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"Es wurden 2 Raketen geschossen . Der Treffpunkt lag bei einer Höhe von 8 Km in einer Entfernung von 13 Km  .   Der gesamte Vorgang dauerte 18 Sekunden ."


            abgeschossene F117

 

 

 

        

Im Luftkrieg über Jugoslawien / Serbien wurde durch einen S125 Neva der jugoslawischen Luftverteidigung ein  F117 abgeschossen. Außerdem wurde durch den S125 NEVA  ein F16 Flugzeug abgeschossen . ( 1. Mai 1999 )

Am 3. Kriegstag wurde durch die bodengebundene LV ein "steahlt "Flugzeug F117 der US Airforce vernichtet.    

Es sollen ( angeblich ) insgesamt 3 dieser Flugzeuge F 117 abgeschossen sein *, davon eine durch eine MIG 29.  ( *mindestens   beschädigt ). Möglichweise handelt es sich um yugoslw. Propaganda. Es existieren keine Bilder der anderen Wracks.

            Typenschild

Verantwortlich für den Abschuss der F 117 und einer F16 ist die 3.Fla Raketenabteilung der 250sten Fla Raketen
Brigade Belgrad. Oberst Dani Zoltan gab nach seiner Pensionierung von der yugoslawischen Armee
im Jahr 2005 als Kdr. dieser Einheit einige wenige Informationen der Pressen bekannt.

USA TODAY vom 26. Oktober 2005   http://www.usatoday.com/news/world/2005-10-26-serb-stealth_x.htm

und   http://www.edefenseonline.com/default.asp?func=article&aref=11_09_2005_OM

             Kurzübersetzung

Die 250.ste  war für die Luftverteidigung im Raum Belgrad zuständig und bestand aus S125 NEVA ( SA3 ) Einheiten. Die 3. SAM Batterie hatte einige spezielle Erfahrungen sammeln können. Nach Training ( gemeint ist die Übungsanlage und Kabine "AKKORD"* Übersetzter) mit Zielen geringster effektiver Reflexionsfläche sowie Auswertung diverser Artikel über die F117 wurde überlegt wie man mit solchen Luftzielen umgehen könnte.

Bereits 1998 wurden kleiner Veränderungen an der Antenne UNW und in der Leitkabine UNK vorgenommen *.An den Antennen der Aufklärungs- und Zielzuweisungsmittel P18 wurden geringe Veränderungen vorgenommen.
Die allg. Behauptung ( NATO etc ) war schon immer : solche Systeme können mit "Stealth "nicht umgehen . Das geschah mehr oder weniger in Eigeninitiative. In Versuch und Irrtum wurde alle Maßnahmen optimiert. An dem TV Kanal Begleitsystem wurden keine Veränderungen vorgenommen *
Rechtzeitig wurde das Training auf Ziele mit geringster effektiver Reflexionsfläche aufgenommen. Die Bedingungen und Gefahren zeichneten sich nach seinen Worten bereits 1998 ab. Zielsuche mit kürzesten Abstrahlzeiten wurden immer und immer wieder geübt *
Ziele wurden  tief in der möglichen Startzone bekämpft um die Flugzeit der Raketen auf das Ziel innerhalb der Vernichtungszone sehr kurz zu halten ( und damit die Abstrahlzeit )

Nach Auffüllung mit Reservisten wuchs die Personalstärke der Einheit auf 200 Soldaten auf. Zusätzlich wurden 2 Startrampen 4ling  und Flugkörper zugeführt.

Laut Oberst Zoltan nutze diese SAM Einheit nur die eigenen Aufklärungsmittel P18 und Luftraumbeobachter. In der ersten Nacht der Angriffe der NATO (24. März ) sollten die Jäger der Luftwaffe kämpfen und die Luftverteidigung wurde zurückgehalten. Mit Tagesanbruch und optischer Sicht begannen die Flak und und Luftverteidigung zu handeln. Die LV ging davon aus , nur geringe Möglichkeiten zu haben und wollte so lang wie nur möglich durchhalten.

Am 4. Kriegstag wurde durch die 3. Batterie eine F117 vernichtet. Die Serben nutzten das sofort für massive Propaganda aus, sie wollten die öffentliche Meinung auf Ihrer Seite ziehen.

Es wurden 2 Raketen geschossen *. Der Treffpunkt lag bei einer Höhe von 8 Km in einer Entfernung von 13 Km * Der gesamte Vorgang dauerte 18 Sekunden * Er selbst arbeitete als Schiessender * am Tochtersichtgerät in der Kabine UNK und leitetet das Feuergefecht .(den Job haben  der Leitoffizier* und die 2 Operatoren getan . Anmerkung Übersetzter )Kommunikation gab es mit den zentralen Gefechtstand der LV nur über Draht (kein Handy oder Funk ) Unregelmäßig wurde für den erwarteten Anflug im Sektor Zielsuche durchgeführt.

Während Verlegungen musste die Entdeckung durch Flugzeuge verhindert werden. Wichtig war  , Stellungen für ein bestmögliches Schiessen gegen die Flugzeuge zu finden. Für die kurzfristige Feuereröffnung wurden nur mitgeführt: Die Antennenanlage UNW , 2 ( der 4 ) Startrampen, die Kabine UNK ,das P18  Rundumradar und Stromversorgung Kabine des Komplexes SA3.

Für die Gefechtslage aus dem Marsch wurden 60 Minuten gebraucht. Am neuen Standort hielt man sich nie länger als einige Stunden auf. An die 100.000 Km wurden währen des 78 tägigen Luftkrieges zurückgelegt, diese meist Nachts ( ohne Licht ) und ohne jeglichen Verkehrsunfall. Es kam zu keinen Verlusten.

Die Abstrahlzeiten ( gemeint ist die RLS , Raketenleitstation , Übersetzer )) wurden sehr kurz gehalten. Das P18 Rundumradar wurde nicht von HARM Anti Radiation Raketen  getroffen , musste aber 23 mal nach Anzeichen vom Start der ARM ( Zielteilung und "fading" ) das RADAR ausschalten .
RADAR Dummys in der Umgebung stellten zusätzlichen Schutz dar ( hier gibt es keine weitern Informationen. Aus Gesprächen hörte ich einmal von "überbrückten Mikrowellen" als Dummy. Übersetzer )

Die yugoslawischen Streitkräfte gaben Informationen von Informanten an Aviano Air Base in Italien und Start von Flugzeugen sofort weiter.( Handy )

 
                                                                                                      

* "AKKORD" Trainingkabine. Speist in den Fla Raketenkomplex 6 Ziele mit einstellbaren Geschwindigkeiten, Winkelgeschwindigkeiten und Entfernungen ein. Training ist ohne RADAR möglich,üblich ist aber RADAR-Abstrahlung um die Ziele für geringste Höhen gegen die Reflexionen des Erdboden zu tracken. Ablösungen  ARM vom Ziel sind möglich. Die Reflexionsfläche lässt sich stufenlos verringern, ebenso lassen sich Ziele mit FADING darstellen.
Training wurde von der Luftverteidigung NVA regelmäßig und als Intensivausbildung zentral durchgeführt.
    Auffasstraining  ( Zielsuche unter Drill , max. 2 x Zielsuche a 5 sec. )
    Begleittraining für die Operatoren ( Messung der Begleitgenauigkeit , numerische Ablage in Meter )
    Spezial : ARM Beobachtung und Handlungen.
    Marschflugkörper: Auffassen und bekämpfen  Bekämpfung

* Veränderungen an der Technik werden in einem  Artikel  erläutert.

* TV Kanal . Standart für den SA2 , SA3 , SA6 , SA6 , SA4. Keine Nachrüstung. Fester Bestandteil des System seit ca. 1975.
   Im Gegensatz zu Behauptungen von militärischen Laien ist die TV Kamera ( 140 mm mit Vidikon ) in der Lage Nachts Ziele zu tracken.
   Fragen : bitte an Autor und Webmaster wenden.

* Standart für die NVA : Zielsuche nach Zielzuweisung des Schiessenden am Tochtersichtgerät P12, P15 . P18 an den Leitoffizier:
  5 sec. Nach Kommando " Antenne " ( davon geht 1 Sec. ab , bis sich die Hochspannung aufgebaut hat. Mit "Äquivalent " : 5 sec., aber
  unüblich , da das Äquivalent/Dummyload strahlt und so nicht benutzt wird.)
  Danach muss das Ziel an die beiden Funkorter übergeben werden und das Feuer wird eröffnet.
  2. Zielsuche auf zugewiesenes Ziel ist erlaubt . Danach gibt es die Note : 5 , nicht erfüllt.

* 2 Raketen. Nach den Schiessregeln werden 2 Flugkörper auf ein Luftziel geschossen und gleichzeitig gelenkt. Ausnahme :
  Nachschiessen oder Raketenknappheit. Die RLS des SA 3 hat 2 Raketenkanäle zur Lenkung

*Begriffe : Schiessender     Leitoffizier      Funkorter      P18 Luftraumaufklärung  
 

 © 2004 Peter Skarus , 02/2005 

   Ingesamt soll NEVA SA3    175 Raketen gegen Flugzeuge geschossen haben.

 


                                                                                                               

Der technische Hintergrund ist beeindruckend. Entscheidende Rolle  soll das Fla Raketensystem   NEVA S 125 M1A gespielt haben.

Die F117 soll bei mondloser Nacht geflogen sein.

Mit 9 GHz Arbeitsfrequenz und 210 Kw Leistung für 30 Km Auffassentfernung ist es gegen steahlth Technologie  relativ immun . Die Empfängerempfindlichkeit des Neva beträgt -97 dBm /1mW und die minimale effektive Reflexionsfläche , die  aufgefasst werden kann , beträgt 5 cm2 .  ( siehe NEVA ) .  Burn Trough sollte bei 15 km liegen. Auffassprobleme durch die geringe effektive Reflexionsfläche stellen einen sehr hohen Anspruch an die 3 Operateure  .

Der Pilot soll mit halb ausgefahrenem Fahrwerk ( jugosl. TV) abgestürzt sein. Vermutlich wollte er notlanden. Das Flugzeug hätte dann als Ganzes durch die US Airforce mit Laser gelenkten Bomben oder Marschflugkörpern zerstört werden können.

Seit den 70er Jahren wird NEVA ( SA3) vom Hersteller  mit der TV Kamera ausgerüstet. Diese ist auf die elektrische Achse der Empfangsantenne UW11 justiert und macht Anstrahlen überflüssig. Diese Kamera funktioniert auch bei Nacht. Es handelt sich um ein Standartsystem für eine Vielzahl von bodengebundenen LV Systemen.( SA 2,3, 6, 8 ). Die Lenkkommandos an die beiden fliegenden Fla Raketen werden über die Antenne UW 12 abgestrahlt.

Aus eigener Ausbildung , langjähriger Operator des S 125 NEVA und eigener Erfahrung bei Zielsuche , Erfassung und  "kleinen Experimenten" vermute ich "burn throu" , Demaskierung auf Grund der Empfindlichkeit Antenne  bei  15 Km im Anflug / Vorbeiflug.  Die Schiessentfernung für Ziele um 300 m/sec beträgt 25 Km.Feuereröffnung bei 10 Km  , der Treffpunkt der ersten Rakete sollte  dann bei 6-8 Km vor dem System liegen. Reaktionszeiten für genau diesen Zweck lassen sich üben und betragen 5-8 sec. bis Feuereröffnung nach Zielsuche. ( Die Zeit bis zur Feueröffnung hängt nur vom Nachlauf der ausgewählten Rampe mit Flugkörpern in der Betriebsart   " BR " auf die Antenne im Seitenwinkel und Höhenwinkel ab und beträgt im Grobkanal max. 3 -5 sec. )

Wie konnte der Funkzünder der Fla Rakete am Ziel detonieren ?
Die F117 sollte  "unsichtbar"  sein und der Funkzünder detoniert nicht.

Die Auswerte Logik des Fu Zünders könnte verändert worden sein : statt der geforderten 7 Pulse , die der Zünder vom Ziel benötigt ,wurde auf 1- 2 Empfangspulse eingestellt.  ( Das macht der KIPSser )  Dh. beim ersten reflektierten Signal detoniert das Gefechtsteil. Möglicherweise wurde auch die Empfindlichkeit erhöht. ( -119 dBm )

Die Funkorter haben die F117 in RL begleitet ( RADAR elektrisch in den beiden Ebenen )oder in TVK ( teleoptische Kamera) . Nachts funktioniert die Kamera im Gegensatz zu Behauptungen von Laien sehr gut.

Der Leitoffizier kann  die Entfernung in AS oder RS begleitet haben. (  RADAR in der Entfernung - Abdeckung )

Der Funkzünder wurde ( es gibt 3 Einstellungen ) in "RW" geschaltet. Bei Übereinstimmung des Entfernungsimpulses Ziel mit dem der Rakete ( Entfernung stimmt überein ) kommt das Zündkommando von der Raketenleitstation.60 m vor dem Ziel ( gemessen aber an der Entfernungsabdeckung des Leitoffizier ) öffnet der Fu Zünder und empfängt reflektierte Signale der eigenen Abstrahlung ( Antenne am Boden ) vom Ziel. Die Auswerte Logik zündet nach 7 empfangenen Pulsen das Gefechtsteil. Im Arbeitsregime "RW" detoniert das Gefechtsteil bei Übereinstimmung der Zielentfernung mit der Raketenentfernung   ( R = Z = 0 ) 
 

                      

   Eintrittsloch          Austrittsloch

Diese Beschädigungen sind typisch  für Splitter von Fla Raketen.  Beschädigungen  auf Trümmern von Luftzielen wurden auf dem russ. Schiessplatz Asheluk oft so gesehen. Es  genügen 3 Splitter auf 1 m2 um ein Luftziel zu vernichten . Die Löcher des SA3 waren  faustgroß und aufgerissen .


        © 2004  Skarus        01/2005   01/2006


 

                                                                                                      

Der Autor arbeitete über Jahre vorn am Leit - Sichtgerät des S 125 NEVA und schoss selbst in Asheluk mit diesem
System.     Augenzeugenbericht Schiessen in Russland  

 

Die deutsche NVA Truppe der Luftverteidigung übte mit der Trainings-Kabine "AKKORD" das Auffassen und begleiten solcher Ziele . Es ist anzunehmen , dass es die Serben auch taten.

Die Unempfindlichkeit gegenüber Stealth ist mir ( Autor dieses Beitrages ) seit einer Informationsveranstaltung 1987 im Feldlager Liberose bekannt.

Die Unsichtbarkeit gibt es in diesem Sinne nicht. Aber , solche Flugzeuge werden sehr spät und in geringerer Entfernung durch RADAR gefunden. Es gibt für automatische Systeme  Probleme solche geringen Reflexionsflächen zu tracken /begleiten und die Raketenlenkung
zu organisieren.   Siehe auch Stealth  und RADAR auf dieser Seite