes erkennt die Luftverteidigung eine Anzahl von HARM in der Luft und schaltet Feuerleitradar nicht mehr ein. Vom System SA 3 überlebten nur 7 Systeme. Die 3. FRA der 250. Fla- Brigade Belgrad errang Berühmtheit : in der 3. Kriegnacht vernichtete der Fla Raketenkomplex S-125 NEVA einen F117 Stealth Bomber.

Deutsche Tornado schossen 244 HARM, die amerikanischen Streitkräfte ca. 700 HARM. Die Trefferrate soll gegen 2  % gelegen haben. Aber das Vorhandensein von HARM zwang die Luftverteidigung zum passivem Hinhalten. Feindliche Bomber konnten ihre Gefechtsaufgaben erfüllen. Damit war der Zweck der HARM erfüllt. Die Luftverteidigung wurde zu gegebener Zeit mit Laser-gelenkten Bomben einzeln zerstört. Die meisten Fla Mittel wurden nicht ( ! ) durch ARM, als vielmehr durch " normale " Bomben vernichtet.

Um die Abstrahlzeit der Zielsuche zu verkürzen wurde entgegen der Schiessregel erst in der Tiefe der Vernichtungszone  das Feuer eröffnet ( bei 50 % , 20 Km und näher ). Es wurde / durfte nicht länger als 6 sec. Zielsuche durchgeführt werden ( NVA Norm :     max.    2 x a 5 sec. ). Nach 10 sec. wurde erneut Zielsuche durchgeführt. Kein Ziel : keine weitere Zielsuche. Da man nicht wusste was neue HARM können, hat man es auch nicht ausprobiert. Geschossen wurden 2 Flugkörper.  Nach jedem Einschalten und abstrahlen mit dem Feuerleitradar wurde die Stellung gewechselt . Nach maximal 30 sec - bis 1 min Abstrahlung ohne Zielaufkommen und Feuereröffnung wurde gewechselt.

Ammenmärchen im Internet: Nein, es ist nicht technisch möglich Fla-Raketen vorbeugend in den Himmel zu schießen. Der Flugkörper wird gelenkt und detoniert ( Funkzünder ) in unmittelbarer Nähe des Zieles. Ein nicht gelenkter Flugkörper detoniert nicht und mit Abriss der Lenkung erfolgt Selbstzerlegung das ist ein technisches Sicherheitsmerkmal, übrigens auch bei PATRIOT ).Was es sehr wohl gibt : Scheinstart. Es werden Lenkkommandos abgestrahlt , aus der Sicht des Zieles befindet sich ein Flugkörper im Anflug. Die typische Schiessregel erfordert 2 Flugkörper.

Um der HARM Gefahr zu begegnen wurden Attrappen und Fallen aufgebaut :

Das Funkmessvisier der MIG 21 ( russ. Jagdflugzeug der 70er Jahre Flugzeug ) wurde in Scheinstellungen aufgebaut und  auf der Sendefrequenz des SA- 37 S-125  NEVA     ( 9 GHz ) abgestrahlt. ( Anstand  bis  1000 m ). Nach anfänglichen Misserfolgen wurden die Scheinstellungen  optimiert.  Innerhalb von 30 Tagen wurden 14 HARM auf eine dieser  Attrappen  geschossen. Im Nahbereich der Feuerabteilung wurden Winkelreflektoren aufgestellt ( 300 m ) So wurden  8 HARM erfolglos auf die RBS P15 gestartet. Keine der 8 HARM traf. Eine HARM erfasste die Nebenkeule der P15 Rundblickstation und ging  ( immerhin ) in 3 Km  zu Boden. Je Feuereinheit mussten 2 aktive Scheinstellungen und 2 Gruppen Winkelreflektoren aufgestellt werden . Angeblich wurden sogar HARM- Flugkörper auf  Mikrowellen als  Scheinziele geschossen. ( SA- 2  S-75 Wochow SAM System arbeitet auf 2 GHz, wie auch die Mikrowelle )

 

  jammer - Simulator gegen HARM   , Jugoslawien 199

 

Es wurden 208 HARM Flugkörper gegen  S- 125 NEVA  ( SA -3)   Systeme und deren RADAR Luftraumaufklärungsmittel P12, P15 und P18 geschossen.

Von den 208 HARM Flugkörpern gegen den S-125

                        trafen         11     die Stellung                         5 %

                        trafen          6      Das UNW   Radar              3%

                       repariert wurden innerhalb    12 Tagen         6 Systeme

                        trafen         5   das RADAR endgültig zur Zerstörung      3 %

 

 

Luftkrieg und LV im Jahr 1999

 

           06/2018